Emil-Cioran-Tage

Ausstellungen, Rundtischgespräche und ein Programm für Jugendliche

Montag, 09. November 2015

Răzvan Pop, Ovidiu Sitterli, Marcel Luca und Bucur Bogdan (v.l.n.r.) anlässlich der Pressekonferenz am Freitag.
Foto: Vlad Popa

Hermannstadt – Zur ersten Auflage der Emil-Cioran-Tage lädt der Hermannstädter Kreisrat in Zusammenarbeit mit dem Rumänischen Kulturministerium, der Kreisdirektion für Kultur, dem Rathaus in Răşinari, der Präfektur des Kreises Hermannstadt sowie anderen zehn Partnern vom 13. zum 15. November ein. Anlässlich des 20. Todestages des bedeutenden rumänischen Philosophen haben die Organisatoren insgesamt vierzehn Kulturveranstaltungen geplant.

Zu diesem Anlass hat der Kreisrat auch den Druck einer zusätzlichen Auflage des Bandes „Emil Cioran – Werke“ (Emil Cioran Opere) geplant, herausgegeben von der Nationalen Stiftung für Wissenschaft und Kunst. Das Werk wurde im Rahmen der Sammlung „Grundlegende Werke“ (Opere Fundamentale) veröffentlicht und umfasst zwei Bände mit rund 3.600 Seiten.

„Es ist uns eine Freude und eine Ehre, Mitveranstalter dieser bedeutenden Kulturveranstaltung zu sein, die zur Dauerveranstaltung werden soll. Emil Cioran ist ein Hermannstädter und ein Rumäne, der nicht in Vergessenheit geraten darf und wir haben uns vorgenommen, vor allem für die junge Generation ein reichhaltiges Programm zu bieten. Der Eintritt zu Veranstaltungen ist frei, wir erwarten ein möglichst zahlreiches Publikum“, so Ioan Cindrea in einer Pressemitteilung.

„Das Konzept der Veranstaltung ist sehr einfach: wir möchten die relevanten Momente und Orte im Leben des Emil Cioran hervorheben. Wir beginnen dabei mit den beiden Schulen, wo Emil Cioran gelernt hat, und zwar der Octavian-Goga-Schule in Răşinari und der Gheorghe-Lazăr-Schule in Hermannstadt, wo Gedenkplatten enthüllt werden und die Klassenbücher, Schulbücher und andere Manuskripte der Schuljahre gezeigt werden, als Emil Cioran selber in den vorgenannten Schulen gelernt hat“, so Răzvan Pop, der Direktor der Kreisdirektion für Kultur anlässlich der Pressekonferenz von vergangenem Freitag, an welcher sich ebenfalls Marcel Luca, der Vizevorsitzende des Hermannstädter Kreisrates, Ovidiu Ioan Sitterli, der Präfekt des Kreises und Bucur Bogdan, der Bürgermeister der Gemeinde Răşinari beteiligten.

Das Programm umfasst zusätzlich die Ausstellung zahlreicher Manuskripte in der ASTRA-Bibliothek, die Ausstrahlung des Dokumentarfilms „Apokalypse nach Cioran“ in den Räumen des ASTRA-Film sowie Rundtischgespräche für Wissenschaftler aus dem In- und Ausland.

Weil sich die Veranstaltung vor allem an Jugendliche wendet, haben die Veranstalter auch die Facebook-Seite www.facebook.com/ZileleEmilCioran vorbereitet, wo alle wichtigen Informationen zusammengetragen werden.
Die Gesamtkosten im Wert von rund 100.000 Lei tragen der Hermannstädter Kreisrat (55.000 Lei), das Rumänische Kulturministerium (14.000 Lei) sowie die Lucian-Blaga-Universität (10.500 Lei).

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 10.11 2015, 10:46
in der Stadt gibt es sowieso schon ein Überangebot an kulturellen Veranstaltungen, warum macht man die Ausstellung und Filmvorführung nicht in Rasinari. Schulklassen verschiedener Lyzeen können dann dorthin einen Ausflug machen und den Leuten aus dem Dorf würde es auch nicht schaden, einmal mit ein bisschen Anspruchsvollerem konfrontiert zu werden.

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