Elisabethstadt feiert Octavian Smigelschi

Marmortafel, Ausstellung und Konzert in mehrsprachiger Kleinstadt

Freitag, 16. November 2018

Von Octavian Smigelschi stammt dieses Schwarz-weiß-Foto mit dem Porträt einer jungen Trachtenträgerin.

Hermannstadt - In Kooperation mit dem Brukenthalmuseum Hermannstadt/Sibiu laden das Bürgermeisteramt und das Timotei-Popovici-Gymnasium von Elisabethstadt/Dumbrăveni im Kreis Hermannstadt zu drei Feierlichkeiten ein, die am Samstag, dem 17. November, stattfinden und der Erinnerung an den in Elisabethstadt geborenen Maler von internationaler Bedeutung Octavian Smigelschi (1866-1912) gewidmet sind.

Der Auftakt des kulturellen Programms geschieht um 15 Uhr durch die festliche Enthüllung einer in Marmor gemeißelten und vor dem erwähnten Gymnasium angebrachten Ehrenplakette zum Andenken an Octavian Smigelschi, wonach um 15.30 Uhr in der lokalen armenisch-katholischen Sankt-Elisabeth-Kirche eine bis Jahresende 2018 zu besichtigende Ausstellung mit Werken desselben bildenden Künstlers eröffnet wird. Abschließend findet um 18 Uhr im Kulturhaus unter dem Titel „Tinereţe“ (Jugend) ein Konzert mit rumänisch-patriotischer Volksmusik statt, das die in der einschlägigen Szene bekannte Künstlerin Oana Bozga Pintea und Mitglieder der Hermannstädter Folklore-Formation „Cindrelul Junii Sibiului“ gemeinsam und bei freiem Eintritt bestreiten.

Die Durchführung der Veranstaltungen gewährleistet der nach Octavian Smigelschi benannte Kulturverein unter der Leitung von Kurator Dr. Alexandru Chituţă, Beauftragter für Presse, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit des Brukenthalmuseums Hermannstadt. Octavian Smigelschi, der von 1892 bis 1911 in Elisabethstadt als Zeichenlehrer gewirkt und zahlreiche Studienreisen nach Wien, München, Dresden, Berlin, Venedig, Florenz, Rom und Ravenna (Italien) unternommen hatte, gilt als einer der vielseitigsten Maler seiner Zeit. Den Schwerpunkt seines künstlerischen Nachlasses bilden Wandmalereien christlich-religiöser Inhalte. Octavian Smigelschi wuchs im vielsprachigen Hermannstadt des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf und hat als Autor der Innenausmalung der orthodoxen Metropolitankathedrale der Kreishauptstadt am Zibin ethnisch- und konfessionsübergreifende Bekanntheit erlangt.

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