Energie- und Bankaktien beflügelten den Handel an der Bukarester Börse

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 09. Dezember 2014

Die um den Nationalfeiertag (1. Dezember) verkürzte Handelswoche begann mit leichten Kursrückgängen. Der Energiewerte-Index musste zu Beginn der Woche Federn lassen, um bis zum Wochenende dann wieder kräftig aufzuholen. Auf Wochensicht lag das Plus für den BET-NG bei 1,36 Prozent und er schloss die Woche jenseits der 700 Punkte bei 707,68 Punkten. Diese Entwicklung war vor allem den Schwergewichten Nuclearelectrica (SNN, 8,16 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8), Transelectrica (TEL, 29,97 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) und Transgaz (TGN, 263 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) zu verdanken. Sie legten auf Wochensicht zwischen 3,3 (Nuclearelectrica) und 4,5 Prozent (Transgaz) zu. Letztere profitieren von den jüngsten Entwicklungen um die Erdgaspipeline Southstream, denn der Bau derselben hätte das Erdgas-Transportunternehmen jährlich 14 Prozent des Umsatz gekostet. So darf Transgaz wieder auf ein erhöhtes Transportvolumen hoffen. Anleger sehen hohe Gewinne in der Zukunft.

Die Entwicklung der Indizes wurde in der vergangenen Woche maßgeblich vom Fonds Proprietatea (FP, 0,908 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) beeinflusst. In der vergangenen Woche endete das Angebot für den Aktienrückkauf, das sich großer Nachfrage erfreut hat. Das in der ersten Wochenhälfte noch zu erwartende Angebotsende belastete die FP-Aktien, was sich auf die Indizes niederschlug. Dennoch war FP der am meisten gehandelte Emittent. Auch nach Ablauf der Zeichnungsfrist waren FP-Aktien für den Großteil des Handelsvolumens verantwortlich. Am Ende wurde der Aktienkurs durch den Abschluss des Rückkaufs stärker belastet, auf Wochensicht verloren die Papiere 2,05 Prozent.

Was bleibt ist aber eine Woche, in der die Hauptindizes der Bukarester Wertpapierbörse BVB durchaus freundlich schlossen. Der Marktindex BET legte 1,25 Prozent zu und konnte so seine Position jenseits der 7000-Punkte-Marke festigen. Der Finanzwerte-Index profitierte von den satten Zuwächsen der gelisteten Investmentgesellschaften SIF, die über die Woche zwischen 2,5 Prozent (SIF1, 1,303 Lei, ISIN ROSIFAACNOR2) und sechs Prozent (SIF3, 0,2695 Lei, ISIN ROSIFCACNOR8) zulegten. Der BET-FI-Index stieg um 2,11 Prozent und testet somit wieder die 32.000-Punkte-Marke an. Der ROTX-Index wiederum profitierte von den Energie-Aktien sowie von den Bank-Aktien. Mit seinem Wochenplus von 7,96 Prozent gehören die BRD-Aktien (BRD, 8,81 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) zu den Wochengewinnern. Auch die Erste Bank (EBS, 95,65 Lei, ISIN AT0000652011) konnte wieder zulegen (plus 0,2 Prozent) und nähert sich der 100-Lei-Marke.

Die steigende Marktkapitalisierung unterstreicht die Tatsache, dass Aktien generell in einem Aufwärtstrend liegen. Der Markt schloss am Freitag mit einem Gesamtwert von umgerechnet 30,24 Milliarden Euro. Auch der durchschnittliche Tagesumsatz konnte sich sehen lassen. Durch den Aktienrückkauf durch FP wurden am vergangenen Dienstag 200 Mio. Euro mit Aktien umgesetzt. So stieg der durchschnittliche Umsatz auf umgerechnet 57,28 Mio. Euro an.

Rasdaq

Ähnlich wie dem Hauptmarkt – zumindest umsatzmäßig – erging es dem Sekundärmarkt Rasdaq. Durch Sonderdeals wurde der Durchschnittsumsatz auf umgerechnet 0,18 Millionen Euro hochgepuscht. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche am Rasdaq-Markt 0,75 Millionen Euro mit Aktien umgesetzt. Am vergangenen Donnerstag war es ein öffentliches Übernahmeangebot für den Druckereibetrieb Polsib (POLS, 42,5 Lei, ISIN ROPOLSACNOR6), das für 92,3 Prozent des Tagesumsatzes verantwortlich war. Am Tag darauf gingen 66 Prozent des Tagesumsatzes auf das Konto eines Sonderdeals mit den Aktien des Immobilienentwicklers Imotrust Arad (ARCV, 0,0199 Lei, ISIN ROARCVACNOR4). Der etwas regere, wenngleich nicht reguläre Handel verhalf dem Hauptindex Rasdaq-C zu einem Kurssprung von 3,6 Prozent auf 1401,46 Punkten.

Devisen

Der Leu musste wieder Federn lassen und schloss die vergangene Woche mit Verlusten sowohl zum Euro als auch zum US-Dollar. Der Euro verteuerte sich um 0,15 Prozent auf einen Stand von 4,4315 Lei. Damit hatte der Euro über die kürzere Handelswoche 0,007 Lei verloren. Der US-Dollar setzte seine jüngste Aufwertung fort und legte 0,93 Prozent zu (oder fast 0,04 Lei). Am  Montag kostete der US-Dollar 3,5865 Lei.

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