Eine Übersicht des Kronstädter Evangelischen Kirchenbezirks A.B.

Bezeichnende Daten bezüglich Seelenzahl. Neu gewählte Kuratoren der Kirchengemeinden

Samstag, 01. März 2014

Historischer Blickwinkel aus Neustadt. Foto: Dieter Drotleff

Immer wieder findet man interessante Tendenzen bezüglich der Anzahl der Kirchenglieder in dem Kronstädter evangelischen Kirchenbezirk A.B. Die Evidenz wird uns jährlich mit Genehmigung der Leitung zur Verfügung gestellt, damit wir die Angaben vermittels unserer Wochenschrift an die Leser bringen. Diesbezüglich richtet sich unser Dank an Bezirkskirchenkurator Ortwin Hellmann, der uns sein Einverständnis gab, sowie an Bezirksanwalt Manfred Copony, der die Evidenz aufgrund der Mitteilungen der Pfarrer und Kuratoren erfassen konnte. Auch stellte er uns die Liste der Namen der Kirchenkuratoren oder den Ansprechpersonen aus den einzelnen Kirchengemeinden zur Verfügung, die nach den im November 2013 stattgefundenen kirchlichen Wahlen zum Teil neu- oder wiedergewählt wurden.

Insgesamt zählte der Kronstädter Kirchenbezirk am 31. Dezember 2013,  4433 Kirchenglieder. Ein Jahr davor, am 31. Dezember 2012, waren es noch 4586 Personen, die in der Evidenz der einzelnen Kirchengemeinden des Kronstädter Kirchenbezirkes erfasst waren. Der Kronstädter evangelische Kirchenbezirk bleibt zahlenmäßig trotzdem weiterhin an erster Stelle unter den anderen Kirchenbezirken der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Vergleicht man die Seelenzahl am Jahresende 2013 mit der von einem Jahr davor, so merkt man, dass es sinkende Tendenzen in einigen Ortschaften gibt, aber auch positive Trends, wo ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist.

Die Kronstädter Honterusgemeinde bleibt mit 977 Kirchengliedern weiterhin führend im Bezirk, gefolgt von der Bukarester Kirchengemeinde mit 970 Seelen. Die zweite Kirchengemeinde in Kronstadt, jene in Bartholomä, umfasst 173 Glieder, sodass in Kronstadt insgesamt noch eine starke, evangelische Kirchengemeinschaft A.B. zu verzeichnen ist. Die sinkenden oder fallenden Zahlen sind auf die registrierten Geburten oder Todesfälle, auf Umsiedlungen aus einer Ortschaft in die andere, aber auch auf Neuzugänge ehemaliger Gemeindeglieder, die im Ausland leben, zurückzuführen. Seelsorgerisch betreut wurden die Kirchenglieder im Rahmen des Bezirkes von insgesamt 14 Pfarrern, davon zwei aus Deutschland, Martin Meyer und Christiane Schöll.

Der Kronstädter Kirchenbezirk umfasst 47 Kirchengemeinden, die organisatorisch in eigenständige Kirchengemeinden (13) bzw. Diasporagemeinden (34) je nach Anzahl der Kirchenglieder eingeteilt sind. Wegen der geringen Anzahl von Pfarrern werden vor allem in den Diasporagemeinden nicht regelmäßig Gottesdienste gefeiert. Kirchenglieder, die in solchen Gemeinden leben, werden zu Gottesdiensten in die eigenständigen Gemeinden gebracht, oder in eine der Diasporagemeinden für die der jeweilige Pfarrer zuständig ist. Zu dem Kronstädter Kirchenbezirk gehören von der Verwaltung her die Kirchengemeinden aus fünf geografischen Gebieten: dem Burzenland, dem Repser Gebiet, der Leblanger Diaspora, Fogarasch und Umfeld, und dem Altreich zu dem auch Kirchengemeinden aus der Moldau und der Dobrudscha gehören.

A. Das Burzenland

Wie schon betont, bleibt die Kronstädter Honterusgemeinde mit 977 Kirchengliedern – ein Jahr davor waren es noch 1078 –  die größte Kirchengemeinde im Bezirk, aber auch im Burzenland. Betreut wird diese von Stadtpfarrer Christian Plajer, Pfarrer Peter Demuth und Pfarrer Martin Meyer, der aus Deutschland schon seit längerer Zeit hier weilt und aktiv in sämtliche geistliche Veranstaltungen impliziert ist, den Religionsunterricht an der Honterusschule mitgestaltet. Im Rahmen der Honterusgemeinde gibt es ein reiches Angebot für die Kirchenglieder, wie Bibelstunden, einmal monatlich Gottesdienst in rumänischer Sprache in der Blumenauer Kirche, Andachten im Altenheim Blumenau, Schulgottesdienste, Vorträge und musikalische Veranstaltungen. Im Vorjahr wurde auch der Leitbildprozess in der Honterusgemeinde abgeschlossen. Zum neuen Kirchenkurator der Honterusgemeinde wurde Dipl.-Ing. und Notar Christian Csorik gewählt. Die zweite eigenständige Kirchengemeinde im Stadtgebiet ist die von Bartholomä, die gegenwärtig 173 Kirchenglieder zählt. Gefeiert werden da die Gottesdienste durch Pfarrer-Vertretungen oder Lektoren. Als Kurator wurde Werner Lehni wiedergewählt.

Pfarrer Kurt Boltres betreut die beiden eigenständigen Kirchengemeinden Honigberg, die, wie vor einem Jahr, 123 Seelen, und Rosenau mit 140 Kirchengliedern. Ein Jahr davor waren es 150. In Honigberg wurde als Kuratorin Erika Popescu wiedergewählt. In Rosenau wurde als Kurator Nelu Stoicule] gewählt.

Pfarrer Andras Pal ist Seelsorger für vier Burzenländer Kirchengemeinden. Davon sind zwei eigenständig – Tartlau mit 112  und Nußbach mit 91 Kirchengliedern – und zwei Diasporagemeinden: Marienburg mit  21 und Rothbach mit zehn Kirchengliedern. Die Kuratoren dieser Kirchengemeinden sind: Otto Balog (Tartlau), Georg Foof (Nußbach),  Friedrich Taus (Marienburg), Mariana Berbecar (Rothbach). Pfarrer Dr. Peter Klein  betreut die eigenständige Gemeinde Petersberg mit 106 Seelen (Ende 2012 waren es 110) und die Diasporagemeinde Brenndorf mit 48 Kirchengliedern. In Petersberg wurde Hans Klees zum Kurator, in Brenndorf Manfred Copony gewählt. In den Wirkungsbereich von Pfarrer Uwe Seidner fallen die eigenständigen Kirchengemeinden Wolkendorf mit 115 Seelen, Neustadt mit 108 Kirchengliedern und die Diasporagemeinde Weidenbach mit 68 Gliedern. Reinhard Beer wurde zum Kurator von Wolkendorf, Erhard Porr zum Kurator in Neustadt und Monika Rausch Toader als Kuratorin von Weidenbach gewählt.

Die drittgrößte Kirchengemeinde im Rahmen des Kronstädter Kirchenbezirks, Zeiden mit 438 Kirchengliedern – Ende 2012 waren es 442 – und die eigenständige Gemeinde Heldsdorf mit 136 Seelen, werden von Pfarrer Andreas Hartig betreut. Als Kurator von Zeiden wurde Dipl.-Ing. Peter Foof wiedergewählt. Als Kurator von Heldsdorf wurde Karl-Heinz Gross gewählt. Insgesamt werden im Burzenland 2666 Mitglieder der evangelischen Kirche A.B. gezählt.

B. Repser Diaspora  

Pfarrer Siegmar Schmidt betreut sämtliche 14 Diasporagemeinden aus dem Repser Gebiet, die gemeinsam 220 Kirchenglieder zählen. Die größte Diasporagemeinde bildet Reps mit 50 Kirchengliedern, wo Pfarrer Schmidt auch seinen Wohnsitz hat. Die anderen Diasporagemeinden sind Streitfort mit 7 Seelen, Galt mit 21, Deutsch-Tekes mit 7, Schweischer mit 10, Radeln mit 41, Bodendorf mit 10, Meschendorf mit 1, Deutsch-Kreuz mit 9, Draas mit 6, Hamruden mit 37, Katzendorf mit 2, Stein mit 13 und Meeburg mit 6. Folgende Kuratoren oder Ansprechpersonen sind in diesen Ortschaften gewählt worden: Otto Wagner (Reps), Andreas Walter Schwab (Streitfort), Kuno Schuller (Galt), Michael Faff (Deutsch-Tekes), Andreas Morgen (Schweischer), Gerhard Hietsch (Radeln), Helmut Wagner (Bodendorf),  Doina Scoica (Meschendorf), Dietmar Depner (Deutsch-Kreuz), Ella Kosa (Draas), Harald Bloos (Hamruden), Anna Markus (Katzendorf), Michael Konnerth (Stein), Wilhelm Roth (Meeburg).

C. Leblanger Diaspora

Die vier dazugehörigen Diasporagemeinden zählten am Jahresende insgesamt 122 Kirchenglieder. Pfarrerin Christiane Schöll aus Deutschland hat diese im Vorjahr seelsorgerisch betreut, doch leider wird sie in Kürze abreisen. Leblang umfasst 29 , Seiburg 53, Scharosch 12 und Deutsch-Weißkirch 28 Kirchenglieder. Als Kuratoren oder Ansprechpersonen wurden Martin Albricht in Seiburg, Wilhelm Bertleff in Scharosch und Walter Fernolend in Deutsch-Weißkirch gewählt. In Leblang stehen die kirchlichen Wahlen noch aus.

D. Fogarascher Diaspora

Die Fogarascher Diaspora wird von der eigenständigen Kirchengemeinde Fogarasch mit 288 Kirchengliedern, und den fünf Diasporagemeinden Schirkanyen (22), Bekokten (12), Seligstadt (6), Rohrbach (12), Felmern (12) gebildet. Betreut werden diese von Pfarrer Dr. Johannes Klein, der gemeinsam mit Kirchenmusikerin Christiane Neubert ein aktives kulturelles und musikalisches Gemeindeleben gestaltet. In Seligstadt wurde das Jugendbegegnungszentrum, in Bekokten eine Kinderakademie eingerichtet. Zum neuen Kurator von Fogarasch wurde Friedrich Brandstetter gewählt. In den Diasporagemeinden sind es Wiltrud Lukas (Schirkanyen), Georg Gärtner (Bekokten), Sofia Marinescu (Seligstadt), Daniel Ongyerth (Rohrbach), Katharina Anna Schuster (Felmern). Insgesamt umfassen diese sechs Ortschaften 352 evangelische Kirchenglieder.
 
E. Altreich

Zum Altreich gehören die Landeshauptstadt Bukarest als eigenständige Kirchengemeinde mit 970 Kirchengliedern und weitere sechs dazugehörende Diasporagemeinden,  die alle von dem Bukarester Stadtpfarrer, stellvertretenden Dechanten des Bezirkes und Bischofsvikar, Dr. Daniel Zikeli, sowie Pfarrer Andrei Pinte betreut werden. Die Diasporagemeinde Ploieşti zählt 27 evangelische Kirchenglieder A.B., Câmpina 9, Piteşti 10, Brăila 13, Konstanza 24 und Jassy 19. Als Kurator der Bukarester Kirchengemeinde wurde Gerhard von Hannenheim wiedergewählt. In Ploieşti ist es Adrian Trif, in Câmpina Dagmar Şerbănescu, in Piteşti sind es Rodica Sârbu und Bogdan Radian, in Brăila Claudia Stănescu und Nuţi Tătaru, in Konstanza Ana Simon und in Jassy Dr. Astrid Agache.
Als Diasporagemeinde mit einem Kirchenglied, gehört die Stadt Buhuşi direkt dem Kronstädter Kirchenbezik an.

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