EU-Mittel beschleunigen Modernisierung

Agentur für regionale Entwicklung präsentierte mit Regio-Mitteln geförderte Projekte

Freitag, 07. Juni 2013

Cătălin Surdeanu (li.) von der Managementbehörde für das Operationelle Regionale Programm zeigte sich zufrieden mit der Umsetzung von Projekten in Hermannstadt (daneben Maria Ivan und Ioan Cindrea).
Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Die Restaurierung der evangelische Stadtpfarrkirche, die Modernisierung der Infrastruktur in der historischen Unterstadt oder die Sanierung einer Poliklinik – diese drei Beispiele aus Hermannstadt/Sibiu präsentierte die Agentur für regionale Entwicklung Zentrum (ADR) am Mittwoch als Vorzeigebeispiele, um zu zeigen, wohin europäische Fördermittel aus dem Region-Programm fließen. Insgesamt sind in der bis 2013 laufenden Förderperiode im Kreis Hermannstadt 160 Projekte eingereicht worden, von denen die ADR 46 bewilligte. Die Summe der geplanten Investitionen beläuft sich nach Angaben der ADR auf rund 108 Millionen Euro, von denen etwa 80 Millionen nichtrückzahlbare Fördermittel sind.

Vorgestellt wurden die Hermannstädter Projekte im Rahmen einer Kampagne, welche die in Bukarest ansässige Managementbehörde für das Operationelle Regionale Programm (Autoritatea de Management pentru POR) organisiert. Deren Leiter Cătălin Surdeanu reist derzeit durch die acht Entwicklungsregionen. Ein Ziel der Informationskampagne ist es, die positiven Effekte der europäischen Förderprogramme zu zeigen. Dieser Aspekt komme in der öffentlichen Diskussion oftmals zu kurz, meinte Surdeanu, vielmehr dominiere Berichterstattung über überbordende Bürokratie und Finanzanzierungsstopps durch Brüsseler Behörden.

Surdeanu zeigte sich zufrieden mit der Umsetzung von Regio-Projekten im Kreis Hermannstadt. „Was wir in Hermannstadt sehen, erstaunt uns. Wir vertrauen darauf, dass nach all den schwierigen Prozeduren Projekte bleiben, von denen die Hermannstädter Bürger profitieren, sagte Surdeanu bei der Besichtigung der Schmiedgasse/Str. Faurului. Surdeanu informierte bei der Gelegenheit, dass die noch laufenden Projekte bis spätestens 2015 umgesetzt sein müssen, andernfalls verfalle die Föderung. Er zeigte gleichzeitig Verständnis, dass Projekte wie die Restaurierung der Stadtpfarrkirche länger dauerten, hier wurde von der Stadtpfarrgemeinde als Projektträger eine Verlängerung beantragt.

Mit Fördergeldern von über 67 Millionen Euro rechnet Kreisratsvorsitzender Ioan Cindrea. Rund 53 Millionen Euro seien bis jetzt in sechs abgeschlossene Projekte im Kreis Hermannstadt geflossen. Drei Projekte befinden sich in der Umsetzung, so Cindrea. Die EU-Gelder helfen, den Modernisierungsprozess in den Bereichen Verkehr, Gesundheit und Soziales sowie Kultur im Kreis zu beschleunigen. Für die kommende Förderperiode 2014-2020 möchte der Kreisrat die Sanierung von Krankenhäusern nach dem Vorbild der Hermannstädter Poliklinik 1 vorantreiben, die Einrichtung von Gewerbeparks bzw. die Sanierung von ehemaligen Industrieflächen angehen sowie die Modernisierung von Straßen weiterführen.

Der gesamten Region Zentrum stehen aus dem Region-Programm etwa 440 Millionen Euro zur Verfügung, teilte Maria Ivan von der ADR mit. Um diese Summe konkurrierten 1122 Projektanträge, von denen 384 Projekte im Wert von 465 Millionen Euro bewilligt worden sind.

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