Europapokal-Vertreter überzeugen nur im Inland

Erste Liga: Runde mit vielen Überraschungen

Montag, 07. Oktober 2013

Der Hinweis mag abgedroschen klingen, dass die rumänische Fußballliga keinen internationalen Maßstab hat, doch Steaua Bukarest und Pandurii Târgu Jiu stellten dies am 10. Spieltag der einheimischen Liga deutlich unter Beweis. Die ersten sieben Spiele dieser Runde unterstrichen erneut eine Reihe von Schwächen von Mannschaften, die seit Wochen katastrophale Leistungen bieten und zeigten auch, wie unbeständig es im rumänischen Fußball zugeht. Konstantes Auftreten genießt hierzulande meist Seltenheitswert.

Der Temeswarer Bürgermeister Nicolae Robu, der zu den großen Initiatoren des Projektes von Aufsteiger ASC Poli gehört, hielt dem Vereinsmanager Călin Rosenblum aber auch Trainer Valentin Velcea erst einmal eine richtige Kopfwäsche. Robu machte die beiden für die schlechte Transferpolitik des Vereins in der Sommerpause verantwortlich. Velcea hatte zuletzt mehrmals darauf hingewiesen, dass kostspielige Transfers für überdurchschnittliche Kicker momentan nicht möglich seien und derzeit könne man eh nur vertragsfreie Spieler holen. In diesen Tagen soll es auch zu einer Aussprache zwischen Robu und den beiden Verantwortlichen kommen – was das auch immer heißen mag. Die heftige Kritik war aufgekommen, als Poli auch gegen das Tabellenschlusslicht Corona Kronstadt nicht gewinnen konnte und seit Wochen kein Tor mehr erzielt hat. Poli ist nun seit sechs Runden ohne Sieg: zwei torlose Heimunentschieden gegen Viitorul Konstanza und nun gegen Corona, das ist seit Wochen die einzige Ausbeute des Banater Erstligisten.

Mit Săgeata Năvodari kam am Wochenende auch ein weiterer Aufsteiger arg unter die Räder. 0:4 unterlag die Mannschaft von der Meeresküste in ihrem Heimspiel gegen Pandurii Târgu Jiu. Der Săgeata-Trainer Tibor Selymes überlegt nach dieser Leistung, einige Kicker aus dem Aufgebot zu streichen. Nach Pandurii holte mit Steaua Bukarest auch der zweite noch international vertretene Verein einen Auswärtssieg. Stürmer Piovaccari zeichnete für den einzigen Treffer der Partie, beim FC Vaslui gerieten drei andere Spieler in die Schlagzeilen: Madson, Torhüter Cerniauskas und Sânmărtean wurde im Laufe der Partie des Platzes verwiesen. Rot sah auch der Petrolul-Coach Cosmin Contra bei der Niederlage seiner Mannschaft gegen Gaz Metan Mediasch. Und das gleich zweimal. Einmal als er zu Spielschluss über die Schiedsrichterleistung aufbrauste und dann als ihm der Referee die rote Karte zeigte. Eine der großen Überraschungen der Etappe lieferte jedoch die abstiegsbedrohte Concordia Chiajna, die Astra Giurgiu 3:1 bezwang und Steaua Bukarest so einen Vorsprung an der Tabellenspitze sicherte.

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