Ex-Ministerin Elena Udrea vor der Festnahme

Rechtsausschuss gibt grünes Licht für alle DNA-Ansuchen

Dienstag, 10. Februar 2015

Bukarest (ADZ) - Die frühere Entwicklungsministerin und aktuelle PMP-Abgeordnete Elena Udrea steht vor der unmittelbaren Festnahme: Der Rechtsausschuss des Unterhauses gab am Sonntag grünes Licht für mehrere DNA-Ansuchen um Ermittlungsaufnahme gegen sie und billigte auch die geforderte U-Haft für die einst einflussreiche Politikerin.

Die Abstimmung in der Abgeordnetenkammer war für Montagnachmittag anberaumt, die über fünf DNA-Ansuchen bezüglich Udrea zu befinden hatte: Eines um Aufhebung ihrer parlamentarischen Immunität und Aufnahme des Strafverfahrens in der sogenannten „Microsoft“-Affäre, in der ihr Geldwäsche und Verschleierung ihrer Vermögensverhältnisse zur Last gelegt werden, ein zweites um Aufnahme des Strafverfahrens in der „Boxgala Bute“-Affäre, in der sie im Verdacht des Amtsmissbrauchs steht, während die restlichen drei Ansuchen allesamt ihre Inhaftierung visieren.

In der „Bute“-Strafakte nahmen die Ermittler am Wochenende zudem Tudor Breazu, Verwalter eines der Politikerin gehörenden Anwesens in der Gemeinde Nana, fest, der eine Schmiergeldzahlung vermittelt haben soll. Nach ihrer Anhörung durch den Rechtsausschuss sagte Udrea der Presse, dass sie vor den Kollegen für die Aufnahme der Strafverfahren gegen sie plädiert habe, die drei DNA-Ansuchen um U-Haft allerdings als völlig „exzessiv“ erachte – man wolle ihr „offensichtlich den Mund stopfen“.

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 10.02 2015, 21:43
Niemand will Udrea den Mund stopfen.Ob sie Unschuldig oder Schuldig ist,wird ein kommendes Gerichtsverfahren klären.In jedem Fall muß sie so wie jeder ,der unter einem kriminellen Verdacht steht, nach den bestehenden Gesetzen behandelt werden.Jahrelange haben die Vorgängerregierungen ,Betrügereien,Steuerhinterziehungen ,Korruptionsgeschäften geduldet,jetzt ist Schluß damit und unter der Regierung Ponta wird endlich aufgeräumt.Das sich die Regierung damit auch Feinde schafft darf nicht verwundern.Die Wähler werden es lohnen.

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