Fahrstuhl für die Gleisüberführung

Eisenbahnprojekt in erheblichem Verzug

Freitag, 29. Mai 2015

Arader Bahnhof
Foto: Marion Kräutner

Arad - Der Arader Hauptbahnhof soll einer der modernsten in ganz Osteuropa werden, so die zuständigen Behörden. Seine Fertigstellung läuft jedoch mit erheblicher Verzögerung. Bereits jetzt sind die Arbeiten an dem 334 Millionen Euro-Projekt um ein Jahr in Verzug.

Noch mehr: Im Departement für Infrastruktur bei der Rumänischen Eisenbahn gibt es noch immer keinen klaren Termin für den Abschluss der Arbeiten. Das Unterfangen am Arader Bahnhof ist Teil der Sanierung der Bahnstrecke zwischen der Grenzortschaft Curtici im Verwaltungskreis Arad und Simeria im Kreis Hunedoara. Die Arbeiten allein auf der Teilstrecke Curtici - Arad belaufen sich auf 1,38 Milliarden Euro. Fertig werden sollte der Abschnitt im Juni 2014, doch auf manchen Strecken ist noch nicht einmal die Ausschreibung der Arbeiten abgeschlossen.

Das Projekt beinhaltet die Modernisierung mehrerer Bahnhöfe, darunter auch das 1910 errichtete Gebäude in der Kreishauptstadt Arad. Die Behörden sprechen im Falle des Arader Hauptbahnhofes von „einem der modernsten in ganz Osteuropa“ – natürlich nach Abschluss der Arbeiten. Eine Gleisüberführung soll die derzeit noch bestehende Unterführung ersetzen. Die Überführung, die laut Mediafax bereits fertig ist, wird künftig die Verbindung zu den einzelnen Gleisen und letztendlich zum Hauptgebäude herstellen.

Die Überführung an und für sich ist hochmodern geplant: Fahrstuhl, Rolltreppen, Läden und andere Dienstleistungen für die Reisenden werden eingerichtet. Ebenfalls am Bahnhof soll ein Wartungstrakt mit Werkstätten, Büros und Lagerräumen entstehen. Als High-Light für den neu sanierten Bahnhof erwähnt die Rumänische Eisenbahngesellschaft eine Anlage zum Management des Verkehrs und dessen Überwachung. Derzeit festgesetzten Terminen nach wird diese bis Ende des Jahres zum Einsatz kommen.

Für die Verzögerungen am Gesamtprojekt hat der Bauherr, die Rumänische Eisenbahngesellschaft, zwei Erklärungen parat: Den hohen Grundwasserspiegel auf manchen Baustellen und die Komplexität der Arbeiten.

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