EU-Mittel für die Kultur

Entwicklungsagentur „Zentrum“ erklärte die Finanzierungsmöglichkeiten

Freitag, 13. Juni 2014

Zur Konferenz kamen Vertreter der Kultureinrichtungen aus der Region Zentrum und den benachbarten Entwicklungsregionen. Foto: ADR Centru

Hermannstadt - Rund 70 Teilnehmer zählte die von der Regionalen Entwicklungsagentur „Zentrum“ (ADR Centru) organisierte Konferenz zum Thema „Nicht rückzahlbare europäische Fonds im Bereich Kultur 2014-2020“. Durchgeführt wurde die Veranstaltung im Rahmen des Theaterfestivals von Hermannstadt/Sibiu und fand am Mittwoch im Rathaus statt. Der Konferenz wohnten unter anderen Simion Creţu, Leiter der ADR Centru, Constantin Chiriac, Leiter des Hermannstädter „Radu Stanca“-Theaters, sowie Stela Matioc, Leiterin der Kulturabteilung des Rathauses bei.

Eine ausführliche Präsentation des neuen Unterprogramms „Kultur“ im Rahmen des EU-Programms „Kreatives Europa“, das auf die Jahre 2014-2020 ausgelegt ist, machte Bianca Floarea, Koordinatorin im Büro „Kreatives Europa Rumänien“. Dieses Unterprogramm richtet sich in erster Linie an die Theater, Museen, Opern, Kunstgalerien, Tanzzentren sowie an die im Kulturbereich tätigen Organisationen. Gleichzeitig sind Kulturzentren, Schulen und Universitäten, aber auch Verlagshäuser, Design-Unternehmen und öffentliche Verwaltung mit eingeschlossen.

Die Referentin wies auf die gestiegene Bedeutung der Schaffung von  „europaweiten Kulturplattformen“ hin sowie auf neue förderfähige Bereiche, wie zum Beispiel „Übersetzungen“. Die Gesamtsumme des Programms für die Förderperiode 2014-2020 beläuft sich auf über 1,4 Milliarden Euro, was zwar eine Steigerung um neun Prozent im Vergleich zur Zeitspanne 2007 – 2013 bedeutet, jedoch deutlich geringer als die ursprünglich anvisierte 1,8 Milliarden Euro ausfiel.

„Europa für Bürgerinnen und Bürger“, ein weiteres Programm der Europäischen Union, stellte Gabriela Nicolau, zuständige Beamtin im Kulturministerium, vor. Dieses Programm fördert den aktiven Einsatz der Bürgerinnen und Bürger im sozialen Bereich und soll zur „Schaffung eines vereinten Europas beitragen, das auf gemeinsamen historischen Werten und der Erinnerung an eine gemeinsame Vergangenheit beruht, die Vertiefung eines interkulturellen Dialogs fördert und sich auf Toleranz, Solidarität, Demokratie, Chancengleichheit und gegenseitigem Respekt gründet“. Die Bedeutung dieser Konferenz unterstrich der Leiter der ADR Centru: „Das Kulturerbe einer Gesellschaft, sowohl das architektonische, als auch das schriftliche und musikalische, stellt eines der dauerhaftesten Werte dar, das ein Volk stärken kann“, so Creţu.

Die ADR Centru plant die Durchführung einer ähnlichen Konferenz im Bereich der Regionalentwicklung im Herbst, nachdem die Förderfonds für diese Sparte festgelegt wurden. Bei dieser Veranstaltung sollen auch die zuständigen Institutionen vorgestellt werden.

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