EU-Quote: Rumänien soll 6351 Flüchtlinge aufnehmen

Johannis und Ponta sprechen sich dagegen aus

Freitag, 11. September 2015

Bukarest (ADZ) - In seiner ersten Rede zur Lage der EU hat Kommissionschef Jean-Claude Juncker der Staatengemeinschaft kein gutes Zeugnis ausgestellt: Es fehle „an Europa, es fehlt an Union“, so Juncker angesichts der beispiellosen Flüchtlingskrise.

Alle Mitgliedstaaten seien aufgerufen, die Kommissionsvorschläge „zur Notumsiedlung von 160.000 Flüchtlingen beim Innenministertreffen am 14. September anzunehmen.“ Dies müsse verpflichtend festgelegt werden, so Juncker. Länder, die sich gegen feste Quoten stemmen, sollen laut Brüsseler Vorschlag mit Bußgeldern von 0,002 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung belegt werden.

Auf Rumänien würden laut neuem EU-Plan, der neben der bereits beschlossenen Umsiedlung von 40.000 Flüchtlingen nun noch weitere 120.000 betrifft, insgesamt 6352 Schutzsuchende entfallen.

Doch verfügt das Land über kaum mehr als 1500 freie Unterkunftsplätze. Staatschef Klaus Johannis hat sich Donnerstag unzufrieden über die Ankündigung aus Brüssel geäußert und noch einmal entschieden gegen verpflichtende Quoten ausgesprochen. Jüngst hatte er aufgezeigt, dass Rumänien nur 1785 Flüchtlinge aufnehmen könne.

Premier Victor Ponta stellte klar, dass er einerseits die auch hierzulande „zunehmende Welle von Fremdenfeindlichkeit“ verabscheue, andererseits könne Rumänien „nicht mehr versprechen, als wir auch leisten können“.

Kommentare zu diesem Artikel

rolebe, 17.09 2015, 06:28
"Da bin ich sehr entäuscht! Ab 1990 gab es rund 3.000.000 Witrschaftsflüchtlinge aus Rumänien, die dann teilweise 2007 mit dem EU-Beitritt legalisiert wurden."
So viel Unwissenheit
Natürlich muss auch Rumänien seinen Verpflichtungen nachkommen, aber eine Verbindung zu den 1990 ausgewanderten Siebenbürger herzustellen, das ist als würde man einen Deutschen der nach Südafrika umgezogen ist, als Neger bezeichnen.
giftschlange, 13.09 2015, 11:23
@Korrektur zu obigen Beitrag:..... nötige HILFE in ANSTAND und MENSCHENWÜRDE bieten.100000snd
RUMÄNE_INNEN,aller......
giftschlange, 13.09 2015, 11:15
HERR PRÄSIDENT IOANNIS HAT IN BRÜSSEL GROSSE
WORTE GESPROCHEN,JETZT SOLL
RUMÄNIEN SEINEN MORALISCHEN VERPFLICHTUNGEN NACH KOMMEN UND
DEN SCHUTZSUCHENDEN KINDERN,FRAUEN und MÄNNERN DIE NÖTIGE ANSTÄNDIE und MENSCHENWÜRDI,aller Minderheiten des Landes, wurden als Flüchtlinge und Zuwanderer in vielen Ländern der Erde aufgenommen und haben dort eine zum Teil eine neue Heimat gefunden.JETZ HAT RUMÄNIENEN die PFLICHT anderen ZU HELFEN.Auch Rumäniens Millionäre sollten endlich ein Beitrag in entsprechender Form leisten.FLÜCHTLING sind MENSCHEN wie DU und ICH.
Jürgen, 12.09 2015, 10:58
Ich kann mir schon denken, weshalb Rumänien nicht das Traumland der Flüchtlinge ist. Es gibt hier zwar eine bessere Sicherheit als in Deutschland, da weniger Nazis, aber der Zaster, den man abkassieren kann als anerkannter Asylant, der macht's halt eben.
Skeptikus, 11.09 2015, 21:33
p.s.: wie viele Zigeuner aus Rumänien kassieren Sozialhilfe in Deutschland? Ich schätze mindestens 30.000... aber 6.000 Kriegsflüchtlinge kann man nicht aufnehmen? Das nimmt schon ungarische Züge an. Von denen sind 1958 160.000 emigriert und wurden offen in Europa aufgenommen auch ohne EU!
Skeptikus, 11.09 2015, 21:27
Da bin ich sehr entäuscht! Ab 1990 gab es rund 3.000.000 Witrschaftsflüchtlinge aus Rumänien, die dann teilweise 2007 mit dem EU-Beitritt legalisiert wurden. Was hat Rumänien alles von der EU bekommen? Und jetzt? Man kann nicht 6000 Kriegsflüchtlinge aus Syrien oder Irak aufnehmen? Tut es doch privatisieren! Dann kommen die Geier... Schon mal daran gedacht, die 300.000 leerstehenden Betten am Schwarzmeer die nächsten sechs Monate zu nutzen?
Manfred, 11.09 2015, 19:40
Theoretisch hat RO viel Platz,ungenutzte Kasernen,leerstehende Hotels etc...Die praktische Frage ist,was man mit den Asylbewerbern macht,welche die vorhandenen Angebote ablehnen...Das sich freiwillig Tausende für RO entscheiden,halte ich für abwegig...
Rosemarie, 11.09 2015, 14:02
Aber die Rumänen wollen selber in allen Ländern Westeuropas leben,gut,sogar sehr gut leben....und jammmern dauernd man würde sie nicht mögen.Nun sind sie mal dran ,andere zu mögen und nun ist es aus mit Gastfreundschaft und und und ....nur selber die Hand aufhalten und alles zuamscharren...pfui!!!!
Jürgen, 11.09 2015, 13:47
Das glaube ich aber jetzt nicht!!! Es gibt so viele leere Fabriken und Hallen, so dass man viel mehr Flüchtlinge auf nehmen könnte als die zugedachten. Die Rumänische Regierung will aber nicht. Gerade der deutschstämmige Johannis müsste eigentlich wissen, was es bedeutet, wenn man seine Heimat verlassen muss.
Tourist, 11.09 2015, 12:50
es flüchten auch viele syrisch-orthodoxe Christen. Von denen könnte Rumänien auf jeden Fall ein paar Tausend aufnehmen. Klöster und orthodoxe Kirchengebäude gäbe es genug, um diese schutzbedürftigen Glaubensbrüder aufzunehmen und verköstigt können sie dort auch werden.

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