Fahne des Szeklerlands erregt die Gemüter in Rumänien und Ungarn

Ungarn droht inzwischen mit diplomatischen Konsequenzen

Freitag, 08. Februar 2013

Bukarest (Mediafax/ADZ) – Im sogenannten Fahnenkrieg zwischen Ungarn und Rumänien droht das Nachbarland inzwischen mit diplomatischen Konsequenzen. Das neue Gefecht ging davon aus, dass vor ein paar Tagen bei der Amtseinsetzung des Präfekten des Kreises Covasna, Codrin Munteanu, dieser die traditionelle Fahne des Szeklerlands aus dem Festsaal entfernen ließ.

Das hat den Staatssekretär im Budapester Außenministerium, Zsolt Németh, auf den Plan gerufen, der den Standpunkt der rumänischen Behörden gegenüber den Ungarn in Siebenbürgen allgemein verurteilte und von einer „symbolischen Aggression“ sprach. Németh ermutigte die Bürgermeister in Ungarn, zum Zeichen der Solidarität die Fahne des Szeklerlands auf den Rathäusern zu hissen, was vereinzelt auch geschehen ist.

Premier Victor Ponta sprach Mittwoch auf der Regierungssitzung von einer „Frechheit“. Niemand solle uns vorschreiben, wie das Gesetz von den Kommunalbehörden angewendet wird und welche Fahnen wir hissen. Der Premier forderte Außenminister Titus Corlăţean auf, einen „entschiedenen“ Standpunkt einzunehmen: „Wir müssen der Sache ein Ende setzen.“

Der ungarische Botschafter in Bukarest, Oszkár Füzés, wurde Mittwochnachmittag ins rumänische Außenministerium einbestellt. Zu den Äußerungen von Németh hatte der Staatssekretär im Außenministerium Bogdan Aurescu Stellung genommen: Diese bedauerlichen Einmischungen würden Verfassung und Gesetz in Rumänien widersprechen.

Sie kämen einer ausdrücklichen Unterstützung der Lokalautonomie nach ethnischen Kriterien gleich und das stünde im Gegensatz zur Verfassung Rumäniens.

Der ungarische Botschafter Oszkár Füzés erklärte in einem Fernsehinterview, dass es keinen „Krieg der Fahnen“ gebe und dass die Fahne des Szeklerlands zur Identität der Szekler gehöre. Er hoffe, dass es zu keinem diplomatischen Konflikt kommt und dass die Sache „normal und zivilisiert“ bereinigt wird.

Der Vorsitzende des UDMR, Hunor Kelemen, meinte, dass weder die Erklärungen des Staatssekretärs Németh noch das Hissen der Szeklerfahne die Probleme in Rumänien lösen werden. Diese Fahne würde auch die Interessen das rumänischen Staates nicht schädigen.

Kommentare zu diesem Artikel

sraffa, 11.02 2013, 01:59
Norbert, Ihre Grammatik macht es mir nicht leicht Sie inhaltlich zu verstehen, nun gut : Kern Ihrer Aussagen ist die These daß Ungarn und Rumänen sich gegenseitig nicht akzeptieren. Tja, dies scheint aber erst seit dem Vertrag von Trianon der Fall zu sein denn zuvor fühlte sich die ungarische Minderheit als herrschende Gruppe in Siebenbürgen jahrhundertelang sauwohl. Nun ist Flexibilität gefragt : Der Deutsche Förderalismus z.B. entbindet die einzelnen Bundesländer nicht von der gemeinsamen Mitverantwortung und auch hier gibt es ein Mehrheitswahlrecht dessen Ergebnisse alle zu akzeptieren haben. Das funtioniert nun seit 1871 mehr oder minder gut; glauben Sie, Bayern und Preußen lieben sich ?
Norbert, 10.02 2013, 23:32
Herr sraffa, sie sind ein politisches Leichtgewicht,deswegen werde ich ihnen da auch nicht antworten.Rumänien ist viel zu schwach und hat keine tradtion in der gesamten bevölkerung zu seinen Politikern oder Parteien. sie werden diese Aufgabe nicht meistern können das sich ungarn ,die aus derösterreichischen ungarischen Donau Monarchie ihr Vaterland allso stammen jemals mit rumänen gleichsetzen. Die deutschen die 1000 Jahre in siebenbürgen lebten haben bis heute nix aber auch gar nix mit rumänen am Hut. Die wenigen alten Leute die da noch leben sind so klug und haben sich mit diesem Verbrechen abgefunden. aber nicht die Ungarn.Dieses wird unweigerlich zu einer verfassungsdiskussion führen weil sie mit rumänen nix wollen. das ist anders in deutschland mit der dänischen Mindrheit diefühlen sich dort Pudelwohl. und wir freuen uns über sie, und deswegen freuen wir uns auch das sie mit der schleswigholsteinischen regierung sind. aber ein ungar in seinen Land soll mirt rumänen was machen. Die Leute bringen sie mir mal vorbei. die habe ich in rumänien noch nie kennengelernt. weder einen deutschen noch einen rumänen.
sraffa, 10.02 2013, 17:10
Der Vertrag von Trianon war die Korrektur eines seit Jahrhunderten verursachten Unrechtes : Der Zuteilung von fremden Land an Dritte durch die Habsburger. Die Mehrheit in all diesen Gebieten war immer Rumänisch, mit dem Vertrag von Trianon wurde dies akzeptiert.
Norbert, 09.02 2013, 14:54
nationale minderheiten !hm. hm. wie sind die denn entstanden .rumänien bekam mach dem ersten und dann nach dem zweiten weltkrieg weite gebiete zugesprochen.mit denen sie vorher nie was am hut hatten. daraus entstand dann vetreibung .ich hoffe das ich hier keine historische aufarbeitung machen muß.das dies allgemeingut ist zu wissen wo die vielen ungarn die vielen menschen nach östereich nach amerika nach kanada nach australien und so weiter flüchten mußten oder dort nicht mehr ihre sprache und kultur leben konnten.die tscheslowakei hat sich friedlich getrennt in tschechien und slowakei. in Belgien ist das land jetzt schon emotional geteilt.in rumänien provezeihe ich ihnen die hier schreiben. das spätestens im jahr 2020 das gleiche sich vollziehen wird.die frage wird ökonomisch aus rumänien hgeraus entschieden. im jahr 2020 wird rumänien immer onoch das ärmste land sein. der bevölkerungsstand wird bei nur noch 15 bis 16 millionen sein . die sich zum zigeunertum bkenneden menschen wird bei ca 5 bis 6 millionen sein. die ungartn in rumänien haben keine beziehung wie auch die kleine deutsche minderheit keine beziehung zu rumänien haben. entweder der staat wird ähnlich wie in deutschland eine strikturreforn einleiten. Bundesländer, kreise,verbandsagemeinden .ec...oder es wird eine abspaltung beginnend der ungarischen bevölkerung stattfinden in form von abstimmung. es wäre eine demokratische revolution . wenn unter friedlichen gegebenheiten. die geschichtliche ungerechtigkeit aufgelöst wird durch den willen der menschen.Rumänien hat nicht die kraft diesen prozess aufzuhalten.das werden wir die nächsten 10 jahre als zeitzeugen beobachten.
Manfred, 08.02 2013, 20:11
Ein bißchen mehr Gelassenheit von allen Seiten würde deaskalierend wirken.Alle leben schließlich unter einem Dach.Auf alle Fälle sollte auch Budapest vorsichtiger sein,Rumänien ist ein souveräner Staat!
Ottmar, 08.02 2013, 16:23
Hallo Helmut,
da muss ich dir einmal wirklich recht geben.Nationales Gefuehl ja aber Nationalismus nein.
Helmut, 08.02 2013, 14:49
Ob die Szeklerfahne in einem Festsaal des Rathauses hängt oder nicht,ist nicht von so großer Bedeutung,nur muß sie neben der Rumäniens und der EU hängen.Die provokatorische Auforderung des Herr Staassekräters ist aber eine Frechheit .Dieser Herr vergißt, dass in keinem Land der EU, Minderheiten solche Rechte wie in Rumänien haben.Dies aber nicht erst seit heute.Wahrscheinlich will Orban wieder von seinen demokratiepolitischen und wirtschaftlichen Problemen ablenken und spielt wieder die Karte des Nationalismus aus.

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