Fachwissen für Freck

Rathaus Freck lud am Donnerstag zu einer Konferenz für Erneuerbare Energie

Samstag, 18. Mai 2013

„Wir sind auf dem Weg, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Städten in Rumänien zu entwickeln“, gab sich Arnold Klingeis (stehend) zuversichtlich (daneben v. l. Marcel Luca, Mihai Mihăiţă, Wilhelm Kappel, Nicolae Olariu). Foto: Holger Wermke

Freck - Grüne Energieerzeugung soll in der Kleinstadt Freck/Avrig für wirtschaftliches Wachstum sorgen. Seit einigen Jahren schon arbeitet Bürgermeister Arnold Klingeis an der Verwirklichung seiner Vision vor der energieunabhängigen Stadt. Die bisher geleisteten Schritte sowie künftige Pläne stellten Klingeis sowie externe Partner am Donnerstag auf der Konferenz „Erneuerbare Energie – Katalysator für nachhaltige Entwicklung“ in Freck vor.

„Wir sind auf dem Weg, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Städten in Rumänien zu entwickeln“, gab sich der Bürgermeister vor den rund 60 Teilnehmern zuversichtlich. Neben Fachleuten hatten auch Frecker Schüler den Weg zur Konferenz gefunden. Es handelte sich um die zweite Konferenz dieser Art, die im Rahmen des bis 2014 laufenden EU-Projekts „Regionale Strategien für bewusste Kommunen“ (Renergy) stattfindet. Organisiert wurde sie vom Rathaus Freck, der Organisation Neue Energiequellen (SUNE) und dem Nationalen Institut für Elektroingenieurwesen (ICPE-CA).

In seinem Grußwort erinnerte Nicolae Olariu, Vorsitzender von (SUNE), dass die Stadt Freck 2011 zu den ersten Unterzeichnern der Erklärung für energetische Unabhängigkeit gehörte- und dass die Stadt dieses Ziel bis 2030 erreichen möchte. Als Pionier bezeichnete Marcel Luca, stellvertretender Kreisratsvorsitzender, die Stadt Freck. Er lobte Klingeis für die Konsequenz, mit der dieser seine Ideen für den Einsatz grüner Energien verfolgt. Prof. Wilhelm Kappel, Leiter des ICPE-CA, stieß in die gleiche Kerbe. Trotz anfänglicher Skepsis habe er sich vor vier Jahren von Klingeis von der Umsetzbarkeit des „Lokale Energie“-Programms überzeugen lassen. Er sagte, dass der Einsatz von Energie aus regenerativen Quellen zunächst höhere Energiepreise mit sich bringt, langfristig aber Ressourcen schone und Arbeitsplätze schaffe.

Nicht nur die Projektpartner kamen zu Wort. Vertreter von Unternehmen präsentierten in einem ersten Vortragsblock privatwirtschaftliche Energielösungen. Im Anschluss stellten Vertreter des Frecker Rathauses die bisher durchgeführten Maßnahmen im Rahmen der Strategie „Lokale Energie“ vor, beispielsweise die Montage von Solarpaneelen auf Schuldächern oder der testweise Anbau von Energiepflanzen auf brachliegenden Feldern. Außerdem informierte die Konferenz über Fallbeispiele zum Thema grüne Energie von Kommunen aus dem Renergy-Projekt.

Wie auf der Konferenz ebenfalls bekannt wurde, eröffnete Kappel am Vortag im Frecker Ortsteil Mâr{a ein Büro des ICPE-CA. Das im Gebäude des kürzlich gegründeten Business-Inkubators eingerichtete Büro soll künftig für Schulungen genutzt werden. „Die Idee ist es, Fachwissen nach Freck zu bringen“, erklärte Klingeis. „Veränderungen können auch in kleinen Ortschaften stattfinden“, meint der Bürgermeister. Mit Maßnahmen wie letzterer sollen diese Veränderungen langsam Form annehmen.

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