Einstimmen auf die Osterfeiertage

Buntes vom Osterbasar im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums

Dienstag, 22. März 2016

Osterbasar im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums
Foto: Eveline Cioflec

Hermannstadt – Wie jedes Jahr war der Osterbasar im Spiegelsaal und den angrenzenden Räumen des Hermannstädter Forums letzten Samstag reich im Angebot an Handarbeiten zur Osterdekoration: Tischläufern und Kerzen, Kränzchen und Türbehang, bunten Eiern und Häschen aller Art. Aber auch Praktisches blieb nicht aus: Topflappen, Fäustlinge, Tragetaschen, bemalte Sortierkästchen, Seife und vieles mehr.

Organisiert wurde der Basar vom Hermannstädter Frauenkreis, Mitglied der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Die etwa 40 Frauen der drei Handarbeitskreise treffen sich wöchentlich und stellen aus gespendeten oder eigens hierfür eingekauften Materialien Patchwork, Quiltarbeiten, Gehäkeltes, Gestricktes und Genähtes her. An drei großen Tischen boten sie am Samstag einen Teil ihrer kunstvollen Erzeugnisse an. Von den Einnahmen werden, wie auch zu Weihnachten, Geschenkpakete für Senioren zusammengestellt –bereits zum 50. Mal, so Prof. Ilse Philippi, Leiterin eines der drei Handarbeitskreise. Es seien im Großen und Ganzen Pakete von Senioren an Senioren. Eine der Helferinnen, die beim Austeilen der Pakete an die jeweiligen Adressen der etwa 200 Beschenkten in ganz Hermannstadt mitmacht, hat dieses Jahr den ehrwürdigen 89. Geburtstag gefeiert.

Am Basar beteiligten sich auch, wie jedes Jahr, die Frauenkreise aus Heltau/Cisnădie und Neppendorf/Turnişor, unter anderem mit traditionellen Stickereien. Entzückend waren die einfallsreich gestalteten Geschenkverpackungen aus Stoff in Häschengestalt, sowie die auf Altholz gemalten Ostergrüße als Wand- oder Türschmuck. Auch der Frauenverein aus Hermannstadt/Sibiu, der das einzige Frauenhaus im Kreis Hermannstadt führt und somit einen Zufluchtsort für Opfer häuslicher Gewalt bietet, war vertreten und bot von den Frauen und Kindern des Hauses angefertigte Handarbeiten wie Strickpullover, Socken und Spielzeug an. Kinder aus dem „Offenen Haus“ – ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt für Straßenkinder – brachten bunte Eier, Papierkörbchen und selbstgemalte Bildchen mit. Wie von Meisterhand geschaffen überzeugten auch die selbstgegossenen Kerzen aus der Werkstätte für Menschen mit Behinderung des Diakoniewerks International Hermannstadt.

Die farbenfroh verzierten Honigkekse in Form von Osterhasen waren sehr bald ausverkauft. Dennoch war der Basar nicht allzu gut besucht. „Viel schlechter als sonst. Die orthodoxen Ostern sind erst in sechs Wochen und so bleibt ein großer Teil des Publikums in diesem Jahr aus“, erörterte Biologieprofessorin Marga Grau, Mitglied des Frauenkreises und bekannt insbesondere durch den im Hora-Verlag bereits in zwei Auflagen erschienenen zweisprachigen „Pflanzenführer für Siebenbürgen“ (auf Deutsch und Rumänisch). Die Teekräuter in Stoffsäckchen schien sie allerdings gut vermarktet zu haben, es gab gegen Schließzeit nur noch drei zur Auswahl.

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