Energieeffizienz für Schulen

Bessere Lehr- und Lernbedingungen auch weiter Priorität der Stadtverwaltung

Freitag, 18. Mai 2018

Hermannstadt - Die Verbesserung der Energieeffizienz der Schulen und anderer Bauten in Hermannstadt/Sibiu ist ein Thema, das die Stadtverwaltung bereits seit einiger Zeit beschäftigt. In diesem Zusammenhang unterzeichneten am Mittwoch die Bürgermeisterin Astrid Fodor und der Generaldirektor der Entwicklungsagentur Zentrum (ADR Centru), Simion Crețu, einen Finanzierungsvertrag über die Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz der Allgemeinschule Nr. 21 in der Luptei-Straße. Das Projekt mit einem Gesamtwert von knapp 7,5 Millionen Lei wird über das Operationelle Regionale Programm 2014-2020, Investitionspriorität 3.1.B finanziert, wobei die Finanzierung seitens der EU und des Staatshaushaltes etwas über 7,3 Millionen Lei beträgt und der Eigenbeitrag der Stadt knapp 150.000 Lei.

„Es ist das dritte Projekt dieser Art, für welches wir eine nichtrückzahlbare Finanzierung mit EU-Mitteln erwirken. Bislang wurden uns in der aktuellen Finanzierungszeitspanne fünf Millionen Euro für die Investitionen in der Stadt zugesprochen. Die Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz der Radu-Selejan-Schule und einiger Wohnblocks nähern sich der Auftragsvergabe, was weitere zwei Millionen Euro bedeutet. Zusätzliche fünf Projekte, die wir eingereicht haben und welche eine Gesamtfinanzierung von 8,6 Millionen Euro erreichen, werden zurzeit ausgewertet. Weitere Ziele zur Entwicklung einer Wirtschaft mit niedrigem CO2-Ausstoß sind die Erneuerung des Fuhrparks für den öffentlichen Nahverkehr und die Einrichtung neuer Fahrradwege sowie zusätzlicher Fußgängerzonen“, so die Bürgermeisterin Astrid Fodor.

„Die Erhöhung der Energieeffizienz ist eine Priorität auf europäischer Ebene, weil sie zur nachhaltigen Entwicklung führt, die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und die Schonung der Energieressourcen sowie den Abbau der Luftverschmutzung unterstützt. Einen bedeutenden Einfluss haben diese Investitionen im Schul- aber auch auf das Gesundheitswesen, weil fast alle öffentlichen Bauten lange vor 1990 errichtet wurden und über eine schwache energetische Leistung verfügen, die zu hohen Energiekosten führt. Für die öffentliche Verwaltung in der Region Zentrum stellt das Thema eine Priorität dar, von insgesamt 62 eingereichten Projekten sind einige bereits zur Ausführung vergeben und andere befinden sich in den verschiedenen Etappen der Auswertung“, so der Generaldirektor Simion Crețu.

Das Allgemeinziel des vorliegenden Projektes ist die Steigerung des Komforts der Schüler und Lehrer und die Senkung der Energiekosten, die durch städtische Mittel getragen werden. Konkret werden die Verminderung des jährlichen Verbrauchs primärer Energie aus nicht erneuerbaren Quellen bezweckt sowie die Erhöhung des Verbrauchs von Energie aus erneuerbaren Quellen durch die Verwendung alternativer Energieerzeugungssysteme, sowie die Senkung der ausgestoßenen Treibhausgase um mindestens 40 Prozent. Zu diesem Zweck werden die Fassade und die obere Deckenplatte wärmegedämmt, das Heizungs- und Warmwasseraufbereitungssystem erneuert, Photovoltaikpanele montiert, das Beleuchtungssystem modernisiert und ein Gebäudemanagementsystem eingebaut.

Die Maßnahme wird den knapp 750 Schülern und Lehrern zugute kommen, den nächsten Schritt bildet die Organisation der Ausschreibung für das technische Projekt und für die eigentlichen Bauarbeiten. Die Arbeiten sind bis März 2020 abzuschließen.

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