Eine Straße im Rampenlicht

Lichtfestival begeistert Tausende Besucher

Donnerstag, 27. April 2017

Durch die dynamischen Videoprojektionen aus dem Science-Fiction-Bereich wirkte das Nationale Militärkasino noch mächtiger in seinem Erscheinungsbild.

Ein bisschen Romantik darf nicht fehlen: Die Projektion eines verliebten Paares auf einer Hauswand.
Fotos: Anna-Lena Kramer

Bukarest - Ein junges Paar sitzt am Tisch. Man kann ihre dunklen Schatten im Fenster erkennen. Sie genießen möglicherweise einen Wein und unterhalten sich dabei. Im Hintergrund hört man romantische Musik. Der Mann greift nach der Hand seiner Liebsten, steht auf, zieht sie zu sich hinauf, legt eine Hand um ihre Hüfte und fängt an, mit ihr zu tanzen. Kurz darauf verschwinden sie vom Fenster und das Licht geht aus. Eine intime Szenerie, die viele auf der Straße beobachten konnten. Doch kein Grund zur Beunruhigung. Es handelte sich lediglich um eine Videoprojektion auf der Calea Victoriei in Bukarest. Eine von vielen Projektionen, die in den letzten Tagen dort zu sehen waren. Anlass dafür war das internationale Lichtfestival „Spotlight“. Tausende Familien, Pärchen und Touristen kamen auf die Straße, um sich die kunstvollen Projektionen und Gebilde anzusehen.  Zu diesen Gebilden zählte unter anderem die Monolith-Kreation: Ein Objekt, welches aus 3300 LED-Birnen zusammengesetzt wurde, bot eine aufregende Digitalshow.

Vor dem Nationalen Geschichtsmuseum Rumäniens standen mysteriöse Silhouetten, welche in leuchtend roten Gewändern dessen Türen bewachten. Dabei handelte es sich um die Hüter der Zeit, die zu begehrten Fotomodellen für die Besucher wurden. Direkt auf der anderen Straßenseite vom Museum wurde das Gebäude der CEC-Bank zu einer Leinwand. Laser projizierten ab-strakte Kunst auf die älteste noch existierende Bank Rumäniens. Ein besonderer Magnet für die kleinen Besucher war der Fiat 500, der zu einem Aquarium transformiert wurde. Das Auto füllte sich immer wieder mit Wasser. In ihm lebten riesige rote Fische. Dieser Eindruck wurde zumindest durch die Videoprojektion erweckt. Viele Pärchen schossen Erinnerungsfotos vor dem „Iubesc“-Objekt, welches einige Meter vom Aquarium-Auto entfernt seinen Platz fand. Das Grand Hôtel du Boulevard bot ebenfalls einige besondere visuelle Effekte. Die Fenster der Obergeschosse des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert wurden mit lichtdurchlässigem Material ausgestattet, sodass diese dynamisch in verschiedenen Farben erleuchtet wurden. Damit bekam das Hotel gleich eine neue Persönlichkeit.
Das „Spotlight“-Festival fand bereits zum dritten Mal statt. Auch im kommenden Jahr wird es eine neue Ausgabe mit vielen neuen Kunst- und Videoprojektionen geben.

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