Falsche Schornsteinfeger, Rattenfänger

Sie haben es auf Wertgegenstände und Geld abgesehen

Dienstag, 14. August 2012

Karansebesch/Reschitza - Die Kommunalpolizeien aus Karansebesch und Reschitza warnen die Bürger vor falschen Schornsteinfegern und Rattenfängern, die in letzter Zeit vermehrt auftauchen und gelegentlich ganze Wohnungen leeren. In Karansebesch sind es „Schornsteinfeger“, die mit gefälschten Ausweisen des Kommunalwirtschaftsunternehmens Transal Urbis auftauchen und „Monatsbeiträge“ kassieren, in Reschitza tauchen „Teams“ von „Bekämpfern der Nagerplage“ in den Wohnblocks auf und stehlen älteren Bewohnern aus dem Haus.

In Karansebesch konnte die Polizei drei Personen dingfest machen, die sich als Schornsteinfeger ausgaben und als solche ganze Gassen abkassierten. Sie verlangten 20-30 Lei Schornsteinfegergebühr pro Monat und gingen von Haus zu Haus, wohl wissend, dass das regelmäßige Säubern der Schornsteine Pflicht ist. Die Individuen, die erwischt wurden, stammen aus den Verwaltungskreisen Temesch und Klausenburg, hatten keinerlei Ausweispapiere bei sich und konnten, mangels Anzeigen aus der Bevölkerung, bloß mit Geldstrafen belegt werden: je 150 Lei, welche die Ertappten locker bezahlten.

Die Karansebescher Polizei warnte die Bevölkerung, bloß tatsächlich autorisierte Schornsteinfeger von Transal Urbis ins Haus zu lassen, deren Anwesenheit vorher von der Gesellschaft für Kommunalbewirtschaftung auf diversen Wegen angekündigt wird. Andernfalls riskiere die Bevölkerung nicht nur Raubüberfälle, sondern möglicherweise auch Gewalttätigkeiten.
In Reschitza tauchen in letzter Zeit in den Wohnblocks Dreierteams auf, die sich als Vertreter einer Firma zur Bekämpfung von Nagetieren – vor allem Ratten und Mäuse – ausgeben und auch allerlei (gefälschte) Papiere dazu vorweisen, weil sie angeblich mit der Stadt einen Dienstleistungsvertrag abgeschlossen haben. Lässt man sie ins Haus, verschwindet einer in Küche oder Bad und tut so, als spritze er die Räume aus, während sich die anderen – vor allem bei alleinstehenden Personen – in der Wohnung verteilen und mitgehen lassen, was nicht niet- und nagelfest ist, vorzugsweise aber Geld und Schmuck, den diese mit erstaunlicher Kaltblütigkeit zielgenau auszumachen wissen und an sich reißen. Die Reschitzaer Kommunalpolizisten konnten bisher noch keinen der Trickdiebe erwischen, warnen aber die Bevölkerung vor allzu großer Naivität und Vertraulichkeit und vor Vertrauensmissbrauch seitens dieser Betrüger.

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