Erdogan mit europäischen und Wahlinteressen

Wirtschaftsaustausch: 10 Milliarden Dollar angestrebt

Freitag, 03. April 2015

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Der Bukarest-Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wird in einen europäischen Kontext gestellt: Erdogan hatte Dienstag die Slowakei besucht, Mittwoch Rumänien und ein Besuch in Slowenien steht an. Die Türkei hat wieder begonnen, sich um einen Beitritt zur EU zu bewerben.

Nach den Gesprächen der beiden Präsidenten im Schloss Cotroceni zeigte Klaus Johannis diesbezüglich Entgegenkommen. Er sagte: „Durch die europäische Integration der Türkei hätten sowohl die EU als auch die Türkei zu gewinnen, und zwar in allen Bereichen, von der Wirtschaftsentwicklung bis zur regionalen Stabilität.“
Erdogan ist in Bukarest auch mit der türkischen Gemeinschaft zusammengetroffen, was damit in Zusammenhang gebracht wird, dass am 7. Juni in der Türkei Parlamentswahlen stattfinden, Erdogan unterstützt die Partei Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), und in Rumänien leben etwa 100.000 türkische Wähler.

Im Victoria-Palast wurden Gespräche mit Premier Victor Ponta geführt und von Delegationsmitgliedern Abkommen unterzeichnet. Erdogan verwies darauf, dass es gegenwärtig zwischen der Türkei und Rumänien einen Wirtschafts- und Handelsaustausch von 6,3 Milliarden Dollar pro Jahr gibt, dass er aber 10 Milliarden Dollar erreichen kann. Die türkischen Investitionen haben in Rumänien in den letzten 20 Jahren 10 Milliarden Dollar ausgemacht.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 05.04 2015, 23:27
Entschuldigung Helmut ich hatte Dirk gemeint mit seinem tausendährigem Stammbaum und nicht dich. Du hast devinitiv nichts zu den Wirtschaftskonzernen gesagt. Ich wollte nicht über dich die Unwahrheit sprechen Noch mals > Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Ottmar
Ottmar, 05.04 2015, 01:01
Dirk mit tausendjährigem Stammbaum, mein Schäferhund mit Stammbaum ist intelligent genug dass er dein Geschwafel als ziemlichen Scheiß erkennt. In Deutschland glaubt kein normal denkender Politiker dass die Türkei in absehbarer Zeit eine Aufnahme in die EU schafft. Helmut und deine Statements sind nur dummes geschmiere von unreifen Pennälern mit Stammbaum denn die Konzerne profitieren bereits aund dafür braucht es keinen EU-Beitritt. Siehe aktuelle Entwicklung im IRAN.!!!!
Dirk, 04.04 2015, 12:52
Da gebe ich Helmut vollkommen Recht. Was die Verhältnisse in der Türkei bzgl. der Menschenrechte und demokratischen Standards angeht, hat die momentan nichts in der EU zu suchen. Aber die Türkei hat im Moment ein enormes Wirtschaftswachstum und davon wollen sicher auch die Konzerne aus Westeuropa profitieren. Ob sich da wirklich ein Politiker positioniert und hier den Finger in die Wunde legt? Da möchte ich Helmuts Anmerkung zu Johannis gerne um den Personenkreis der anderen "Staatenlenker" erweitern.
Ottmar, 03.04 2015, 15:59
Tourist kann ich nur bestätigen. Aber ich glaube dazu ist die türkei nicht mächtig genug und die Toleranz der Religionen untereinander hat sich sehr verbessert. Helmut hat insofern Recht als Erdogan alle politischen Gegner mit allen Mitteln auch nicht rechtmäßigen Mitteln ( Journalismus Verbot, Staatsanwaltsbehinderung...) bekämpft. Ist zwar auch unter Pontas Wahlkampf bzw. Regierung zu beobachten (Auslandwahlverhinderung, Diffamierung und Lügen gegen Ioannis...) nur Erdogan macht es viel geschickter. Und in Ioannis hat hier auch bisher gute Arbeit geleistet in dem er mäßigend und ausgleichend wirkt.
Tourist, 03.04 2015, 14:43
Erdogan träumt von einer Restauration des osmanischen Reiches, also eines nicht sekulären, sondern islamischen türkischen Staates mit politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf die angrenzenden Länder, die früher einmal osmanisch waren. Die südosteuropäischen Länder sollten sich dem bewusst sein und nicht vor lauter Angst vorm russischen Bären den grauen Wolf vom Bosporus nicht beachten.
Helmut, 03.04 2015, 10:41
Solange in der Türkei die Menschenrechte nicht beachtet werden,wird/darf es kein EU-Beitritt für dieses Land geben.Das werden die Menschen der Länder, in welchen es eine verbindliche Abstimmung über den Beitritt der Türkei geben wird, verhindern. Warum wird nichts darüber berichtet ob Ioannis die ständigen Menschenrechts- verletzungen in derTürkei angesprochen hat?.Hat ein Mann welcher sich angeblich immer so sehr für Demokratie und Recht einsetzt,dies gar vergessen und hat ihm sein Mut verlassen?.Wenn man mit Recht, Putin kritisiert muß dies auch für den Minidiktator Erdogan gelten.

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