„Es steckt eine Menge Arbeit dahinter”

Mit BANATIA auf Besuch bei den Gottlober Melonenbauern

Mittwoch, 04. Dezember 2013

Der Gottlober Landwirt Cristian Emanuel Lezeu auf seinem neuen Traktor Foto: Zoltán Pázmány

So der Gottlober Landwirt Cristian Emanuel Lezeu über sein kleines (wie er sagt) aber rundum erfolgreiches landwirtschaftliches Unternehmen in seinem Heimatdorf auf der Banater Heide. Es war Ende November, für den Bauer Zeit der Jahresbilanz, auch guter Anlass für eine Kurzanalyse gemeinsam mit Norbert-Christian Hansmann, Geschäftsführer der Banater deutschen Wirtschaftstiftung. Denn alles, vom Frühjahr bis zum Spätherbst, war heuer für den 44jährigen Landwirt anders. Das dank einer geglückten Projektförderung mit deutschen BMI-Mitteln über die BVIK BANATIA bzw. der Anschaffung eines modernen, leistungsstarken “John Deer”-Traktors, zum Teil auch mit Eigenmitteln. Spürbare Effekte zeigte die neue Technik in diesem Jahr bei allen anfälligen Arbeiten, im Zeitplan auf der gesamten Landwirtschaftsfläche von 70 Hektar, so bei der Einbringung seiner Wassermelonenernte (10 Hektar) im Juli-August, der Maisernte (60 Hektar) aber vor allem bei den so wichtigen Ackerungen im späten Herbst: “Mit dem neuen Traktor konnte ich allein 12 Hektar in 14 Stunden ackern, in den Vorjahren schaffte ich diese Arbeit nur mit fünf Traktoren”, bekennt der Bauer.

Es war dies schon das zweite Förderprojekt, dass der Landwirt wie etliche andere Bauern aus dieser traditionsreichen Ecke der Banater Landwirtschaft, Gottlob-Wiseschdia, bei BANATIA beantragt hatte. Vor drei Jahren konnte er mittels einer deutschen Förderung seine Ackerfläche erweitern.

BANATIA-Geschäftsführer Hansmann weiß bestens, dass die deutschen Fördermittel hier, bei diesen fleißigen Bauern und ihren typischen Familienunternehmen auf guten Boden fallen und auch gedeihen.

Die Liste der Banater deutschstämmigen Nutznießer von BANATIA-Förderprojekten umfasst derzeit 105 Personen aus dem Kreis Karasch-Severin bis in den Kreis Arad, von Landwirten, Handwerkern, KFZ-Mechanikern, Unternehmer aller Branchen bis zu Ärzten und Zahntechnikern. Und was zu einem Erhalt und einem Aufwärtskommen der Banater ländlichen Bevölkerung einen massgeblichen Beitrag geleistet hat, waren eben die BMI-Förderprojekte -Heuer standen aus BMI-Mitteln 125.090 Euro zur Verfügung- für die Landwirte der Gegend. Und die BANATIA-Förderung in Gottlob setzte schon kurz nach der Wende ein, insgesamt acht Gottlober Bauern genossen diese großzügige Unterstützung, ein- oder gar mehrmals, für die ersten Schritte, den Ausbau und in letzten Jahren vor allem die Ausrüstung mit modernen Landwirtschaftsmaschinen. Darunter zu erwähnen noch Edgar Herbeck , Lucian Cireap, Vasile Ardelean, Aurel und Anneliese Wambach, Ioan und Ciprian Nastor.

Im Familienbetrieb von Cristian E. Lezeu ist wie in den meisten Fällen im Ort die gesamte Familie eingebunden, Ehefrau Margarethe, die Söhne Alex und Adrian, in der Erntezeit springen vor allem aus Gottlob Helfer mit Tageslohn ein.

“Man muss eben in der Landwirtschaft das machen, was man am besten versteht”, meint der Landwirt. Er bezieht sich dabei auf den Anbau von Wassermelonen. Obwohl er nicht ganz mit der Heurigen zufrieden ist, hat er die gesamte Ernte schon vom Feld aus verkaufen können. Die besondere Qualität der Gottlober Melonen (“ Gute Ware verkauft sich eben von selbst!”) spricht eigentlich schon seit Jahren dafür, diese Wassermelone wurde zu einem Brand und wird alljährlich im August mit einem Festival der Wassermelonen gefeiert. Gute und zufriedene Käufer (heuer zum Kilopreis von 50 Bani) hatte er auch heuer nicht nur aus Temeswar sondern auch aus den Kreisen Arad, Hunedoara, Karasch-Severin oder gar aus Baia Mare. Seine eigene Maisniederlage (Kapazität 1000 Tonnen) im Hinterhof ist leider noch randvoll, vorläufig vor allem wegen dem kleinen Preisangebot von 50 Bani per Kilogramm. Mit dem diesjährigen Hektarertrag von durchschnittlich sechs Tonnen Mais pro Hektar ist Lezeu jedoch mehr als zufrieden nach zwei-drei mageren Jahren. Eine neue Investition ist schon für die nächste Zukunft fest eingeplant: Jetzt müssen auch ein neuer Pflug und eine Egge angeschafft werden.

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