Erzbischof von Temeswar im Krankenhaus

Er soll an eine Herz-Lungenmaschine angeschlossen sein

Donnerstag, 18. September 2014

Temeswar - „Die Nachricht, dass der Erzbischof von Temeswar und Metropolit des Banats, Dr. Nicolae Corneanu, verstorben ist, ist eine glatte Übertreibung”, heißt es in einem Pressekommuniqué der Metropolie Temeswar, die vom Bischofsvikar, Prof. Dr. Ionel Popescu, gezeichnet ist. „Wir bestätigen allerdings, dass Metropolit Dr. Nicolae Corneanu am vergangenen Samstag mit der Ambulanz ins Temeswarer Institut für Kardiologische und Gefäßkrankheiten eingeliefert wurde, weil er sich unwohl gefühlt hat. Sein Zustand ist gegenwärtig stabil.” Der 90jährige Erzbischof von Temeswar und Metropolit des Banats, Dr. Nicolae Corneanu, war vor sechs Wochen schon einmal mit einem Rettungswagen ins Kardiologische Institut im Temeswarer Jagdwald eingeliefert worden, wo er nach gründlicher Untersuchung und einem mehrtägigen therapeutischen Aufenthalt entlassen wurde.

Dr. Nicolae Corneanu (der in seiner Jugend einem intellektuellen Kreis der rumänischen Rechten angehörte) erfreut sich im Banat eines hohen Ansehens und der nahezu ungeteilten Sympathie aller Gläubigen, weil er als einer der wenigen hohen rumänisch-orthodoxen Kleriker bekannt ist, der effektiv die Ökumene lebt und fördert. Er ist der einzige unter den Metropoliten Rumäniens, der den ihm unterstellten Klerikern bereits zu Beginn der 1990er Jahre geboten hat, der im Kommunismus verbotenen und nationalisierten Unierten Kirche ihre von den Orthodoxen genutzten Kirchen, Pfarrhäuser und Liegenschaften rückzuerstatten. Zahlreiche Konflikte mit der Synode der Rumänisch-Orthodoxen Kirche – die ihn (offensichtlich auf Betreiben einiger seiner engsten Mitarbeiter, die nach dem Metropolitenstuhl greifen) wiederholt zwangsweise in Rente schicken wollte – und ungewöhnlich entschlossene Solidaritätskundgebungen vor allem der Temeswarer Gläubigen (quer durch die Glaubensgemeinschaften) charakterisierten in den vergangenen Jahren die Regentschaft des langlebigsten (er ist seit den 1960er Jahren im Amt) unter den hohen Klerikern Rumäniens, der in manchen Gläubigenschichten ob seiner Gelehrtheit, seiner Güte und seiner christlichen Toleranz wie ein Heiliger verehrt wird. Jüngsten Gerüchten zufolge soll Metropolit Dr. Nicolae Corneanu an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen sein und im Spital im Jagdwald künstlich am Leben gehalten werden.

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