Erfolgreiche Zusammenarbeit in der Geschichtsforschung

Ehrendoktor der West-Uni Temeswar für Prof. Dr. Armin Heinen

Dienstag, 20. Dezember 2011

Was die moderne Geschichtsforschung heute machen kann, welch schöne, kulturelle Brücken sie im vereinten Europa schlagen kann, zeigt sich beispielhaft in der fruchtbaren Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Hochschulunterricht, die schon seit Jahren zwischen der West-Universität Temeswar und der Uni Aachen (Deutschland) abgewickelt wird.

Als einen der bisherigen und bestimmt nicht einzigen Höhepunkte dieser grenzüberschreitenden Beziehung, die seit Jahren von dem Temeswarer Historiker und Hochschullehrer Victor Neumann in enger Zusammenarbeit mit dem namhaften deutschen Historiker, Politologen und Hochschullehrer Armin Heinen von der Uni Aachen gefördert wird, kann die Gründung der Internationalen Doktorschule für Begriffsgeschichte „Reinhart Koselleck“, einer in der rumänischen Hochschullandschaft einmaligen Doktorschule, betrachtet werden. In Anerkennung seines wertvollen Gründungsbeitrag aber auch seiner verdienstvollen Gesamttätigkeit wurde Univ.-Prof. Dr. phil. Armin Heinen nun der höchste akademische Ehrentitel, der eines doctor honoris causa der West-Universität Temeswar, verliehen.

Univ.-Prof. Dr. phil. Armin Heinen hat Geschichte, Politikwissenschaft und Mathematik an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt studiert, seit 1998 ist er als Hochschullehrer an der Uni Aachen bzw. als Lehrstuhlinhaber und Studiengangsleiter des Zusatzstudiengangs Europastudien M.E.S. tätig. Aus der Perspektive des rumänischen Hochschulunterrichts wie auch aus jener der rumänischen Geschichtsforschung gesehen, sind sowohl die Hochschuleinrichtung als auch der wertvolle Einsatz von Prof. Heinen von besonderer Bedeutung: Die Doktorschule bzw. das Graduiertenprojekt „Begriffsgeschichte“ als Dekonstruktion gesellschaftlicher und politischer Kommunikation in Rumänien im 19. und 20. Jahrhundert wird von der Volkswagen-Stiftung finanziert  und genießt auch die volle Unterstützung von Seiten der Leitung der West-Uni Temeswar.

Prof. Armin Heinen ist einer der namhaftesten ausländischen Historiker, die sich mit der Geschichte Rumäniens befasst haben. In Rumänien bekannt sind u. a. die Studien „Die Legion Erzengel Michael in Rumänien. Soziale Bewegung und politische Organisation. Ein Beitrag zum Problem des internationalen Faschismus“, München 1986 und 1997 in Bukarest, oder „Rumänien, der Holocaust und die Logik der Gewalt“, München 2007, „Stalinizarea României si logica argumentelor între anii 1944-1947“, Bukarest 2007.

Laut Prof. Heinen  wird diese deutsch-rumänische Zusammenarbeit auch für die zahlreichen Studenten und Doktoranden aus Rumänien und Deutschland ein neues Kapitel in der Geschichtsforschung, eine neue Forschungsrichtung im Bereich der Begriffsgeschichte, eröffnen. Sein Partner, der Temeswarer Historiker Victor Neumann, erhofft sich nicht nur eine Ankurbelung internationaler Beziehungen, große zukünftige Gewinne für die Temeswarer Studenten in der Forschung und im Unterricht, sondern auch eine solide, wissenschaftliche Herausbildung der Begriffsgeschichte mit spezieller Anwendung auf die moderne Geschichte Rumäniens.

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