Ex-Direktoren bleiben in U-Haft

Temeswarer Berufungsgericht ist gegen erleichterte Haftbedingungen zu Ostern

Samstag, 04. April 2015

Reschitza/Temeswar – Am Donnerstag entschied das Temeswarer Berufungsgericht, dass die beiden Ex-Direktoren des Reschitzaer Maschinenbauwerks, Adrian Chebuţiu und Adrian Coriolan Preda, weiterhin im Polizeigefängnis des Kreisinspektorats Karasch-Severin in Untersuchungshaft verbleiben müssen. Die Maßnahme gilt bis am 28. April und ist die Antwort auf die Berufung, die von den Advokaten der beiden Direktoren gegen das vorangegangene Urteil des Reschitzaer Kreisgerichts eingelegt hatten.

In der jüngsten Urteilsbegründung heißt es, die beiden Beschuldigten hätten keine triftigen Gründe anführen können, um die Untersuchungshaft abzubrechen, zumal die ihnen zur Last gelegten Vergehen – bis hin zur Untergrabung der Volkswirtschaft – äußerst schwerwiegend sind.

Chebu]iu und Preda, über die immer wieder Details ihrer Abwirtschaftung des einst wichtigsten Arbeitgebers des Südbanats bekannt werden (die ADZ berichtete wiederholt) haben in der U-Haft das Recht, alle zwei Wochen ein  Lebensmittelpaket von ihren Angehörigen zu empfangen. Womit in ihrem Fall wohl diesmal das Ostermahl ersetzt wird.

Der Hauptvorwurf, dem die Staatsanwälte auf den Grund gehen, ist Bildung einer kriminellen Vereinigung (der neben Chebu]iu und Preda auch Chebuţius Ehefrau Lăcrămioara, der ehemalige Generaldirektor der Hafenverwaltung von Konstanza, Eugen Bogatu, und der Syrer Said Baaklini – aber auch andere Syrer mit doppelter Staatsbürgerschaft – angehörten), die sich auf Unterschlagung spezialisiert hat und die u.a. auch mittels der Fälschung von Beschlüssen des Verwaltungsrats des Unternehmens operierte und Vermögenswerte um die 80 Millionen Euro in die eigene Tasche wirtschaftete, einschließlich ausgegliederte Filetstücke des Werks und wertvolle Immobilien. Durch diverse Fälschungen und Unterschlagungen – auch von geistigem Gut und Know-how – haben die Chebuţius und Preda allein in der Zeitspanne 2007-2013 rund 48 Millionen Lei unterschlagen.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*