Fahrradregister als landesweites Netzwerk

Maßnahme gegen Diebstahl: Fahrrad einfach registrieren lassen

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Foto: Privat

„Prima deutsche Qualität!“ schreibt es auf dem Regal im Fahrradladen unter einer Reihe Fahrradschlössern. Blickfangend ist es wohl, wenn sich der Kunde um die Sicherheit seines Zweirads interessiert. „Diebstahlsicher sind jedoch keine!“ fügt der Verkäufer lächelnd hinzu. „Sicher kann man bloß sein, wenn man das Rad nie aus den Augen verliert“, fährt er weiter fort.

Und recht hat der Mann, denn ob Bügel- oder Ringschloss, Stahlkabel oder Eisenkette, lassen sich Fahrradschlösser-Knacker nichts in den Weg geraten.  Es gibt wohl kaum einen Radfahrer, dem nicht wenigstens einmal das Fahrrad gestohlen wurde. In Temeswar/Timişoara hat die Anzahl von Fahrradfahrern und Fahrrädern stark in den letzen Jahren zugenommen. Dafür auch die Anzahl der geklauten Räder.

Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden rund 200 Fahrräder in der Bega-Stadt gestohlen – lautet eine Statistik der Lokalpolizei.

Das Stehlen kann man wohl nicht verhindern, jedoch kann man Sicherheitmaßnahmen treffen. Dieser Idee nach richtet sich auch ein neues Projekt, das in Klausenburg/Cluj-Napoca initiiert wurde. „Das Fahrradregister“ heißt das Projekt, dass im Falle eines Diebstahls den Weiterverkauf eines Fahrrads für den Dieb erschweren soll. Das Online-Register sieht sich als ein landesweites Netzwerk für Fahrräder-Besitzer. Diese können ihre Fahrräder registrieren und dabei so viele Details wie möglich eingeben, um die Chance zu erhöhen, das Fahrrad, nachdem es gekaut wird, wieder zu finden.

Die Einschreibung auf der Webseite www.registruldebiciclete.ro ist leicht. Zuerst muss man ein Konto erstellen, um das Fahrrad oder die Fahrräder zu registrieren. Die Marke, das Modell, die Seriennummer des Fahrradrahmens, die Farbe und eine kurze Beschreibung des Fahrrads. Auch Bilder sollen dabei hochgeladen werden – diese sollen vor allem die Besonderheiten und Kennzeichen des Fahrrads zeigen.

All diese wichtige Details werden in Falle eines Diebstahls zählen: „Der Besitzer kann sich in diesem unglücklichen Fall auf der Webseite einloggen und auf seinem Konto das Fahrrad als gestohlen eintragen. Ein kurzer Bericht über den Ort, wo das Rad gestohlen wurde und Kontaktdaten, falls jemand es findet, sind notwendig. Für gestohlene Fahrräder gibt es eine bestimmte Sektion auf der Webseite, sodass alle Nutzer des Registers das sehen können“, sagt Diana Silaghi, die PR-Manager bei „Registrul de biciclete“.  „Die Chance, dass das Fahrrad gefunden wird, steigt, denn das Verschwinden des Fahrrads ist somit landesweit ersichtlich“, sagt sie.

Das Projekt sieht jedoch nicht nur die Registrierung der Fahrräder vor, sondern bei der Registrierung des Fahrrades soll der Inhaber demnächst auch einen Aufkleber mit einem Zahlencode oder einem QR-Codes erhalten. Der QR-Code (englisch Quick Response, „schnelle Antwort“) ist ein zweidimensionaler Code, der die Identifizierung der Fahrräder, egal wo sie sind, ermöglicht. „Jeder kann mit seinem Smartphone diesen Code scannen – wenn das Fahrrad geklaut ist, kann diese Person es gleich erfahren. Das kann sehr nützlich sein, wenn zum Beispiel jemand ein Second- Hand-Fahrrad kaufen möchte oder, wenn zum Beispiel ein Fahrrad auf der Straße einem gestohlenen Rad auf unserer Webseite ähnelt“, erzählt Diana Silaghi.

Damit diese Infos zu allen Fahrrad-Liebhabern landesweit kommen, hat der Fahrradregister auch Info Points gegründet. In Temeswar sind diese Informationsstellen in zwei Fahrradläden wie BicicleTeMe und Supreme Bikes sowie in den Sportclubs One Move und Vandra zu finden. „Fahrräder werden weiterhin geklaut. Das wissen wir genau und können es auch nicht verhindern. Jedoch ist unser Register eine Maßnahme und ein Schritt vorwärts, das Klauen zu entmutigen und die Verwertung geklauter Fahrräder zu erschweren“, schließt Diana Silaghi.  

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 26.10 2013, 22:22
na siehste ,auch mal ein lustiger Bericht in dieser zeitung. Wenn ich als deutscher aus Deutschland dies lese,dann denke ich oh es ist schon faßenacht.Warum denke ich das. ´Die Rumänen klauen in Deutschland so alles was nicht bis drei auf den Bäumen ist. Sie klauen Kupferdächer auf Kirchen. Sind hauptsächlich auf Friedhöfen unterwegs ,Hochspanngsleitungen ,da lachen die.und dann sollen die in Rumänien sich gedanken machen .wie man ein Fahrrad klaut. das beißen ihre Kinder mit den Milchzähnen durch..

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