Faschingsmontag in Dognatschka

Der „Johann“ geht wieder auf den Gassen um

Dienstag, 09. Februar 2016

Lebendiges Brauchtum in Dognatschka

Dognatschka - Am Montag war es soweit: Das „Banater Bergland“-Musikensemble aus Reschitza (George Gassenheimer, Karl Ludwig Lupăiasca, Ioan Zelko) und ihr Gast, der Ortsforumsvorsitzende aus Kalan Nikolaus Rudolf Pilly mit seiner singenden Zugsäge – und diesmal auch mit der Mundharmonika - sowie das Mitglied des Reschitzaer „Franz Stürmer”-Chors, Doina Gassenheimer als Gesangssolistin, waren in Dognatschka zu Gast. Am selben Nachmittag fand auch die Vernissage der Fotoausstellung Klaus Lucian Mihneas aus Dognatschka statt. Im Mittelpunkt standen Fotos vom Faschingstreiben 2013 in Dognatschka, jener Ortschaft im Banater Bergland, wo das Faschingstreiben mit Heischegang heute noch auf den Ortsgassen, im Freien, lebendig ist.

Die Fotoausstellung ist von Dokumentationswert. Sie zeigt, wie man heutzutage noch hier diese Tradition mit Leben erfüllt. In Dognatschka ist es übrigens Brauch, dass zum „Lăsatu` Secului“, dem Beginn der orthodoxen Fastenzeit vor Ostern, von der Faschingsgesellschaft eine ähnliche Strohpuppe herumgeführt wird, der „Nichita“, mit ähnlichen Fruchtbarkeitssymbolen und –segen. Wie es übrigens in den ehemaligen Bergbauortschaften des Banater Berglands überall Brauch ist, bei Orthodoxen unübliche Faschingsbräuche zu feiern. Traditionsgemäß, am Faschingsmontag, gastieren die Reschitzaer in Dognatschka, um gemeinsam zu feiern. Und selbstverständlich war auch diesmal der „Johann” (die Dognatschkaer Faschingspuppe) dabei!

Erwin Josef Ţigla

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