„Eine unerwartete große Bereicherung“

Ottobrunner „Kontaktkreis Siebenbürgen/Transilvania e.V.“ zieht Bilanz

Montag, 02. Januar 2017

Einer der Höhepunkte in der Tätigkeit des Kontaktkreises Siebenbürgen war die 2014 erfolgte einwöchige Tournee in Siebenbürgen der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn e.V. Im Bild: Die deutschen Bläser bei ihrem erfolgreichen Auftritt in Zeiden.
Foto: ADZ

Sechseinhalb Jahre sind es bereits, seit in Ottobrunn auf Initiative der Altbürgermeisterin dieser Gemeinde im Münchner Umfeld, Prof. Dr. Sabine Kudera, der „Kontaktkreis Siebenbürgen/Transilvania e.V.“ gegründet wurde. Sie hatte 2004 ihre erste Rumänienreise unternommen angeregt von den damaligen Hilfsaktionen von Frau Waltraud Rudert für die Roma-Bevölkerung eines Dorfes im Kreis Kronstadt/Bra{ov. Außerdem wollte man das „weitgehend unbekannte Rumänien“ , ab 2007 Mitglied der Europäischen Union, näher kennenlernen. Der Kontaktkreis entwickelte sich zu einem Verein, der im Laufe dieser Jahre vielseitige Aktionen einleiten und durchführen konnte, angefangen von humanitären Hilfen für Privatpersonen bis zu Hilfs-Großtransporte für Kindergärten und Schulen, vor allem aus Wolkendorf/Vulcan und Zeiden/Codlea.

Hinzu kamen auch Initiativen im kulturellen Bereich wie öffentliche Vorträge, Foto-Ausstellungen, Jugendaustausch, Gruppenreisen in Rumänien, die Siebenbürgen-Tournee aus dem Jahre 2014 der bekannten Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn oder der ein Jahr später erfolgte Gegenbesuch der Zeidner siebenbürgisch-sächsischen Volkstanzgruppe nach Ottobrunn. Von großer Hilfe für den Verein waren, wie Frau Kudera in einem Überblick der Vereinstätigkeit (siehe www.kontaktkreis-siebenbuergen.de) vermerkt, die Zusammenarbeit mit „verlässlichen Kooperationspartnern“  in Siebenbürgen. Das sind die evangelischen Kirchengemeinden in Wolkendorf und Zeiden mit ihren jungen Pfarrern Uwe Seidner bzw. Andreas Hartig, der aus Wolkendorf stammende Hermann Kurmes, Eigentümer der Pension „Villa Hermani“ in Măgura, Hans Otto Kasper (ebenfalls aus Wolkendorf), die Saxonia-Stiftung in Rosenau/Râşnov und andere.

Frau Kudera erwähnt, dass nun in der Vereinstätigkeit „eine gewisse Zäsur“ eintreten werde. Das stehe in Zusammenhang damit, „dass die Bedingungen für unsere Aktivitäten sich in verschiedenen Bereichen verschoben haben und es mittlerweile individuelle Möglichkeiten gibt, zum Beispiel humanitäre Hilfe zu leisten, ohne dass es der Rechtsform eines eingetragenen Vereins bedarf.“ In Anbetracht der Tatsache, dass der amtierende Vereinsvorstand nun auch mitteilte, seine Arbeit zu beenden, ist nun, falls sich nicht Nachfolger für die drei Vorstandsämter finden, nicht auszuschließen, dass der Verein in der gegenwärtigen Form seine Tätigkeit einstellen werde.

Selbst diese Möglichkeit bedeutet aber nicht, dass ein endgültiger Schlusspunkt zu den Kontakten nach Rumänien gesetzt wird. Dr. Kudera versichert: „Wir werden aber Rumänien und insbesondere Siebenbürgen treu bleiben, denn wir haben dort Freunde gewonnen und eine neue, faszinierende Welt entdeckt – eine unerwartete große Bereicherung.“
Auch von siebenbürgischer Seite dürfte erwartet werden, dass außer dem selbstverständlichen Dank für die in diesen Jahren erfahrene Unterstützung und Zusammenarbeit in den verschiedensten Bereichen, der Wunsch besteht, die inzwischen entstandenen Freundschaften fortzuführen – sei es auf Vereinsebene oder auf direkter, persönlicher Ebene.

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