Ein wichtiges Bindeglied zwischen den Mitgliedern der HOG

Neue Ausgaben der Publikationen der Heimatortsgemeinschaften erschienen (V)

Samstag, 17. Februar 2018

„zeidner gruß“
(Nr. 123, Jahrgang 64, Weihnachten 2017)

Nachbarvater Rainer Lehni geht in seinem Editorial von der fünften Zeidner Begegnung aus, die am 1. - 2. August des Vorjahres in der Heimat stattgefunden hat. Bei dem Anlass sind die Statuen von Luther und Melanchthon an der Alten Neuen Schule wieder eingeweiht worden, das Zeidner Museum wurde erweitert, ein Arbeitscamp in der Kirchenburg organisiert. Es sind Themen, die im Inhalt ausführlich behandelt werden. Er spricht auch die Einladungen zum 23. Zeidner Nachbarschaftstreffen, das vom 10. - 13. Mai 2018 in Dinkelsbühl stattfindet, zum 33. Zeidner Skitreffen, zum 5. Burzenländer Musikantentreffen aus.

Hans Königes, der für Konzeption und Redaktion des Heimatblattes zuständig ist, zeichnet als Autor mehrere Materialien im Inhalt der Ausgabe, die sehr ansprechend, vielseitig und informativ sind. Ausführlich geht er auf die Veranstaltungen innerhalb der zwei Tage der 5. Zeidner Begegnung, auf die Teilnahme der Zeidner beim Oktoberfest, auf den Trachtenumzug in Dinkelsbühl, auf die Bedeutung einer Zweitmitgliedschaft in der Zeidner Kirchengemeinde, auf die Planung eines erneuten Arbeitscamps in der Kirchenburg (2. - 3. Juli), auf die Tournee der Kantorei in Siebenbürgen, auf die Feier der 58er in Bad Boll ein. Als besonderen Erfolg bezeichnet Helmuth Mieskes das Arbeitscamp in Zeiden, das in den Kornkammern der Kirchenburg vorgenommen worden ist. Auch stellt er das Zeidner Gemeindeblatt als wichtige Geschichtsquelle vor. Er würdigt die 25-jährige Tätigkeit von Brigitte Vlădărean (geb. Petri) als Sekretärin des Zeidner Pfarramtes. Er ehrt auch Hans Königes, der ebenfalls seit 25 Jahren sich dem „zeidner gruß“ verschrieben hat und nennt ihn einen Glücksfall für die Zeidner Nachbarschaft.

Das stimmt vollkommen. So ist auch diese Ausgabe durch Inhalt und Gestaltung, durch die ansprechende Illustration, für den Leser eine beste Lektüre, und ein zusätzlicher Baustein zur Ortschronik, dank des Schriftleiters Hans Königes geworden.
 

„Felmerer Nachrichten“

Aus der HOG-Regionalgruppe Repser und Fogarascher Land, trafen die Publikationen von drei Heimatortsgemeinschaften in unserer Redaktion ein. Ilse Welther, Vorsitzende der HOG Felmern und seit dem Vorjahr auch Vorsitzende des Verbands der siebenbürgisch-sächsischen Heimatortsgemeinschaften in Deutschland, ist zuständig auch für Redaktion der „Felmerer Nachrichten“ deren 15. Ausgabe bei uns ankam. Aus dem Inhalt sind mehrere Berichte, die sicher nicht nur die Felmerer ansprechen, zu erwähnen. Sie beziehen sich auf das Treffen in der Kirchenburg am 5. August 2017, organisiert vom Verein „Renascendis“, der seit 2015 dort ansässig ist, über die Teilnahme der Felmerer am Trachtenumzug in Dinkelsbühl,der Teilnahme am Sachsentreffen in Hermannstadt, dem gleich mehrere Materialien gewidmet sind. Über die Reformation bietet Edeltraut Gottschling eine Dokumentation. Sie äußert einleitend zu dieser Ausgabe auch Gedanken bezogen auf den Begriff Heimat. Die sehr gut illustrierte Ausgabe, bietet weitere Nachrichten aus dem Vereinsleben und der Heimat Familieninformationen die den Zusammenhalt der Felmerer sicher weiterhin stärken werden.
 

„Deutschweißkircher Bote“
(Jahrgang 22/2017, Nr. 1, Dezember)

Eingeleitet durch zwei Gedichte von Martha Wachsmann, die einen in die winterliche Atmosphäre einführen, werden Termine und Mitteilungen für verschiedene Veranstaltungen wie Faschingsball oder Deutschweißkircher Weinfest geboten. Gerhild Gross berichtet aus der Heimatgemeinde über die Probleme, mit denen man sich vor Ort konfrontiert, besonders was die große Besucherzahl – zu der auch der Autor dieser Zeilen mit seiner Gattin im Sommer zählten -,der Kirchenburg betrifft, welche Lösung der Dinge es geben kann. Auch bietet sie eine Übersicht zum Deutschweißkircher Orgelsommer 2017. Informiert wird der Leser über das Treffen am 7. Oktober 2017 der Deutschweißkircher im Palmengarten in Nürnberg. Claudia Filpes bietet einen ansprechenden Reisebericht in die Heimat. Ursula Radu-Fernolend erinnert an das 10. Deutschweißkircher Treffen, das in der Heimatgemeinde am 5. August 2016 stattgefunden hat. Die sehr reichen und ausführlichen Familiennachrichten die mehr als die Hälfe der Seitenanzahl umfassen, runden die vielseitige Ausgabe ab.
 

„Katzendorfer Bote“
(15. Ausgabe, Dezember 2017)

Beim Überfliegen der Inhaltsangabe dieser Ausgabe, die auf dem Titelblatt eine Ansicht des Altars, auf der Umschlagseite eine Luftaufnahme der Kirchenburg bietet, fiel mir gleich zwei Mal der Name von Frieder Schuller, dem Schriftsteller und Filmemacher auf, der Katzendorf auch über die Landesgrenzen durch die Verleihung des Titels eines Dorfschreibers in letzten Jahren bekannt gemacht hat. Seine im Inhalt veröffentlichte Reportage über die im Sommer stattgefundene Hochzeit in Katzendorfs Scheune, ist mit Genuß zu lesen, seine heiteren bis besinnlichen Bemerkungen sind von besonderem Reiz. Das Paar Christa und Hannes, die aus München kamen, in Siebenbürgen aber geboren wurden, brachten Leben in die Gemeinde, der Pfarrer kam aus Düsseldorf, „ein Klavier wurde als Ersatz für die marode Orgel in die Kirche getragen“. Die Stimmung war bestens, „es wurde getanzt, dass die Röcke flogen, und einmal ging es im Pfarrhof lauter zu als in dem nahen Zigeunerdorf“. Allein schon diese Zitate laden sicher den Leser ein zu dem „Katzendorfer Boten“ zu greifen, und den Inhalt, wie auch das Gedicht, ebenfalls von Frieder Schuller, „mein abseits abgesperrtes haus“ sich zu Herzen gehen zu lassen.

Besonders aufschlussreich ist die Dokumentation von Pfarrer i.R. Hans-Gerhard Sekes über die 18 Giebel von Katzendorfer Bauernhäusern, mit deren Beschreibung und beiliegender Illustration. Somit wäre auch auf die einleitende Frage von Gerda und Grete zu dieser Ausgabe, ob der Bote den Lesern wohl gefällt, mit einem überzeugenden Ja geantwortet.

Oswald Zerwes bietet einleitend einen ausführlichen Lebenslauf von Pfarrer Friedrich Wilhelm Wagner (1917 – 2007). Anschließend ist eine ausführliche Dokumentation von Hans-Gerhard Sekes über die Kirche von Katzendorf zu lesen, wobei er auch auf Details wie Beschreibung des Altars, der Kanzel, der Orgel, des Taufsteins eingeht. Ergänzt werden diese Dokumentationen mit einer Beschreibung der Katzendorfer Glocken vom gleichen Autoren, wobei im Anhang das Gedicht „Wenn Glocken läuten...“ von Brigitte Sekes nach Ilse Reese besonders ansprechend ist. Ein Auszug aus dem biographischen Werk von Franz Robert Mathe, das in diesem Jahr veröffentlicht werden könnte, die Erinnerungen von Trenchen Meltzer, die Informationen über den Zustand des Friedhofes, die Familiennachrichten runden diese sehr ansprechende Ausgabe des „Katzendorfer Boten“ ab.
 

(Schluss folgt)

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