Ex-Kreisratsvize Ghiorghioni bestreitet weiterhin jedwede Schmiergeldannahme

Freitag, 06. November 2015

Reschitza – Die jüngste Episode der Gerichtsverhandlung, vom vergangenen Donnerstag, im Schmiergeldprozess des Ex-Kreisratsvizepräsidenten von Karasch-Severin, Ionesie Ghiorghioni, war nur kurz. Als ihm das Gericht das Wort erteilte, blieb Ghiorghioni beim hartnäckigen Leugnen jedweder Schmiergeldannahme – obwohl er im Mai sogar in flagranti dabei erwischt wurde, im Kreisratsgebäude, in seinem Büro, wie er 20.000 Lei annahm. Vom Anzeigeerstatter Valentin Armaşu, dem Besitzer der Straßenbaufirma Camand, von dem Ghiorghioni, laut Aussagen von Armaşu vor Gericht, regelmäßig bei jedem Auftrag zehn Prozent der Summe kassierte, habe er nie auch nur einen Leu genommen, behauptete Ghiorghioni kaltschnäuzig: „Herr Präsident“, wandte sich Ghiorghioni an den vorsitzenden Richter, „der hat mir nie auch nur einen Leu gegeben! Es gibt keinerlei Beweis in diesem Sinn. In der Gerichtsakte gibt es ein einziges diesbezügliches Beweisstück, das aber mit elektronischen Mitteln aufgenommen wurde, aber das ist manipuliert.

In der Aktion zu meiner Entfernung aus dem Kreisrat überlagern sich sehr viele Dinge“, unterstrich er einmal mehr die Verschwörungstheorie, dergemäß alle Aktionen der Staatsanwaltschaft nur einem Ziel ungeordnet waren: ihn aus dem politischen Leben zu entfernen, für das er alles aufs Spiel gesetzt hatte. Wie er schon mehrmals vor Gericht sagte.
Der delegierte Staatsanwalt der Antikorruptionsbehörde DNA, Lucian Dolcu, blieb unbeeindruckt: „Geehrte Instanz“, sagte er, „ich fordere von Ihnen, Strafen anzuwenden, die sich am Höchstmaß der Strafen für Korruption orientieren. Und als Folge der Zulagen für untereinander korrelierte Straftaten im Wiederholungsfall finde ich, dass eine zehnjährige Haftstrafe – oder darüber hinaus – gerade ausreichend wäre für denjenigen, der offensichtlich begangene Straftaten immer noch leugnet und der zudem bei allen Gerichtsverhandlungen arrogant, herausfordernd und renitent aufgetreten ist. Außerdem fordere ich von Ihnen die Konfiszierung von 200.000 Lei aus dem Vermögen des Angeklagten.“

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