Etwas mehr Dialog und weniger schrille Töne

Klaus Johannis zu innen- und außenpolitischen Fragen

Samstag, 22. März 2014

Hermannstadt (ADZ) - Zu mehreren außen- und innenpolitischen Themen wurde Klaus Johannis, der Erste Stellvertretende PNL-Vorsitzende, am Donnerstag befragt. Was die politische Krise in der Ukraine angeht, so bezeichnete er sie als „erfolgreiche Niederlage“ der europäischen und amerikanischen Diplomatie. Es sei „grundlegend falsch“ gewesen, sich vorzustellen, dass man die Lage in diesem Staat ohne Russland besprechen kann. Russland habe das als Gelegenheit genutzt, um ein Problem zu lösen, das vermutlich seit einigen Jahrzehnten auf seiner politischen Agenda stand.

Betreffend den Diskurs der Politiker in der Frage der Autonomie des Szeklerlandes und der getroffenen Maßnahmen meinte Johannis, etwas mehr Dialog und weniger schrille Töne in TV-Sendungen würden eher helfen. Man müsse mit den Leuten vor Ort und nicht mit Vertretern der extremistischen Parteien sprechen, die keine konstruktiven Anliegen haben.

Gefragt, was er zum Bedauern von Victor Ponta über die Aussage des PNL-Leaders Antonescu sage, die PSD und nicht mehr Präsident Băsescu sei der politische Gegner der Liberalen, meinte Johannis, die PNL sei eine starke Partei und vermutlich tut es Ponta leid, diese als Gegner zu haben. Die steten Behauptungen Pontas, die PNL werde in die USL zurückkehren, gehen wohl auf einen seiner Berater zurück, der dem Premier dieses „Szenarium“ suggeriert hat, sagte der PNL-Vize.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 25.03 2014, 03:29
Da ich in Deutschland jahrzehntelang lebte und lebe bin ich oft den Minoritäten "Sinti und Roma" in D begegnet. Dies ist ein Thema welches sehr lang ist und ausufern würde. Sinti und Roma in Europa sind ein "reisendes Volk". Ich gehe davon aus daß die gesamten Lebensumstände den Sinti und Roma in RO sehr gut zusagen sonst würden sie nicht nach wie vor in Millionen in Rumänien leben. Die gesamten Lebensumstände ein D dagegen behagen Sinti und Roma zu meist nicht; statt dessen ziehen sie es vor in lateinisch geprägten Ländern zu leben.
Ottmar, 24.03 2014, 15:37
Sraffa den vorbildlichen Sozialen Umgang sieht man in Rumaenien mit deren Umgang mit seinen Zigeunern. Bravo so vorbildlich dass ganze Doerfer nach Berlin Neukoelln auswandern. Schau mal ueber den Tellerrand und schau dir an wie man Zigeuenerkinder in Schulen in Berlin integriert und wie man Zigeuner in ein Sozialleben integriert. Du schreibst hier nur Scheisse.
Sraffa, 23.03 2014, 00:54
@Manfred : Der Sozialdemokrat Steinmeier wie auch zuvor der CDU Präsident Herzog bescheinigen der Rum. Innenpolitik vorbildlichen Umgang mit Nationalen Minderheiten. Vielleicht mit Ausnahme faschistischer Kreise in Osterreich gibt es in Europa keine Unterstützer für ein Großungarn in den Grenzen von vor 1918.
Manfred, 22.03 2014, 22:29
sraffa!Einverstanden,das meinte ich auch!Was spricht gegen die Ungarnproblematik?
Sraffa, 22.03 2014, 20:46
@Manfred : Meine Aussage bezog sich auf die angebliche "Niederlage" US-Europäischer Diplomatie.
Manfred, 22.03 2014, 20:27
Dieses Mal meine Zustimmung,sraffa!Helmut,bitte auch mal über den selbstgesetzten politischen Tellerrand schauen-Johannis hat in seinen Aussagen absolut Recht!
Sraffa, 22.03 2014, 20:05
@Helmut : Da sagt der Herr Johannis mal wirklich etwas Mutiges und Korrektes zu seinen westeuropäischen "Freunden" und wird dann von Ihnen dafür zurecht gepfiffen. Abgesehen von seinen politischen Ansichten kann es Johannis mit Jedem in Bukarest aufnehmen. Rumänische Politiker sind zwar idR. ordentliche Diplomaten, aber mehr auch nicht !
Hanns, 22.03 2014, 19:13
@Helmut - und wer sind Ihrer Ansicht nach solch versierte Politiker in Rumänien?
Helmut, 22.03 2014, 18:52
Nicht Niederlage sondern ein Zeichen der Unfähigkeit amerikanischer und europäischer Polit-Diplomatie.Jeder politisch interessierte Mensch ,wußte das diese Revolutionsdiplomatie nicht sehr erfolgreich enden kann........Das man mit politischen Extremisten(Nazis)aus dem Ausland nicht nicht über die Situation der Minderheiten im Lande verhandelt verbietet schon der politische Anstand.Auch keine neue Erkenntnis........Johannis betätigt sich hier wiederum als alter Kaffeesudleser.Wahrscheinlich dürfte dies an seinen schlechtinformierten Mitarbeiterstab liegen....Alles in allem, sehr schwache Aussagen.Man gewinnt den Eindruck,daß es besser wäre wenn sich der Johannis nur mit der Kommunalpolitik beschäftigen würde.Dieses Geschäft versteht er und macht es eigentlich recht gut.Alles andere soll er lieber versierteren Politikern überlassen.

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