Eine virtuelle Bibliothek über Temeswar und das Banat

Flipbooks und Flipalben sind der Trend in Sachen E-Publishing

Donnerstag, 22. Juni 2017

Das Banat per Flipbook entdecken und erkunden: Das ermöglicht seit etwa zwei Monaten das Internetportal www.banat-media.eu. Hier können interessierte Personen Fotoalben zu historischen Themen, Reisetagebücher, Artwork-Arbeiten, Kunstkataloge und viele andere Veröffentlichungen finden. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind im Flipbook- oder Flipalbum-Format und hängen in einer gewissen Weise mit dem Banat zusammen. „Ich fördere das Banat und natürlich auch Temeswar, weil es ein Teil von mir selbst ist“, sagt Emil Banciu, der Initiator des Portals. Aktuell können Internetnutzer kostenlos in etwa 30 digitalen Publikationen blättern.

Emil Banciu (60) stammt ursprünglich aus Temeswar und lebt seit 27 Jahren in Deutschland. Seit dem Jahr 2006 ist er der Gründer und Betreiber eines digitalen Verlags, eMedia. Das erste Projekt von Emil Banciu war das Informationsportal banat-media.eu, welches die Nutzer mit Neuigkeiten aus Temeswar belieferte. Anschließend wurde der digitale Verlag gegründet, dessen Hauptprodukt eine Ansichtskarte mit integrierter CD war. Die erste Präsentations-CD der Stadt Temeswar in sieben Sprachen mit Panoramabildern verschiedener Sehenswürdigkeiten aus Temeswar kam erstmalig auf den Markt – ein absolutes Novum damals in Sachen Marketing. Die Entwicklung der Technik führte allerdings dazu, dass CDs bald obsolet wurden. Eine neue Innovation musste her: die digitalen Formate Flipbook und Flipalbum.

Flipbooks und Flipalben sind eine Art E-Books, die beim Leser das Gefühl des virtuellen Durchblätterns wecken. Es handelt sich um eine zusätzliche Marketing-Möglichkeit für Magazine und Zeitschriften. „Man kann sie aber auch auf andere Produkte, wie Kataloge, Fotoalben, Reisetagebücher, Kochbücher  u. a. Veröffentlichungen, die viele Bilder enthalten, ausweiten. Es ist eine deutlich billigere Veröffentlichungsvariante als das Print-Format, die sich fürs Marketing eignet. „In den Social Media wird das Einzelbild viel verwendet, welches schnell verschwindet. Im Flipbook/Flipalbum bleiben die Bilder zusammen mit dem Inhalt bestehen. Dieses Buch kann man in einer virtuellen Bibliothek aufbewahren oder auf ein Portal hochladen, wo jeder Zugang dazu haben kann, kostenlos oder kostenpflichtig“, sagt Emil Banciu. Diese Alben können bei Bedarf auch gedruckt werden. Der digitale eMedia-Verlag richtet sich gerade an jene Autoren, die ihre Werke mit minimalen Kosten zuerst im digitalen Format und in kleinen Mengen (bis zu zehn Exemplaren) gedruckt sehen möchten. „Der große Vorteil ist, dass der Autor auf diese Art und Weise den Markt erforschen kann, bevor er Hunderte von Exemplaren druckt“, sagt Emil Banciu.

Emil Banciu plant, Werbung für Temeswar, die Europäische Kulturhauptstadt 2021, zu machen, indem er eine virtuelle Bibliothek aufstellt „mit allem, was man an Kultur, Kunst und Geschichte in der Stadt findet“, sagt er. Damit wendet er sich an alle Temeswarer und Banater aus dem In- und Ausland, aber auch an all jene, die daran interessiert sind, das lokale Kulturerbe zu bewahren. Für Touristen, die die Stadt Temeswar noch vor ihrem Besuch kennenlernen wollen, werden die Flipbooks/Flipalben ganz gewiss auch nützlich sein. Internetnutzer können verschiedene Flipbooks zu Banater Themen auf dem Portal „Banat-Media“ finden.

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