Ex-Kreisratschef von Argeş zu Haft verurteilt

Samstag, 05. Juli 2014

Bukarest (ADZ) - Der einflussreiche Ex-Kreisratschef von Argeş, Constantin Nicolescu (PSD), ist am Freitag vom Appellationsgericht Bukarest wegen Betrugs mit EU-Geldern zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Verurteilte kann dagegen Rechtsmittel einlegen. Die Antikorruptionsbehörde DNA hatte letzten Februar Anklage gegen Nicolescu erhoben und ihm den kriminellen Missbrauch von insgesamt 1,2 Millionen Euro aus dem PHARE-Topf zur Last gelegt. Der Lokalbaron hatte das Geld für die fiktive Sanierung zweier angeblich hochwasserzerstörten Brücken beantragt, die EU-Gelder flossen sodann auf die Konten zweier ihm nahestehenden Bauunternehmen, von denen eines sogar seinem Schwiegersohn gehörte.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 06.07 2014, 19:21
Jedes Volk hat die Politiker, die es ... wählt.
Und wenn PHARE-Gelder zweckentfremdet verwendet werden, rumpelt das Volk eben über schlechte Straßen und lebt mit einer schlechten Infrastruktur, die die wirtschaftliche Entwicklung bremst.
Die Politiker besitzen leider auch keinerlei Weitblick und erscheinen mehr wie Kleinganoven, die in prall gefüllte Geldsäcke greifen können. Denn es ist ja schließlich das Land, in dem auch sie und ihre Familien leben, welches sie schädigen.
Auch der teure ausländische Luxus-SUV mag die rumänischen Rumpelpisten nicht. Und auch wenn sie meinen, regeln würden für sie nicht gelten, kommen sie in Rumänien im Vergleich zu anderen EU-Ländern auch nur langsam voran. Der schönste Anzug wird zudem auch gegen den schlechten Ruf, den sie sich erarbeiten, nichts nutzen.
Hanns, 05.07 2014, 11:33
Schon wieder ein korrupter Politiker! Täglich gleichlautende Meldungen. Es ist in Rumänien offensichtlich die Regel, dass die Politiker korrupt sind. Das Land wird mehr und mehr von dieser Politiker-Bande ausgebeutet.

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