Erneut Unentschlossenheit an der Börse, Angst vor Zypern-Entscheidung

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 19. März 2013

Erneut kehrte Unentschlossenheit auf das Bukarester Börsenparkett, der Markt schloss uneinheitlich. Zwar konnten die Hauptindizes BET und BET-C leicht zulegen zur Vorwoche, doch andere Indizes mussten Verluste hinnehmen. Die Marktkapitalisierung legte trotz eines schwachen Starts in die Handelswoche erst einmal zu, bevor es zu einem leichten Einbruch von einem Prozent (in Euro) am vergangenen Mittwoch kam. Dabei zeigten die Indizes vor allem am Mittwoch Anzeichen einer stärkeren Unentschlossenheit. Auf Wochensicht blieb die Kapitalisierung fast unverändert (minus 0,07 Prozent), in Lei ausgedrückt. Der durchschnittliche Tagesumsatz fiel im Vergleich zur Vorwoche, als mit FP- und OMV-Aktien zweistellige Umsätze erzielt wurden, um 66 Prozent auf umgerechnet 6,47 Millionen Euro. Nach einem besonders schwachen Wochenstart kletterte der Tagesumsatz wieder auf „normale“ Werte. Auch das Interesse für Anleihen ebbte in der vergangenen Woche ab.

Aktien und Indizes

Die „Verlierer“ der Woche waren der Finanzwerte-Index und der ROTX-Index. Alle SIF-Investmentgesellschaften bis auf SIF Oltenia (SIF5, 1,52 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4) mussten Wochenverluste hinnehmen. Auch die Aktien des Fonds Proprietatea (FP, 0,6305 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5), der umsatzstärkste Emittent der Vorwoche, schlossen mit einem Minus von 0,3 Prozent, hielten sich aber gut über der 0,6-Lei-Grenze. Der Kunststoffverarbeiter Romcarbon SA Bacau (ROCE, 0,13 Lei, ISIN ROROCEACNOR1) legte aufgrund guter Jahreszahlen ein Wochenplus von 36 Prozent hin. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Ob das allein für den Kurssprung reicht, mag bezweifelt werden, die Aktien taten sich in der Vergangenheit nicht besonders hervor am Bukarester Parkett.
Eine Konsolidierung erfuhr der Energiewerte-Index BET-NG. Er legte auf Wochensicht 0,8 Prozent zu und näherte sich wieder der 700-Punkte-Marke. Auch hier zeigte sich ein Bild der Unentschlossenheit. Die meisten Erdölaktien schlossen die Woche mit einem Minus als Vorzeichen, Petrom (SNP, 0,4705 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) legten jedoch zu.

Sie waren unter den umsatzstärksten Aktien der vergangenen Woche. Nun schlossen sie Handelswoche mit einem Kursplus von 4 Prozent und erreichten so auch ein 52-Wochen-Hoch. Während Transelectrica konnte nicht von den guten Zahlen der Energiebranche profitieren, TEL-Aktien (TEL, 13,8 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) fielen um 1,4 Prozent. Dafür konnte Transgaz endlich wieder zulegen. TGN-Papiere (TGN, 220 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) kletterten in der vergangenen Woche auf 220 Lei und nähern sich so dem 52-Wochen-Hoch von 248 Lei.
Analysten gingen davon aus, dass die Unentschlossenheit wegen des geplanten Rettungspakets für Zypern noch anhalten, wenn nicht gar in Pessimismus umschlagen werde. Es bleibt abzuwarten, inwiefern die Ergebnisse des Vorjahres und etwaige Dividendenentscheidungen in Rumänien die Anleger aus ihrer derzeitigen Reserve locken können.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt erlebte eine ähnlich gute Woche wie in der Vorwoche. Da dort keine Rekordumsätze wie am Hauptmarkt verzeichnet wurden, betrug die Differenz im Umsatz nur etwa 13 Prozent zur Vorwoche. Gestützt wurde der Umsatz von zwei Sonderdeals am vergangenen Mittwoch mit den Aktien des Rohstoffhändlers Apromat SA Arad (APRB, 1,731 Lei, ISIN ROAPRBACNOR8) und jenen des Projektierungsunternehmens ICPV SA Arad (ICPV, 1,5 Lei, ISIN ROICPVACNOR1). Es ging in beiden Fällen um Übernahmeangebote. ICPV-Papiere legten dabei um 188 Prozent zu. Der Hauptindex Rasdaq-C legte 0,5 Prozent zu und näherte sich erneut der 1500-Punkte-Grenze.

Devisen

Die Zypern-Rettungsaktion warf bereits ihre Schatten voraus, das war am Devisenmarkt zu sehen. Euro und US-Dollar konnten gegenüber dem Leu deutlich zulegen. Die amerikanische Währung legte sogar 1,4 Prozent zu und näherte sich zuweilen gefährlich der 3,4-Lei-Grenze. Auch der Euro scheint vorerst die 4,4-Lei-Grenze ins Visier genommen zu haben. Die Nervosität an den Devisenmärkten hat den Leu in der vergangenen Woche stärker belastet.

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Kommentare zu diesem Artikel

sraffa, 21.03 2013, 02:28
@Norbert : Sie langweilen mich.
Norbert, 20.03 2013, 19:09
Herr Sraffa sie schreiben zu mir ..ihr deutscher Superinnenminister.. was sind sie .SIND SIE Rumäne oder DEUTSCHER. LEBEN SIE IN DEUTSCHLAND ODER IN RUMÄNIEN. ALS WAS .ALS RUMÄNE ODER DEUTSCHER.
DAS HIER HERR SRAFFA IST EINE DEUTSCHE ZEITUNG . VON SIEBENBÜRGERSACHSEN GEGRÜNDET FÜ DIE DEUTSCHE MINDERHEIT IN RUMÄNIEN. UND NICHT FÜR RUMÄNEN. SIE KÖNNEN ABER HIER SCHREIBEN.DAS DARF JEDER.ABER SIE BEKOMMEN HIER IHRE DEUTSCHE IDENTITÄT NICHT BESTÄTIGT. SCHREIBEN SIE DOCH ALS SRAFFA DER RUMÄNE. DAS WÄRE OK. SO WIE ICH . ALS NORBERT , EIN WESTDEUTSCHER AUS MAINZ. KLARE ERKENNUNG. KÖNNEN SIE SO WAS ÜBERHAUPT. WENN NICHT IST AUCH NICHT SCHLIMM . DANN BEZEICHNE ICH SIE ALS ZU SCHWACH.FÜR POLITCHE STATEMENTS.
Norbert, 20.03 2013, 18:30
HERR Carlo.Sie haben Recht mit ihrer Frage.Ich gebe ihnen da gerne mal Auskunft.Das hier Herr CARLO IST EIN POLITISCHES fORUM. dA ANTWORTE ICH AUF DIE ZUSTÄNDE DER RUMÄNISCHEN VERWALTUNG UND IHRER politik. Das zweite. HERR HERR betrifft das geschäftliche ,das läuft deswegen zufriedenstellend bei mir.,weil ich dort vor Ort bin. Und zu 200 Prozent alles kontrolliere.Nur deswegen läuft es. Das dritte ist wenn ich Urlaub mache. Und ich bin dann gerne in der Siebenbürgischen Landschaft untewegs.Es gibt fast nix an kuturellen einrichtungen die ich mir da noch nicht angeschaut habe. Ich bin sehr gerne in den Karpaten.Ich kenne das Donaudelta. Ich kenne die Schwarzmeerküste.Ich war in den letzten 15 Jahren über 40 mal in Rumänien. Ich kenne fast alle größeren Städte. Ich kenne sehr sehr viele Discotheken. Das ist nähmlich mein geschäft, in Deutschland. Und in Rumänien mache ich mit, rumänischen Partnern Partyveranstaltuingen. Von herrmannstadt über Bukarrest . bis ans schwarze Meer. Da können sie sich ja vorstellen das man diesbezüglich eine Menge Menschen kennenlernt.Aber die rumänische verwaltung und ihre Vetreter (POLITIK) IST SCHEIßE.
sraffa, 20.03 2013, 14:31
@Carlo : Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich wolte Norbert antworten und habe mit dem Beispiel Hypo-Alpe-Adria und Schreiber's Briefumschläge auf ungeklärte Großkorruptionsfälle in Deutschland verwiesen. Auf der anderen Seite : Schwarzgeld sucht sich immer seinen Weg - aktuell wird Deutschland davon überschwemmt wie die Enrtwicklung Deutscher Immobilienpreise zeigt.
Carlo, 20.03 2013, 14:30
Norbert,was finden sie gutes an Rumänien? Nur schlechtes?!? Und doch wollen Sie dort Urlaub machen? Irgend etwas Positives hat Rumänien auch für Sie.Wünsche Ihnen im Vorraus einen angenehmen Urlaub,
Carlo, 20.03 2013, 01:15
Herr sraffa,meine Absicht ist korrekt zu sein.Manche Berichte gehen zu weit.Ich sage, Rumänien ist weder Zypern noch Griechenland.Es ist jedem sein Recht,entspechend zurückzugeben.Sogar verständlich.Doch wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen um sich werfen.Jeder kehre vor seiner eigenen Tür.Über unsere Minister kann man geteilter Meinung sein.Wenn Sie Hypo-Alpe-Adria und anderes erwähnen,ist Vergangenheit,aber wahr. Es gibt überall etwas Negatives zu finden, aber auch Positives was hoffentlich überwiegt.Nachzusehen in "Meinung und Bericht".Mein nächster Urlaub, bald wieder in Rumänien.Ich freue mich.
sraffa, 19.03 2013, 17:18
Ihre SUUUUPer Finanzminister und Innenminister kennen sich ja beide mit Geldwäsche,Schmiergeld,Untreue usw. bestens aus : Nur einige Stichworte sind hier Hypo-Alpe-Adria und Schreiber's Briefumschläge. Eigentlich hätte ich gedacht daß Sie fragen ob das internationale kriminelle Fluchtgeld in Zukunft verstärkt nach Rumänien drängen wird anstatt Zypern, Griechenland usw. in Beschlag zu nehmen - dazu müssten Sie aber nüchtern sein ! Das wäre auch ein ínteressanter Kommentar anstelle ihrer dumpfen und langweiligen Spuckerei , Sie Langweiler !
Norbert, 19.03 2013, 16:33
Rumänien und Zypern haben wohl was gemeinsames. Im Fall Rumänien sagte der deutsche Suuuuper Innenminster ,schluß mit lustig. und im Fall Zypern der deutsche Suuuuuperfinanzmister schluß mit lustig. Rumänien sollte sich ein Fernglas kaufe so riet ich dieses schon mehrmals, um mit Bulgarien in ihre Zukunft zu schauen !!!Griechenland..!!!!!
sraffa, 19.03 2013, 14:08
Die Zypernkrise hat mit den Rumänien nicht so viel zu tun; bei ersterer geht es jetzt Schwarzgeldbesitzern und deren Handlangern an den Kragen. Das wirkt auf die Rumänischen Fundamentaldaten in Agrarwirtschaft und Zulieferindustrie kaum ein.

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