Erstmalig in der Stadtgeschichte

Bau eines orthodoxen Klosters eingeleitet

Samstag, 16. April 2016

Die Initiative, das erste orthodoxe Kloster in der Stadtgeschichte zu gründen, geht von einem gebürtigen Kronstädter orthodoxen Geistlichen aus. Die ersten Schritte wurden schon getan und zwar  soll dieses bei der Ausfahrt aus Kronstadt in Richtung Neustadt/Cristian bei Măgurele gebaut werden, wie die Tageszeitung „Bună ziua Braşov“ berichtet. Vorläufig wurde da eine Klause aus Holz mit einem Altar errichtet. Die ersten drei Gottesdiensthandlungen fanden im März statt, wobei, laut Aussage des Initiatoren, Mönch Clement – mit bürgerlichem Namen Mircea Constantin Vadin laut Personalausweis, bei  der ersten Amtshandlung rund 500 Personen anwesend waren.

Nur zehn Minuten Autofahrt benötigt man aus der Stadt bis zu dem Standort bei Măgurele. Von da kann man in den Bus 5M zusteigen, bis zur Endstation fahren und von da noch etwa 500 m zu Fuß zurücklegen. Auf dem Plateau wurde am 22. Februar l.J. der erste Holzbalken in die Erde gegraben. In verflossener Zeit wurde die Klause, die unter der Schirmherrschaft des Klosters von Sâmbăta de Sus steht, errichtet.  Der Metropolit Siebenbürgens, Dr. Laurenţiu Streza,  hat seinen Segen dafür ausgesprochen; die Grundsteinlegung des zukünftigen Klosters soll in seiner Anwesenheit erfolgen. Auch der orthodoxe Stadtpfarrer von Kronstadt, Dănuţ Benga, betonte, das Stadtpfarramt habe seine moralische Unterstützung für diese Pioniertat gegeben.

Das Kloster soll nach dem Modell dessen von Sâmbăta des Sus innerhalb von fünf Jahren gebaut werden. Das Fundament wird aus Beton gegossen, der Bau aus Ziegeln errichtet, wobei schließlich im Zentrum des Klosters sich die Kirche befinden wird. In den Seitenbauten sollen die Verwaltungsräume, eine Bibliothek, Lager für Materialien, Gästezimmer und eine Werkstatt für die berufliche Ausbildung von Jugendlichen entstehen. Er beabsichtigt da auch eine soziale Unterkunft für Senioren und eine Lehranstalt für die Ausbildung elternloser Kinder einzurichten. Eingeleitet hat der Initiator  das Projekt vor zwei Jahren, seitdem er die erforderlichen Genehmigungen erhalten hat und der Standort festgelegt werden konnte. Clement hofft auf die Unterstützung seitens der Bevölkerung, auf Spenden seitens auch der lokalen und Kreisbehörden, sowie der Unternehmer.

Als 19-Jähriger wurde er, nach Schulabschluss in seiner Geburtsstadt, Mönch  im Kloster Crasna in den Jahren 1996 – 2003, dann ist er dem Kloster Stelea bei Târgovişte beigetreten, wo er zu dessen Abt ernannt wurde. 2009 zog er nach Griechenland um seine theologischen Studien zu vervollständigen. Im Vorjahr kehrte er nach Kronstadt zurück.  Inzwischen hat er auch den Doktortitel in Geschichtswissenschaften erworben und ein Masterstudium in Geopolitik abgeschlossen. Das orthodoxe Kloster soll den Namen des Heiligen Efrem tragen, der von den Osmanen gefoltert wurde und am 5. Mai 1426 an den Folgen seiner Wunden verstarb. Seine Gebeine befinden sich seither im Nea Makri-Kloster in Griechenland.

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