Ex-SRI-Vizechef Coldea mit Aussage vor Ausschuss

Unverständnis für Konstrukt des „Parallelstaates“

Donnerstag, 15. März 2018

Der frühere SRI-Vizechef Coldea hat am Dienstag Stellung vor dem U-Ausschuss bezogen.
Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Der frühere Erste Stellvertretende Leiter des Inlandsgeheimdienstes SRI, Florian Coldea, hat sich am Dienstagabend zu seinen Stellungnahmen vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Aktivitäten des Nachrichtendienstes geäußert. Der Großteil der dabei angeschnittenen Sachverhalte sei bereits Gegenstand öffentlicher Diskussionen, so Coldea. Weitere Vorladungen würden folgen.

Er unterstrich, sich bei seinen Bemühungen im Kampf gegen die Korruption und für die nationale Sicherheit in den Grenzen des Gesetzes bewegt zu haben. In Zeiten östlicher Gegenspionage hätten auch die Partner Rumäniens von der Arbeit des SRI profitiert. Gleichzeitig erklärte er sein Unverständnis für das Konstrukt des nebulösen, von der Regierungskoalition herangezogenen und nicht näher beschriebenen „Parallelstaates“. Stattdessen habe er stets einem „aufrechten Staat“ gedient, um dessen Gesetze zu schützen und zu stärken.

Coldea hatte im Januar 2017 auf Druck der frisch gewählten Koalition aus PSD und ALDE und nach einer Kampagne durch den Fernsehsender România TV des nach Serbien geflüchteten Unternehmers Sebastian Ghiță seinen Posten geräumt.

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