Entwurfsmängel ließen viele EU-Projekte scheitern

Entwicklung für Ballungsräume in allen Kreishauptstädten

Donnerstag, 07. Januar 2016

Symbolfoto: freeimages.com

Probleme bei den Entwürfen waren die Hauptgründe für nicht realisierte Projekte mit EU-Finanzierung über die Regionale Entwicklungsagentur ADR West. Die Bestimmungen der Projektfinanzierung werden sich künftig nur unwesentlich ändern und für den kommenden Haushalt, bis 2020, wird die Finanzierung erheblich zulegen. Die Projekte für die Wachstumspole werden ausgeweitet. Diese Finanzierungsebene bezieht sich ab nun nicht nur allein auf Temeswar, das größte Wirtschaftszentrum der Region, sondern auch auf die Kreishauptstädte Arad, Karasch-Severin und Hunedoara. Dies sagte der ADR-West-Direktor Sorin Maxim in seiner Jahresbilanz, die in etwa auch dem Abschluss der verstrichenen Finanzierungsetappe gleichkommt. Der Entwicklungspol Temeswar ist derzeit der einzige in Westrumänien, der evaluiert werden kann, da die restlichen drei Kreishauptstädte erst in den gerade beginnenden Haushaltsplan mit Finanzierung dieser Art bedacht wurden. In das Projekt für Temeswar wurde auch der Kreisrat Temesch mit einbezogen sowie 14 Gemeinden im Großraum Temeswar. Von den im Haushalt 2007 - 2013 vorgesehenen 378 Millionen Euro wurden Projekte im Wert von 88 Millionen Euro fertiggestellt, weitere Vorhaben in Höhe von insgesamt 172 Millionen Euro werden gerade fertiggestellt. 118 Millionen Euro bleiben ungenutzt, da die vorgesehenen Projekte erst gar nicht unterzeichnet und dementsprechend auch nicht begonnen wurden.

Die finanziellen Zuwendungen über das Operationelle Regionalprogramm werden im kommenden Haushalt in der West-Region von derzeitigen 418 Millionen auf künftige 705 Millionen Euro steigen. Von den zwölf Prioritätsaxen kommt die höchste Summe der energetischen Effizienz und der urbanen Mobilität zu. Mehr als ein Viertel der insgesamt 700 Millionen Euro sind für diesen Bereich vorgesehen. Für die nachhaltige städtische Entwicklung ist ebenfalls eine hohe Summe vorgesehen: fast ein Viertel der Gesamtsumme. Für Mikrobetriebe und Technologie-Inkubatoren stehen insgesamt 80 Millionen Euro zur Verfügung. Interessenten können Summen zwischen 25.000 und 200.000 Euro abrufen. Bei sieben Millionen Euro liegt die Finanzierungs-Obergrenze für Inkubatoren. Das Geld kann in beiden Fällen für Produktionsräumlichkeiten, Dienstleistungen und Ausstattung genutzt werden. Über die Prioritätsaxe 2 für KMU stehen ebenfalls 80 Millionen Euro bereit. Über diese Schiene können Nicht-Agrarbetriebe sowohl aus der Stadt als auch vom Land finanziert werden. Produktionsräumlichkeiten, Dienstleistungen, Ausstattung können verrechnet werden, aber die Finanzierung gilt auch für Zertifizierungen, Werbung und Internationalisierung der Betriebe. Großbetriebe erhalten über das POR-Programm keine Gelder, sagte Maxim.

Ein Hauptaugenmerk kommt in den kommenden Jahren der Wärmedämmung von Wohnungen und Gebäuden von öffentlichem Interesse zu. In das Programm wurden keine historischen Gebäude aufgenommen, da in solchen Fällen das Restaurierungsgesetz beachtet werden muss. Fast 100 Millionen Euro stehen diesem Bereich zur Verfügung. Angewandt werden können Finanzierungen dieser Art in 38 Ortschaften der Westregion. Verwahrloste Grundstücke und vernachlässigte Gebäude von öffentlichem Interesse können in den vier Kreishauptstädten Arad, Deva, Reschitza und Temeswar mit einer Gesamtsumme von nahezu 15 Millionen Euro aufpoliert werden. Projekte mit einem Höchstwert von fünf Millionen Euro sind möglich. Vorhaben in Höhe von neun Millionen Euro sind in den westrumänischen Verwaltungskreisen bei Kinderkrippen, Kindergärten, Technologielyzeen und Berufsschulen finanzierbar. Neu ist, dass nun Kinderkrippen und Kindergärten nicht nur saniert, sondern sogar gebaut werden können.

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