Eine Wanderung entlang des Hauptkammes des Perşani-Gebirges (IV)

Sonntag, 05. Oktober 2014

Unser Wanderweg startet vom unlängst sanierten Weißen Brunnen. Foto: Ralf Sudrigian

IV. Etappe
Rastplatz Weißer Brunnen / Fântâna Albă auf DN 13 (620 m) – „Dealu Alb”-Gipfel (862 m) –„Piscul Înalt“- Gipfel (941 m) – Silvaş-Tal – Remetea-Tal – Ortschaft Geist/Apaţa (475 m)

Markierung: Weißer Brunnen – Remetea-Tal = blaues Kreuz; Remetea-Tal – Geist = unmarkiert
Höhenunterschied: 462 m.
Dauer: 5 ½ Stunden.

Zum Rastplatz Weißer Brunnen, mit eingefasster Quelle, gelangt man von Kronstadt mit den Kleinbussen, welche vom Busbahnhof 1 (unmittelbar neben dem Hauptbahnhof) nach Neumarkt/Târgu Mureş fahren. Man verlässt den Bus zwischen der Ortschaft Nussbach/Măieruş und dem Gebirgspass Bogata, an einem Punkt, der etwa 8 km von Nussbach entfernt ist. Man befindet sich hier im Geisterwald/Pădurea Bogăţii. Es handelt sich landschaftlich um ein Schutzgebiet von nationalem Interesse.

Etwa 200 m vom Weißen Brunnen, in Richtung des Gebirgspasses, weist die auf dem Straßengeländer angebrachte Markierung nach rechts, wo man den breiten Fahrweg verlässt. Man gelangt bald an eine Weggabelung, wo man die linksliegende Variante wählt und dort auf einen alten Forstweg stößt. Auch diesen Forstweg verlässt man nach einiger Zeit in Richtung Nordosten; es gibt hier keinen Pfad, man halte sich daher rigoros an die Markierung. Nach einiger Zeit erreicht man einen weiteren Forstweg. Hier biegt der Wanderweg nach rechts und verlässt den Wald. Das Gelände steigt in einer trockenen Talrinne und bald ist der Gipfel „Dealu Alb“ überschritten. Vom Startpunkt aus bis an diese Stelle dauert die Wanderung etwa 1 Stunde.

Der Wanderweg folgt im weiteren Verlauf dem Gebirgskamm in Richtung Nordosten, zunächst auf einem Forstweg, der sich in einen Fußweg verwandelt. Bald wendet sich der Wanderweg nach links. Der Abstieg durch eine Lichtung ist ziemlich steil. Der Wanderweg orientiert sich jetzt nach Norden und mündet in einen gänzlich von Vegetation überwucherten Fahrweg. Unter den am Weg wachsenden Sträuchern befindet sich eine endemische Brombeerenart (Rubus Persanimontis). Bald erreicht der Wanderer eine große, mit einzelnen Bäumen bestandene Lichtung. Der Abstieg erfolgt in Richtung Norden, über eine Wiese mit hohem Gras. Nach etwa einer halben Stunde Wanderung vom Gipfel „Dealu Alb“ gelangt man in einen Sattel (730 m Höhe). Bei schlechtem Wetter kann man hier Unterschlupf auf einem Beobachtungsposten für Jäger finden. Dieser ist eine viertel Stunde weit in nordöstlicher Richtung (unmarkiert). Nun überquert man einen Weg. Ohne einen Pfad gelangt man bald danach auf eine kleine Wiese. Auf dieser steigt man in Richtung Norden durch dichtes Gestrüpp.

Man stößt nun wieder auf die Markierung, die hier auf einer Buche auf einem Nebenweg angebracht wurde. Bald versperren wild gewachsene Jungbuchen den Weg und zwingen den Wanderer nach links auszuweichen. Man erreicht nun einen alten Weg, welcher zunehmend schmaler wird. Dieser schmale Weg, der in Richtung Nordosten führt, ist größtenteils durch wild wachsende Vegetation verstellt. Man erreicht einen Bergrücken, welchem man, sich nach links wendend, weiter folgt. Der junge Buchenwald macht dem Wanderer viel zu schaffen, doch bald wird der Weg breiter und übersichtlicher; er führt auf eine bewaldete ebene Fläche. Man wendet sich nun nach Nordwesten. Langsam wird der Pfad dann aber breiter und führt unmittelbar zum Gipfel „Piscul Înalt“.

Der Gipfel ist durch einen TP-Pfeiler aus Beton gekennzeichnet; der Wanderweg umgeht diesen auf der rechten Seite. Er führt jetzt abwärts und wird zunehmend breiter. Nach der Umgehung einer Anhöhe gelangt man bald an den Waldrand. Hier öffnet sich dem Wanderer eine ziemlich große Wiese, durch welche man ständig bis in einen Sattel auf 740 m absteigt.

Der Weg führt jetzt, ständig in Richtung Nordosten steigend, am Waldrand entlang. Man kommt an einem alten Unterbau vorbei und geht am nördlichen Rand der Wiese unter der Hochspannungsleitung durch. Der Wanderweg durch die große Waldwiese hat 1 Stunde gedauert. Der breite Weg umgeht eine kleine Anhöhe auf der linken Seite und man erreicht einen bewaldeten Sattel. Der Wanderweg führt über einen Nebenkamm in nordöstlicher Richtung. Bald erreicht man das Quellgebiet des Baches Silva{. Etwa eine ¼ Stunde lang führt der Abstiegsweg entlang der rechten Seite des Silvaş-Tales, danach direkt am Wasser entlang bis zum Zusammenfluss mit dem Bach Remetea. Man erreicht den Forstweg im Remetea-Tal nach etwa 4 Stunden pausenloser Wanderung vom Ausgangspunkt.

Nach etwa 6 km auf dem Forstweg erreicht man die Asphaltstraße DJ 131B, die wir in Richtung rechts begehen. Bevor man die Ortschaft erreicht, erblickt man rechts die Ruinen der bekannten Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, die zur Zeit der Tataren-Anstürme eine wichtige Schutzfunktion erfüllte.
Von Geist gelangt man mit dem Zug oder mit den Regionalbussen nach Kronstadt.

Übersetzung: Prof. Dr.-Ing.  Uwe Grün

 (Fortsetzung folgt)

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