Feenwiese und Höhlen

Freitag, 13. Juli 2018

Der Weg zur Eulenburg

Borseck ist auch für seinen Travertin bekannt.

Blumenpracht auf der Feenwiese Fotos: der Verfasser

Wie ein riesiger Park erscheint die Feenwiese/Poiana Zânelor/Tünderkert, die im Südosten direkt an die leider zum Teil verfallenen Villen des Kurortes Bad Borseck angrenzt. Eine Vielfalt von Blumen erfreut das Auge; die Luft ist sauber und gesund; wer will, kann gleich auch im kleinen alten, mit Holztäfelung versehenen Becken baden oder ein Fußbad im sprudelnden Wasser genießen. Vögel zwitschern, sogar ein Reh läuft vorbei – ein Zeichen, dass es in diesem Schutzgebiet, wo das Campen verboten ist, wirklich ruhig zugeht.

Gut angelegte Wandertrassen führen zu einigen nahen Sehenswürdigkeiten. Es handelt sich um zwei kleine Höhlen: Zur Eishöhle führt der mit rotem Kreuz gekennzeichnete Weg, dessen letzter Abschnitt allerdings (nach der Abzweigung nach rechts, rotes Dreieck) mit gelbem Kreuz markiert ist. Der kalte Luftzug in der rund 40 Meter langen schmalen Höhle rechtfertigt ihren Namen. Die zweite Höhle ist die Bärengrotte, wohin das rote Dreieck in einem Rundweg führt. Da, in einer engen Schlucht, sieht es wilder aus. Wer die Höhle betreten will, müsste einen steilen Abgang meistern können, den Rucksack ablegen und auch eine Schutzkleidung tragen sowie selbstverständlich eine Taschenlampe bei sich haben. Vor dem Eingang in die enge Schlucht kann man auch das Angebot eines Freizeitparks mit Seilrutsche zwischen zwei Felsen  und mehreren Strickleitern wahrnehmen. Auf dem Weg bis zur Bärengrotte kommt man auch an einem heute aufgelassenen Travertin-Steinbruch vorbei.

Etwas entfernter liegt die Eulenburg/Cetatea bufnițelor/Bagolyvár. Hin gelangt man auf einer Variante des Weges mit dem roten Kreuz die bei der alten Quelle/Izvorul Vechi/Ös-forrás (heute als Mofette eingerichtet) beginnt. Der Weg ist ein gutes Stück mit Holztreppen versehen und führt vorbei an der Pierre-Curie-Quelle, die in einer Talsenke liegt. Sie heißt so, weil das Wasser einen bedeutenden Radonanteil (wie im österreichischen Bad Gastein) vorweist. Die Quelle ist aber inzwischen geschlossen. Die Eulenburg ist eigentlich ein steiler Abhang über der nahen DN 15 mit  Nischen in der Felswand. In der Nähe erkennt man noch die Überreste eines Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg. Für die ganze Tour benötigt man rund  2 ½ - 3 Stunden.

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