Erneut sanierungsbedürftig

Theresien-Bastei erst vor acht Jahren generalüberholt

Freitag, 27. April 2018

Die Theresien-Bastei wurde zwischen 2008 und 2010 mit 10 Millionen Euro generalüberholt. Nun sind die Überreste der alten Temeswarer Festung fast wieder marode.
Fotos: Zoltán Pázmány

Temeswar - Knapp acht Jahre ist es her, seitdem die Theresien-Bastei in Temeswar generalüberholt wurde. 10 Millionen Euro kostete damals die Sanierung, die die Überreste der alten Temeswarer Festung in eines der wichtigsten Kulturzentren der Stadt umwandeln sollte. Nun stehen die Räume in der Bastei fast alle leer und wieder sanierungsbedürftig da. Feuchtigkeit und Schimmel eroberten erneut die Mauern, Verputz löst sich an vielen Stellen von den Wänden ab, die Holztreppen haben Risse und die Platten auf den Allen rund um die Bastei sind gesprungen.

Die Mehrheit der Räume befinden sich in der Verwaltung des Temescher Kreisrats; wenige Räume werden vom Temeswarer Kommunalrat verwaltet. Interessenten gibt es kaum. Bereits mehrere Ausschreibungen für die Vermietung der Räume sind in den letzten Jahren gescheitert. Die hohen Preise und die notwendigen Reparaturarbeiten schrecken potentielle Mieter ab. Nun versucht der Kreisrat von Neuem seine Räumlichkeiten zu vermieten und senkt die Mietpreise. Auch die Zulassung der Tätigkeiten in den Räumen der Bastei werden nun erweitert – so lautete ein Vorschlag, der Mitte dieser Woche von den Kreisräten in der Monatskreisratssitzung abgestimmt wurde. Die Bastei wurde 1734 gebaut. Die Festung wurde zwischen 2008 und 2010 mit 10 Millionen Euro durch das PHARE EU-Programm saniert. Damals war dies die größte Restauration eines historischen Denkmals in Südosteuropa. Nach der Sanierung durfte der Kreisrat für fünf Jahre die Nutzungsart der jeweiligen Räume nicht ändern. Ursprünglich sollten die vermieteten Räume als Restaurant, Bar und Café, Reiseagentur oder Tourismusbüro genutzt werden sowie für kulturelle und kreative Tätigkeiten. Nun sollen auch andere Tätigkeiten hier zugelassen werden, darunter Tätigkeiten im Bereich der Kommunikation und Information, Kinoproduktion und Audioaufnahmen sowie Finanzvermittlungen, Versicherung und Immoblientransaktionen.

Auch die Mietpreise sanken auf die Hälfte: zwischen 36,23 Lei und 36,69 Lei/Quadratmeter/Monat ohne Mehrwertsteuer soll die Miete ab nun kosten. „Wir wollen diesen Ort neu beleben. Es ist uns wichtig, alle Räume der Bastei zu vermieten“, sagte vor Kurzem der Temescher Kreisratsvorsitzende Călin Dobra.
Auch die Räume in der Verwaltung des Temeswarer Bürgermeisteramts (über 1000 Quadratmeter) standen lange Zeit leer. Vor wenigen Wochen hat das Bürgermeisteramt entschieden, seine Räume dem Temeswarer Kulturhaus zuzuweisen und etliche Reparaturen vorzunehmen.

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