Eine Wanderung entlang des Hauptkammes des Perşani-Gebirges

Sonntag, 14. September 2014

Das Perşani-Gebirge (Zentral- und Südteil) Foto: Aus „Munţii Perşani, Verlag Sport-Turism, Bukarest, 1980

Das Perşani-Gebirge (Zentral- und Südteil)

Das Perşani-Gebirge erstreckt sich westlich vom Burzenland in Form einer fast 70 km langen Gebirgskette mit Richtung von Süden nach Norden. Es nimmt eine Gesamtfläche von 1000 qkm ein und stellt eine Verbindung zwischen der Kette der Südkarpaten und jener der Ostkarpaten dar. Die höchsten Gipfel dieser Gebirgskette liegen etwas über 1000 m ü. d. Meeresspiegel und sind daher fast gänzlich bewaldet (Albotă, M. ş.a. – Munţii Perşani / Das Perşani-Gebirge, ed. Sport-Turism, Bucureşti, 1980).

Diese Gebirgskette kann man in vier Kleineinheiten unterteilen: das Vargyas / Vârghiş-Gebirge, das Alt / Olt Defilee, den Geisterwald / mun]ii Bogatei und die Poiana-Mărului-Berge (Oancea, D. ş.a. – Geografia României / Geographie von Rumänien, vol. III, ed. Academiei Republicii Socialiste România, Bucureşti, 1987).

I. Etappe

Ortschaft Zeiden/Codlea (565 m) – Zeidner-Berg-Gipfel /Măgura Codlei (1292 m) – Cârligului-Berg – Ortschaft Dumbrăviţa (520 m)

Markierung: Zeiden – Zeidner-Berg-Gipfel = rotes Dreieck;
                           Zeidner-Berg-Gipfel – Dumbrăviţa = blaues Kreuz.
Höhenunterschied: 770 m.
Dauer: 5 ¼ Stunden.

Schon seit alten Zeiten spielte der Zeidner Berg, durch seine strategische Stellung zur Ebene des Burzenlandes, eine bedeutsame geschichtliche Rolle. Die Ortschaft Zeiden lag an dem nach Westen orientierten, aus dem Burzenland kommenden Ausfahrtweg. Im 13. Jahrhundert wurde an der nach Südwesten orientierten Gebirgskante des Zeidner Berges, bei rund 980 m Höhe, die Schwarzburg gebaut. Es handelte sich dabei um eine sehr bescheidene Burg mit einem „starken Bering, Torbau und Schildmauer“ (Wachner, H. – Kronstädter Heimat- und Wanderbuch, Buchhandlung Wilh. Hiemesch, Kronstadt, 1934).

Im Jahre 1345 wurde die Burg bei einem Tatareneinfall eingenommen und zerstört und dann nicht wieder aufgebaut.

Die Besteigung des Zeidner Berges beginnt in der Ortschaft Zeiden. Ausgangspunkt ist der Platz vor der evangelischen Kirche. Durch die Măgurii-Straße geht es von hier in Richtung Zeidner Berg. Anfangs sind drei touristische Markierungen sichtbar: rotes, blaues und gelbes Dreieck. Man folgt weiter den Straßen Şoimului und Vulturului. Im weiteren Verlauf wendet man sich nach links und kommt nun zu den letzten Häusern von Zeiden. Der Weg führt als breiter Fahrweg durch lichten Föhrenwald.

Langsam wendet sich nun der Wanderweg nach rechts auf einen breiten Forstweg. Dann wendet er sich in einer Schleife nach links bis zu einem kleinen Sattel. Bei normaler Schrittlänge braucht man bis zu dieser Stelle etwa eine Stunde.

Der breite Forstweg führt nun langsam ansteigend durch einen lichten Eichenwald. Bald verzweigt sich der Weg: man folgt dem linken Zweig auf einer breiten, durch den Wald laufenden Allee. Nach etwa 300 m verlässt man den breiten Weg. Es beginnt der Anstieg auf den Zeidner Berg, über einen durch dichten Buchenwald führenden Serpentinenweg. Nach etwa einer drei Viertel Stunde gelangt man zu einer kleinen Lichtung unter dem Gipfel des Zeidner Berges. Hier erreicht man den höchsten Gipfel des Per{şni-Gebirges: 1292 m. Die gesamte Dauer der Wanderung von Zeiden aus beträgt etwa 2 ½ Stunden.

Nun beginnt der Abstieg. Der Weg ist mit einem blauen Kreuz markiert und führt anfangs in nördliche Richtung. In der Nähe wurden die Fundamente einer alten Befestigung gefunden, die Rote Burg / Cetatea Roşie, die mit großer Wahrscheinlichkeit noch aus der Zeit der dakischen Herrschaft stammen (http://www.artaintramuros.ro/desprenoi.html). Bald erreicht man eine Lichtung mit Felsen (Mittagstein / Piatra de la Amiază). Nach etwa einer halben Stunde verlässt man den Kamm nach links. Der Weg führt vorbei an gefällten Bäumen und wird nun etwas steiler. Nach einer weiteren halben Stunde wird der Weg breiter und weniger steil. Er führt an einer Quelle vorbei und mündet bald in einen Forstweg.

Bald kommt man an einer schmucken Waldwiese mit einigen Holzbauten vorbei. Es folgt ein aufgelassener Steinbruch, auf dessen Zufahrtsweg wir weiter absteigen. An den aufgelassenen „Avicola“-Gebäuden vorbei, gelangt man in Kürze zur Nationalstraße DN l zwischen den Ortschaften Vlădeni und Zeiden. Überquert man hier die Straße, stößt man auf der Gegenseite auf die Wegmarkierung, die auf einem Betonmast angebracht wurde. Man folgt in Richtung Norden einem Weg über eine Wiese bis zum Waldrand. Dieser Weg verläuft am südlichen Abhang des Berges „Dealul Frumos“.

Jetzt wendet sich der Weg nach Osten. Man folgt diesem etwa 10 Minuten lang und wendet sich dann nach links. Durch einen lichten Laubwald geht es in Richtung Norden. Man verlässt bald den Wald und orientiert sich nun im Abstieg an den Bahngleisen. Man wandert hier am Nordhang des Cârligului-Berges. In Kürze erreicht man die Bahnhaltestelle Dumbrăviţa Bârsei. Durch die markierte Bahnstraße gelangt man in die Ortschaft Dumbrăviţa.

(Fortsetzung folgt)

Übersetzung: Uwe Grün

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