Enduro-Fahrer spenden für Lebensretter

Mittwoch, 12. Juli 2017

Hermannstadt – Genau 26.675 Lei kamen der Stiftung Baby Care durch das Projekt „Enduro für Romania“ im vergangenen Jahr durch den Verkauf von gebrauchter Enduro-Ausrüstung zugute. Durch die Organisation werden in der Geburtenklinik des Hermannstädter Kreiskrankenhauses jährlich rund 2700 Säuglinge auf angeborene Herzfehler untersucht. In diesem Jahr soll das Projekt noch erfolgreicher fortgesetzt werden. Seit 14 Jahren finden die „Red Bull Romaniacs“ in und um Hermannstadt/Sibiu statt, ab dem 25. Juli sitzen die Fahrer wieder auf ihren Maschinen. „Einen großen Teil des Erfolgs verdankt das Rennen, das sich inzwischen zum bekanntesten Hard-Enduro-Rennen der Welt entwickelt hat, der Hermannstädter Gemeinschaft, der stetigen Unterstützung seitens der Stadtverwaltung und der Bürger“, sagt Sigrid Freinademetz.

Auch in diesem Jahr sammeln die Organisatoren wieder gebrauchte Ausrüstung der Fahrer, um sie weiter zu verkaufen. Die Frühgeborenenstation behandelt jährlich rund 400 Säuglinge mit einem Gewicht unter 2500 Gramm in insgesamt 25 Inkubatoren. „Leider wurden in den vergangenen vier Jahren nur 10 der 25 alten Inkubatoren ersetzt, die meisten kamen als Spende direkt nach 1989 aus Deutschland und den Niederlanden“, so die Organisatoren der Romaniacs. „Mit unserem Projekt möchten wir gerne alle alten Inkubatoren durch neue ersetzen.“ Die Kosten für einen Standard-Inkubator liegen bei rund 27.000 Lei. In der Nutzungszeit von 10 bis 15 Jahren können mit einem Gerät 200 bis 250 Kinder behandelt werden. Neben „Baby Care“ soll in diesem Jahr auch der Hermannstädter Rettungsdienst unterstützt werden. Zu Beginn dieses Jahres bekam der Rettungsdienst ein erstes LUCAS-Gerät zur Reanimation, das erste dieser Art im Kreis. Es liefert eine Qualität der Herzdruckmassage, wie sie ein Mensch nicht leisten kann. 30 Mal den Brustkorb etwa fünf Zentimeter tief drücken, danach zweimal beatmen und wieder 30 Mal drücken in einer Frequenz von 100 Stößen pro Minute, das alles über längere Zeit. Die Kosten für ein Gerät belaufen sich auf rund 10.000 Euro. Die Ausrüstungsgegenstände der Teilnehmer werden an allen fünf Tagen der Rallye gesammelt.

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