Einge hundert Sozialwohnungen

Reschitzaer Stadtrat kommt Bedürftigen entgegen, wenn sie in einem Arbeitsverhältnis stehen

Donnerstag, 19. April 2018

Reschitza – Einige hundert Sozialwohnungen für sozial Benachteiligte will Reschitza in den kommenden Jahren bauen lassen. Es handelt sich um Bürger, die in „marginalisierten“ urbanen Zonen leben. Sie sollen einer akribischen Prüfung unterzogen werden, damit die Autoritäten mit möglichst hoher Sicherheit behaupten können, den Richtigen unter die Arme zu greifen. Und das sind in den Augen der Stadtväter diejenigen, die einer sozial nützlichen Arbeit nachgehen – und nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind.

„Die Finanzierung haben wir aufgrund einer Ausschreibung des GAL – der Gruppe für Soziale Aktion, der wir angehören – für uns entschieden“, sagte Bürgermeister Ioan Popa den Medien, „und das will heißen, dass wir acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt bekommen. Es handelt sich um eine Strategie der sozialen Inklusion, wobei von der Gesamtfinanzierung die Hälfte für Infrastrukturmaßnahmen verwendet werden darf. Deshalb haben wir uns für den Bau von Sozialwohnungen entschieden. Es gibt in Reschitza sogenannte „Säckel konzentrierter Armut“ in manchen Wohngegenden, und die wollen wir auflösen, indem wir den arbeitenden Mitbürgern anständige Wohnbedingungen bieten und ihnen unter die Arme greifen, um wenigstens ihre Kinder an etwas Besseres zu gewöhnen. Mit dem uns zur Verfügung stehenden Geld können wir 200 bis 300 Sozialwohnungen bauen, also ebenso vielen Familien, beispielsweise aus den schäbigen Wohnblocks beim Industriestandort Mociur, unter die Arme greifen. Dort leben in zwei Wohnblocks 450 Personen, mehr als 150 Familien, unter miserablen Bedingungen. Wenn die Eheleute arbeiten und ihre Kinder zur Schule schicken, dann sind das meine Kandidaten für eine neue Sozialwohnung.“

Die Finanzierung erlaubt es und die Strategie des Rathauses inkludiert die Möglichkeit, dass die neuen Sozialwohnungen unter günstigen Bedingungen von den neuen Mietern gekauft werden können. „Mir geht es auch darum, diese Leute zu ermutigen, sich auf die Dauer anstellen zu lassen“, sagte Bürgermeister Popa. „Es ist eine Form der Hilfe zur Selbsthilfe. Ich möchte, dass die Leute ermutigt werde, sich einen Arbeitsplatz von Dauer zu suchen, was die beste Hilfe zur Selbsthilfe ist. Und nicht zuletzt bin ich entschieden dafür, ihnen die Wohnungen, die wir ihnen anfangs als Sozialwohnungen bieten, unter möglichst günstigen Bedingungen zum Kauf anzubieten, sagen wir mal in Ratenzahlungen über zehn-fünfzehn Jahre. Sobald der Mensch weiß, das ist mein Haus, beginnt er auch, besser drauf aufzupassen, fühlt sich als Besitzer und hält es anders instand. Das schafft Verantwortlichkeit.“

Andrerseits verkündete Bürgermeister Ioan Popa, dass es dem Rathaus jüngst gelungen sei, einige Einzimmerwohnungen zu kaufen sowie ein paar Appartements, die renoviert und als Sozialwohnungen genutzt werden. Zudem: die Stadt möchte mit diesen jüngst angekauften Wohnräumen auch ihren Fundus an Dienstwohnungen aufbessern, ein Bereich, der wichtig ist für die wiederholt angekündigte Absicht, mehr Fachleute im Rathaus zu beschäftigen. Popa. „Ich bin nicht von meiner Überzeugung abgerückt, dass das Rathaus mehr Fachleute, Spezialisten, braucht, und weniger routinierte Beamte oder Stadtpolizisten, denen physische Anstrengungen ärztlich verboten sind.“

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