Essen aus dem Kessel

Samstag, 02. Dezember 2017

Im Restaurant hängen Strohhüte als Lampen, die Bänke erinnern an Mitgifts-Truhen der Großmütter, die Holzwände an alte Scheunen.

Ente auf gedünstetem Kraut mit Meerrettichsauce ist lecker.

Vica, die freundliche Oberin, in vollem Einsatz beim Eintopf.
Fotos: laceaun.com

Bei Touristen beliebt und auch von Kronstädtern gut besucht ist „La Ceaun“ ein Restaurant, wo man traditionelle Gerichte findet, vor allem Suppen und Eintöpfe, viele davon auf siebenbürgische Art zubereitet. Bis im Frühling dieses Jahres war das Restaurant nur in der Michael-Weiss-Straße  27 zu finden, seit damals aber auch am Marktplatz, Hausnummern 11-12.

Schon wenn die Küche, um 12 Uhr, öffnet, herrscht reger Betrieb „beim Kessel“, das Essen ist frisch, das Menü reich und das Bestellte wird schnell gebracht. Ein „Teller Bauernart“ für zwei Personen, mit Speck, Zwiebel, Wurst und anderen Wurstwaren, Burduf-Käse und geräuchertem Käse, Tomaten und Sakuska hausgemachter Art vom Kessel (35 Lei) wecken den Appetit auf ein großes Essen. Die freundliche Bedienung bietet manchmal dazu auch Horinca aus der Marmarosch an oder Schnaps, zur Auswahl stehen unter anderen Pflaumen-, Apfel-, Birnen-, oder Quittenschnaps (10 – 36 Lei ein Stamperl). Zum Hauptgericht bietet sich im Kessel Gekochtes an, wie Bohnensuppe mit Eisbein im Topf (17 Lei), oder Rindergulasch (18 Lei), danach Sauerkrautwickel mit Polenta und Rahm, oder gedünsteter Grünkohl mit Wurst und Polenta (14 Lei). Manche Gerichte gibt es nur an bestimmten Tagen, doch findet man täglich etwas Leckeres zum Verzehren. Zum Beispiel langsam gekochte Gerichte  wie geräucherte Schweineschulter auf gedämpftem Kohl (37 Lei), oder Bulz - das ist gebackene Polenta mit Schafskäsefüllung und Sauerrahm (22 Lei). Auch Vegetarier finden traditionelle Gerichte wie gedämpften Kohl und Polenta, aber auch verschiedene Gemüsecremesuppen sowie Salate.

Wer nicht vegetarisch gegessen hat und bis nach dem zweiten Gang keinen Schnaps getrunken hat, bestellt bestimmt einen oder würde es wahrscheinlich machen, um der Verdauung zu helfen, denn das Essen ist lecker und man würde gerne von allem kosten. Oder man bestellt gleich noch etwas Süßes, zum Beispiel eine Portion Pflaumenknödel (13 Lei) oder Papanaşi mit Sauerrahm und hausgemachter Marmelade (14 Lei) und genießt den Blick auf das Stadtzentrum und die vielen Sprachen die man an den Nachbartischen hört.

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