Eine vielseitige Rückschau

Ethnographiemuseum stellte die neuste Ausgabe seiner wissenschaftlichen Publikation vor

Donnerstag, 03. März 2016

Prof. Dr. Ioan Opriş und Dr. Alina Mandai bei der Vorstellung der Fach-publikation.
Foto: der Verfasser

Im öffentlichen Rahmen fand kürzlich die Vorstellung der neusten Ausgabe  der eigenen wissenschaftlichen Publikation des Kronstädter Ethnographiemuseums  statt. Die Historikerin Dr. Alina Mandai, Abteilungsleiterin,  machte eine kurze Einleitung und begrüßte die Gäste und Medienvertreter, sowie den Ethnologen Prof. Dr. Ioan Opriş, der sich dann eingehend den einzelnen Studien, die im Band enthalten sind, widmete und Einschätzungen machte. Als ehemaliger Direktor der Museen,  Direktor für nationales Kulturgut, Staatssekretär im Kulturministerium, ist er einer der besten und bekanntesten Fachleute im Bereich. Die aufliegende neuste Ausgabe der Zeitschrift „etno.brasov.ro“ (Nr. 7-8/2013-2016) umfasst zwei Ausgaben und bietet eine vielseitige Rückschau auf diese Jahre, auf die vom Museum und dem Forscherteam entfaltete Tätigkeit. Die Zusammenkunft fand im Museum der städtischen Wohnkultur von Kronstadt, Abteilung des Ethnographiemuseums statt.

Unterstrichen wurde dabei von den beiden Sprechern die Bedeutung dieser eigenen Publikationen. Die aufliegende fast 300 Seiten umfassende Ausgabe ist in sechs thematische Kapitel gegliedert. Im ersten wird auf die in dieser Zeitspanne organisierten Ausstellungen eingegangen. Das zweite Kapitel umfasst wissenschaftliche Studien im Bereich. Die nächsten bieten Rezensionen, Nachrufe, die Agenda des Museums aus diesen Jahren. Ein Kapitel ist den Museumsfreunden gewidmet. Besonders Lob sprach Dr. Ioan Opriş einem langjährigen Freund und Mitarbeiter des Ethnographiemuseums und den organisierten Ausstellungen aus, die jede einzelne eine Botschaft ausrichtet. Die hiesigen Ausstellungen, die zum Teil auch in anderen Städten gezeigt wurden, erfreuten sich dabei großer Anerkennung sowohl von Fachleuten als auch Laien. Besonders hervorgehoben wurden die Ausstellungen, die den Junii-Folkloregruppen aus der Oberen Vorstadt/Schei (Alina Mandai, Gabriela Chiru), dem Beginn der Fastenzeit in Siebenbürgen (Alina Mandai), der Gegenwart der rumänischen Dörfer - lebendige Schätze (Ligia Fulga), Teile und Schmuckstücke in der städtischen Kleidung Camelia Neagoe) u.a. gewidmet wurden.

Zu den veröffentlichten Studien zählt auch die von Rosemarie Chrestels, die eine Zusammenfassung sächsischer Ausdrücke aus Neustadt mit deren  Überführung ins Deutsche und Rumänische bietet. Dieses ausgehend auch von dem kürzlich im Kronstädter Museum vorgestellten zweiten Band der Serie „Die Siebenbürger Sachsen über sich selbst“, den Dr. Ioan Opriş in einer ausführlichen, sehr positiven Rezension im Inhalt dieser Ausgabe vorstellt. Dieser bezieht sich auf die Geschichte, Traditionen, Brauchtum, Leistungen der Sachsen in Neustadt, dieser Burzenländer Gemeinde. Er bezeichnet den Band als hervorragend durch den Inhalt, der 627 Illustrationen umfasst, durch die grafische Gestaltung, durch die Art der Dokumentation, die durch 34 Interviews mit gebürtigen Neustädtern erstellt wurde. Es ist der zweite Band der Serie. Der erste wurde den Ortschaften Deutschweißkirch und Meschendorf aus dem Repser Gebiet gewidmet.

Im vierten Teil der Zeitschrift werden Nachrufe auf bekannte Ethnologen veröffentlicht. Der erste wird zu Gheorghe Pavelescu (1915 – 2008) anlässlich dessen 100.Todestages dem Leser  geboten. Der nächste ist Ioan Godea (1943 - 2014) gewidmet, und schließlich Nicolae Purcărea (1923 – 2015), dem Sammler aus der Oberen Vorstadt von Kronstadt. Abschließend zu dem Band wird auf die Agende des Museum in den Jahren 2012/2016 hingewiesen, in der alle Projekte und die vom Museum unternommenen Kulturaktionen vorgestellt werden, sämtliche zeitweiligen Ausstellungen dieser Jahre, die wir zum Teil unseren Lesern bereits vorgestellt haben, die Teilnahme der Forscher des Kronstädter Museums an wissenschaftlichen Tagungen und Workshops, die von anderen Museen oder dem einheimischen organisiert worden sind. Bei der Teilnahme am Internationalen Kongress der Landwirtschaftsmuseen in Marseille (2014) präsentierte Dr. Ligia Fulga, Direktor des Kronstädter Museums, eine Studie über das traditionelle Brot-Backen in Rumänien. Die an der Zeitschrift des Kronstädter Ethnographiemuseums interessierten Fachleute oder Hobbyethnologen können diese an den Ständen des Museums erwerben.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*