EU-Projekte für Arader Festungen

Große Pläne für Festungen Schiria und Schoimosch

Freitag, 24. März 2017

Arad - Ein schwieriges aber bemerkenswertes Vorhaben ist der Arader Kreisrat angegangen: Die Arader Kreisbehörden wollen nun, wie angekündigt, weder die jahrelangen Mühen noch die hohen Kosten für die Sanierung zweier der bedeutendsten mittelalterlichen Festungen des Kreises Arad, Schiria und Schoimosch, scheuen. Hauptziel ist deren Wiederbelebung und Einbeziehung in den touristischen Kreislauf. Vorerst wurden im Vorjahr und auch heuer, anlässlich der Bestimmung des diesjährigen Kreishaushalts, vom Kreisrat bedeutende Finanzierungen für die Erarbeitung der erforderlichen topographischen, geotechnischen oder auch archäologischen Studien dieser EU-Projekte bereitgestellt. Vom Erfolg dieser Studien hängen eigentlich erst die ersten archäologischen Eingriffe auf dem Gelände der beiden Festungen ab. Laut Arch. Dana Popescu, Vizedirektor des Investdepartements des Arader Kreisrats, werden die Arbeiten hier wegen der natürlichen Bedingungen von höchstem Schwierigkeitsgrad sein und nur von wenigen Fachleuten des Landes übernommen und sachkundig ausgeführt werden können.

Die Festung Schoimosch wurde von einer Adelsfamilie bzw. dem Severiner Ban Paul gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut. Die dazugehörende Domäne, Ende des 15. Jahrhunderts mit nahezu 100 Dörfern aus dem Komitat Arad und Temesch, war eine der größten in den westlichen Komitaten. Die heute denkmalgeschützte Festung Schiria wurde im 13. Jahrhundert auf dem Festungshügel (496 Meter Höhe) errichtet. Sie hatte eine wechselhafte Geschichte, war aber fast stets in den Händen rumänischer Wojwoden, um das Jahr 1440 z.B. unter Wojwode Ştefan aus Schiria, darauf folgten Wojwoden u.a. aus Cladova, Ciuci, Hălmagiu.1450-1500 gehörte die Festung Matyas Corvin, darauf der Familie Bathory. 1514 wurde die Festung von den Aufständischen des Gheorghe Doja erobert.  In der Zeitspanne 1607-1693 war die Festung erneut in türkischer Hand. 1784 wurde sie von den Habsburger Heeren zerstört, um nicht in die Hände der Aufständischen unter Horia, Cloşca und Crişan zu gelangen.

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