Europa-League-Aus für Astra

Trainer startet offensiv und mit Vorurteilen

Freitag, 24. Februar 2017

Ein herrliches Freistoßtor hat das Rückspiel im Sechzehntelfinale in der Fußball-Europa-League zwischen RC Genk und Astra Giurgiu entschieden. Alejandro Pozuelo (67.) erzielte den einzigen Treffer der Partie. Schon vor dem Spiel suchte der Astra-Trainer Marius Şumudică, mit weit hergeholten Anschuldigungen gegen die UEFA, die einen niederländischen Schiedsrichter zum Spiel einer belgischen Mannschaft delegiert hatte, nach Erklärungen für eine mögliche Niederlage.

Trotz des Vorgeplänkels spielte Astra eine der bedeutendsten Partien ihrer internationalen Fußballgeschichte. Die Vorurteile des Trainers waren es wohl auch, die ihn zu wiederholter Kritik am Schiedsrichter veranlassten und weshalb er die Schlussminuten von der Tribane aus sah. Mit Lovin und Boubacar versuchte Taktikfuchs Şumudică den Gegner mit einer offensiven Ausrichtung zu überraschen. Es erfolgte ein recht ausgeglichenes Spiel, in dem jedoch die Belgier ihre Feldüberlegenheit schon daher deutlich machten, dass die Außenverteidiger Alexandru Stan und Junior Morais bereits frühzeitig die gelbe Karte sahen. Bis zum Ende sollte die gesamte Defensive des amtierenden Meisters mit Gelb belastet werden. Weder bei den vielen Verwarnungen gegen Astra, noch bei einem nicht gegebenem Strafstoß nach vermeintlichem Foul an Budescu, oder dem Platzverweis sollte dem Schiedsrichter Böses unterstellt werden.

Fast gleichzeitig mit dem Gegentor in der 67. Spielminute begann Şumudică neue Kräfte auf den Platz zu schicken. Florea und Ioniţa ersetzten die defensiveren Lovin und Seto, Sergiu Buş kam für Daniel Niculae. Der Ex-Star Niculae hat seine besten Zeiten hinter sich und sein Ersatzmann hinkt derzeit seinen recht hoch geschraubten Erwartungen hinterher. Sicherlich war das 2:2 aus dem Heimspiel nicht die beste Ausgangslage für ein Weiterkommen, doch Tribut zollte Astra wohl auch ihrem Kader, in dem gleich mehrere Spieler das 35. Lebensjahr erreicht bzw. überschritten haben. Zum Vergleich: Das Durchschnittsalter der  Astra-Startelf lag bei 30 Jahren, jenes der Gastgeber bei 23.

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