Fehlerhafte Infotafel über Wilhelm Mühle - Kommunikationsabteilung: „Text ist grammatisch richtig“

Donnerstag, 08. August 2013

Temeswar (ADZ) – Die Kommunikationsabteilung des Bürgermeisteramts Temeswar möchte nicht einsehen, dass die deutschsprachige Informationstafel, die neben der Büste des Floristen Wilhelm Mühle im Rosenpark angebracht wurde, voller Fehler ist (wir berichteten). Und das, obwohl das Ersetzen der Tafel keine hohen Kosten verursachen würde. „Die Büste hat 8.500 Euro gekostet. Bezüglich der Informationstafel über Wilhelm Mühle: Der Text wurde von der Kommunikationsabteilung ins Deutsche übersetzt, ohne dass das irgendwelche Kosten voraussetzt, wobei unsere ersten Untersuchungen zeigen, dass der Text grammatisch richtig ist. Die alternative Variante, die in den Medien erschienen ist, stellt lediglich eine andere Formulierung in deutscher Sprache dar, was nicht bedeuten soll, dass die Variante auf der Tafel im Rosenpark nicht korrekt ist“. Diese Antwort schickte die Kommunikationsabteilung des Bürgermeisteramts Temeswar an die lokalen Medien, nachdem die Redakteure der Banater Zeitung und der Abgeordnete Ovidiu Gan] auf die fehlerhafte Informationstafel neben der Büste von Wilhelm Mühle hingewiesen hatten. Die Nachricht wurde von mehreren lokalen Medien übernommen. Ehemalige Absolventen des Nikolaus-Lenau-Lyzeums wie auch Deutsch-Lehrerinnen und -Lehrer kommentierten den Beitrag auf dem Sozialnetzwerk Facebook: „Die Variante des Bürgermeisteramts ist peinlich“, „Als Viertklässler der Lenau-Schule schrieb ich bessere Texte“, „Auch ein Text, den ein Schüler verfasst, kann grammatisch richtig sein. Das heißt schon lange nicht, dass er als ein offizieller Text verwendet werden kann“, usw. Die Redaktion der Banater Zeitung schickte auch dem Bürgermeister Nicolae Robu die verbesserte Variante zu. Der Rathaus-Chef wird wohl nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub dazu Stellung nehmen.

Kommentare zu diesem Artikel

Benjamin, 08.08 2013, 12:35
Die Unfähigkeit der Angestellten im Temeswarer Rathaus auch nur die kleinsten Aufgaben professionell zu erledigen ist lächerlich. Man bedenke nur die unzähligen fehlerhaften Straßenschildern. Die Multikulturalität Temeswars bröckelt. Im Rathaus sitzen offenbar nurmehr Zugezogene die von der Geschichte des Banats keine Ahnung haben.

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