Ex-Umweltminister Borbely entgeht der Strafanklage

Dienstag, 21. Januar 2014

Bukarest (ADZ) - Ex-Umweltminister László Borbely kann aufatmen: Dank der im September erfolgten Weigerung seiner Abgeordnetenkollegen, dem Ansuchen der Antikorruptionsbehörde DNA über die Aufhebung seiner Immunität stattzugeben, entgeht der im Verdacht der Bestechung, Einflussnahme und Falschangabe stehende UDMR-Politiker einer Strafanklage. Angeklagt wurden letzter Tage indes seine Ehefrau Melinda, sein früherer Berater Szepessy Szabolcs sowie die Unternehmer Ioan Ciocan und Petru Molnar. Laut DNA sollen die beiden kostspielige Renovierungsarbeiten an der Wohnung der Familie Borbely vorgenommen haben, der ihnen über seinen Berater im Gegenzug Verträge mit der dem Umweltressort unterstellten Nationalen Wasserverwaltungsgesellschaft versprach.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 22.01 2014, 15:54
So so - was erinnert denn da an Deutschland? In D ist es nicht üblich, dass gleichzeitig mit öffentlichen Aufträgen auch Arbeiten an den Häusern der Vergabeentscheider durchgeführt werden. Korruption in RO ist allgegenwärtig - dies kann man über D so nicht sagen. Der Weg etwas mit Geld oder Beziehungen zu lösen oder zu beschleunigen ist doch fest in den Köpfen der Rumänen verankert. Vorschriften und Gesetze versucht man zu umgehen bzw. als Einnahmequelle zu nutzen - und dadurch wird jedes Gesetz und jede Verordnung ausgehebelt - dies ist ja fast schon ein Volkssport in RO. In D pochen die Menschen hingegen auf die Einhaltung von Gesetzen. Solche Vorfälle wie hier mit Borbely würden von der deutschen Gesellschaft nicht so einfach hingenommen.
Sraffa, 21.01 2014, 19:27
Doch immer wieder interessant zu lesen wie Minister doch eigentlich auch nur kleine Räder im Gesamtgetriebe der Interessen sind ; das erinnert mich in so vielem auch an D - wobei es dort ähnlich -aber auf einem höheren Niveau- zugeht.

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