Fasching mit Maskenball in Neuarad

Mehr als 100 Teilnehmer feierten mit

Mittwoch, 22. Februar 2017

Adam Müller Guttenbrunn ist 101 Jahre später wieder in Neuarad erschienen.

Von Cotton-Eye-Joe bis Braşoveanca - die Banat-JA-Kindergruppe bot Tänze unter Leitung von Grundschullehrer Lucian Trif.

Die Kinder tanzen vor, die Eltern schauen aufmerksam zu und machen fleißig mit.

Die Mädchen der Banat-JA-Jugendgruppe führten einen lustigen Putzfrauentanz auf.

Sie zauberten ein Lächeln in alle Gesichter: Die Jungs der Banat-JA-Jugendgruppe zogen Strumpfhosen an und tanzten den Schwanensee.
Fotos: Der Verfasser

Fasching wurde am vergangenen Wochenende in Neuarad gefeiert. Das Deutsche Forum und seine Jugendorganisation Banat-JA luden zu einem Maskenball in einem Restaurant in der Temeswarer Straße ein. Rund 100 Teilnehmer machten mit und kamen maskiert von Groß bis Klein und von Alt bis Jung. Die Kinder- und die Jugendgruppe des Arbeitskreises Banat-JA boten besondere Unterhaltungsmomente. Das Wort des Abends war „Spaß“. Adi Ardelean war dabei, mischte sich unter den Teilnehmern und sprach mit den verschiedenen Masken.

 

Gottfried Gauck: Ich bin Adam Müller Guttenbrunn heute Abend, ich bin froh, dabei zu sein, und bin angenehm überrascht über die gute Stimmung und alles, was hier vorgeht. Leider bin ich 101 Jahre zu spät...

Adrian Ardelean: Wie fühlen Sie sich beim Faschingsball in Neuarad?

GG: Ich fühle mich sehr wohl, es ist annähernd wie bei uns in Wien. Ich bin vom Opernball hierher gekommen, um Euch zu besuchen, um meine alte Heimat wieder zu sehen. Grüß Gott an alle Schwaben und an all jene, die sich als solche fühlen.

AA: Und wer sind Sie außerhalb diesen Abends?

GG: Ich bin eigentlich Gottfried Gauck, ein Dreispitzer, der vor 33 Jahren seine Heimat verlassen hat und nun als Rentner zurückgekehrt ist. Ich fühle mich hier sehr wohl, ich bin seit einem Jahr wieder daheim und helfe meinen Kolleginnen und Kollegen an der Adam-Müller-Guttenbrunn-Schule. Ich bin stolz darauf, dass man all unsere Bräuche noch beibehalten hat und dass es noch Leute gibt, die diese unterstützen.

AA: Sie sind aus Sanktanna nach Neuarad gekommen. Wie fühlen Sie sich heute Abend?

Melinda Palcu-Socaciu: Sehr gut, wir sind zum ersten Mal beim Faschingsball in Neuarad dabei und es ist einfach super!

AA: Und Sie unterstützen dabei auch Ihre Tochter?

MPS: Ja, wie immer, auch bei der Tanzgruppe und bei allen Tätigkeiten, die hier organisiert werden. Wir machen in Sanktanna mit, wir machen überall mit, wo die Schwoweleit dabei sein können. Wir hoffen, dass wir all diesen schönen Bräuchen eine Zukunft sichern können.

AA: Wer sind Sie heute Abend?

Lolita Mallinger: Ich bin heute die Matrosenfrau.

AA: Wie ist es beim Neuarader Faschingsball?

LM: Bisher sehr schön und ich hoffe, dass es auch beim Programm der Kinder und Jugendlichen schön sein wird. Eigentlich bin ich zum ersten Mal beim Ball des Deutschen Forums dabei und hoffe, dass wir alle hier eine angenehme Zeit erleben werden.

AA: Wer sind Sie heute Abend?

Cristian Faur: Prinz Eugen der drei Inseln.

AA: Wie ist es beim Faschingsfest?

CF: Ganz „OK“ bis jetzt, wir haben Spaß. Es folgen ja noch einige Nummern der Jugendlichen, mal sehen, wie sie herauskommen.

AA: Was bereiten die Jugendlichen vor?

CF: Überraschungen.

AA: Wer sind Sie außerhalb diesen Tages?

CF: Lehrer an der Adam-Müller-Guttenbrunn-Schule.

A: Hallo, wie heißt Ihr?

Masken: Jerry, die kleine Riesenmaus alias Noemi und Esmeralda alias Smaranda.

AA: Wie ist es beim Faschingsfest?

Masken: Miraculoso, wunderbar! Es ist mir ein bisschen warm in diesem Mäuschenfell, aber wir haben einfach viel Spaß.

AA: Als was sind Sie heute Abend verkleidet?

Lucian Trif: Als ein junger... oder, besser gesagt, ein alter Cowboy.

AA: Was hat die Kindergruppe für heute Abend vorbereitet?

LT: Wir haben zwei Tänze vorbereitet: Cotton-Eye-Joe, da wurden auch die Eltern zum Tanz eingeladen, nachdem die Kleinen die erste Runde allein getanzt haben, und dann haben wir den bekannten rumänischen Tanz Bra{oveanca vorgeführt, wir haben mit den Kindern vorgetanzt und anschließend haben auch die Eltern fleißig mitgemacht.

AA: Wie haben Sie sich auf den heutigen Abend vorbereitet?

LT: Wir haben bei drei Tanzproben unserer Kindergruppe geprobt. Damit wir eine Überraschung den Teilnehmern bieten können, mussten wir und schon ein bisschen anstrengen.

AA: Mit den Eltern haben Sie aber nicht geprobt.

LT: Nein, haben wir nicht, aber sie hatten gute Lehrer, denn die Kinder waren echt Profis.

AA: Und wer sind Sie außerhalb diesen Abends?

LT: Lehrer an der deutschen Grundschule.

AA: Fasching beim Arader Deutschen Forum und der Jugendorganisation Banat-JA in Neuarad. Wie schätzen Sie den Erfolg der heutigen Veranstaltung ein?

Adelheid Simon: Ich glaube, man kann sehen, dass es eine Super-Stimmung gibt, diesmal in gemischter Form, da wir in den vergangenen Jahren separat Faschingsfeste für die Kinder und für die Jugendlichen organisiert haben, ohne dabei die Erwachsenen zu berücksichtigen. Dieses Mal haben wir uns überlegt, gemeinsam zu feiern und einen einzigen Maskenball zu veranstalten.

AA: Was für Masken sind Ihnen aufgefallen?

AS: Von Prinzen zu Prinzessinnen, Skeletten, Cowboys, Putzfrauen und Hoheiten ist hier alles vertreten. Das Schönste dabei ist, dass die meisten Teilnehmer auch maskiert gekommen sind.

AA: Als was treten Sie heute Abend auf?

AS: Als Großmutter von Rotkäppchen.

AA: Was steht heute Abend auf dem Programm?

AS: Die verschiedenen Überraschungen, die unsere Gruppen vorbereitet haben, sowohl die Kindergruppe, als auch die Jugendgruppe haben einzelne Unterhaltungsmomente für dieses Fest vorbereitet. Natürlich geht es dabei darum, Spaß zu haben. Es ist Fasching, also dreht sich alles um Spaß, Freude, Tanz, aber auch um gute Unterhaltung und gute Stimmung.

 

Die Banat-JA Jugendgruppe teilte sich in zwei: während die Mädchen mit Besen und Eimern einen Putzfrauentanz machten, zogen die Jungs Stumpfhosen an und tanzten den Schwanensee. Der Ball  wurde mit einem warmen Abendessen und mit Tanz für alle bis in die Morgenstunden fortgesetzt. Am nächsten Samstag wollen einige Jugendliche aus Arad nebst den Jugendtanzgruppen aus dem Banat beim traditionellen Faschingsfest in der Temescher Gemeinde Warjasch mitmachen.

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