Erste Baugenehmigung für Gewerbegebiet

Fahrradfabrik Velocity fordert weitere Verschiebung des Baubeginns

Mittwoch, 16. Januar 2013

Reschitza - Die erste Baugenehmigung für eine Industriehalle auf dem Gewerbegebiet im Ţerova-Tal, das die Stadt Reschitza schon vor gut zwei Jahren mit EU- und Regierungsmitteln von umgerechnet fast elf Millionen Euro erschlossen hat, ist zu Beginn dieser Woche im Reschitzaer Rathaus erteilt worden. Es handelt sich um eine Halle, in welcher Baufertigteile hergestellt werden sollen.

Bürgermeister Mihai Stepanescu: „Ich habe die Baugenehmigung für diese Halle unterzeichnet, in der anschließend in erster Phase 50 bis 60 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Dort sollen Bauprofile aus Regips entstehen, welche teilweise verzinkt sind. Es kann also auch schnell gehen, wenn der Investor – in unserem Fall SC Favorit ServCont – tatsächlich investieren will.“
Stepanescu machte damit eine Anspielung auf den ansonsten sehr erfolgreichen Fahrradbauer „Velocity“, der in einer modernisierten Fabrikhalle des Reschitzaer Maschinenbauwerks UCMR auf dem zum städtischen Gewerbegebiet benachbarten Industriestandort Mociur tätig ist und 2012 erstmals mehr als eine Million Fahrräder montiert hat. „Velocity“-Administrator Mihăilă hatte vor mehr als einem Jahr von der Stadt ein fünf Hektar großes Gelände auf dem Gewerbegebiet gefordert und zugesprochen bekommen und dann der Stadt zugesagt, binnen zwölf Monaten in der zu bauenden zweiten Produktionshalle den Betrieb aufzunehmen und mindestens 500 Arbeitsplätze zu schaffen. Stepanescu: „Jetzt hat Velocity eine erneute Verlängerung des vertraglich ausgemachten Baubeginns beantragt, nach zweimal sechs Monaten nun um noch ein ganzes Jahr. Ich muss schon sagen, dass wir so nicht weiter kommen können, denn einerseits blockieren sie die verfügbaren Grundstücke – eigentlich mit Versprechungen! – und andrerseits verschandeln sie auch das Bild des Gewerbegebiets, wo sie ihren Teil vergammeln lassen.“

Im Gegensatz zu dieser Haltung meinte Stepanescu, dass SC Favorit ServCom wohl nicht umsonst im alljährlichen Branchenklassement der Handelskammer IHK Karasch-Severin seit Jahren Spitzenplätze belegt. „Wir sagen nie NEIN zu Investitionen, aber dann sollten sie auch nicht bloß auf der Ebene der Absichtserklärungen verbleiben“, sagte Stepanescu ziemlich irritiert. Er wies die Medien auch auf einen anderen Aspekt zugunsten der Firma für Baumaterial hin: SC Favorit ServCont hat für die Halle bescheidene 2500 Quadratmeter Baugrund verlangt. Velocity forderte fünf von den insgesamt rund 40 erschlossenen Hektar des Gewerbegebiets, und fängt nun zum Ärger der Stadt nichts damit an. Irgendwie sei das auch ein Versäumnis der Juristen der Stadt, meinte der Bürgermeister, weil keine strikte Terminklausel für Bau- und Nutzungsbeginn von Investitionen auf dem Gewerbegebiet der Stadt im Vertrag festgeschrieben ist, auf die man sich berufen könnte.

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