Feinstaubeindämmung erst in Jahren

Etwas tun hinsichtlich der Klärteiche von Neumoldowa

Donnerstag, 31. Mai 2018

Neumoldowa/Reschitza - Auf ihren jüngsten Streifzügen zum Monitoring des Umweltzustands am stromaufwärtigen Eingang zum grenzüberschreitenden Naturpark Eisernes Tor/Djerdapp monierten die Umweltschützer von GEC Nera, dass immer noch bloß der spezifische Sturmwind des Donauengpasses beim Eisernen Tor, der „Coșava”, der einzige ist, der im Bereich der weiterhin ungewässerten Klärteiche Boșneag und Tăușani etwas bewegt: den giftigen Staub, der bis ans serbische Donauufer verwirbelt wird.

Rumänien steht wegen der ungelösten Frage dieser Klärteiche auch bei der EU unter Beobachtung und in Brüssel werden die Monitoringberichte der Umweltschützer sehr geschätzt, weil sie helfen, sich ein realisitisches Bild vom Umweltzustand in der Donauklamm zu machen – auf die Regierungsberichte aus Bukarest ist nur bedingt Verlass, weiß man inzwischen mit Sicherheit. Und auch Berichte des höchsten Regierungsvertreters in einem Landkreis, des Präfekten, sind mit Vorsicht zu genießen, vor allem wenn er, wie jüngst, verkündet, in Richtung der Lösung des Klärteichproblems zwischen Neumoldowa und Coronini tue sich etwas Entscheidendes.

Präfekt Matei Lupu, ein ehemaliger PSD-Bürgermeister von Neumoldowa/Moldova Nouă, kündigte nämlich auf der jüngsten Tagung des Präfekturrats an: „Wir stehen vor der Situation, dass die Befeuchtung der Abraumlagerstätten Boșneag und Tăușani beginnen kann. Endlich ist man auf einen gemeinsamen Nenner zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltschutzministerium einerseits und dem gerichtlich bestellten Liquidator der Pleitemasse des ehemaligen Kupfererz-Anreicherungswerks Moldomin gelangt. Es ging um ein paar Wasser-Leitungsrohre, die vom Donauufer in Richtung Kammlagen der Klär-teiche zu legen sind, um die Staubhügel der ehemaligen Klärteiche zu wässern und also wieder zu verfestigen. Wir hoffen, dadurch wenigstens teilweise die Umweltverschmutzung einzudämmen, wenn wir sie schon nicht gänzlich beherrschen können. Ich war im Wirtschaftsministerium, um mich vor Ort zur Lage zu informieren. Man versicherte mir, dass die Ausschreibung dazu abgeschlossen sei und sich in der Beanstandungsphase befindet. Es wird also noch einige Zeit vergehen, bis die Ausschreibung gänzlich abgeschlossen und ein Durchführer des Projekts feststeht. Beim Ministerium rechnet man mit ein bis zwei Jahren. Doch dann müsste es mit der Wiederbefeuchtung der Feinstaubhügel klappen.“

Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 31.05 2018, 11:49
Die Dummheit und Unfähigkeit dieser Politiker ist nicht zu übertreffen. Man muss sich nur vor Augen halten seit, wie vielen Jahren dieses Problem besteht und jetzt muss man Ausschreibungen tätigen und erst prüfen bevor Entscheidungen getroffen werden ..... bla bla bla!
Hier ein einfacher und ausführbarer Lösungsvorschlag:
Das Material wieder dahin bringen, wo es her komm, nämlich in die Erde zurück. Stillgelegte Bergwerksstollen bieten sich dazu an. Das Volumen des zu entsorgenden Materials ist ca. 1,2 Mio. Kubikmeter (Fläche 80 ha, Dicke ca. 1,5 m), für ein Tiefbauunternehmen dürfte der Transport kein Problem sein. Jetzt nur ein Konzept erstellen und die entsprechenden Anträge bei der EU stelle, wie jeder weiß ist diese bei Umweltsachen sehr spendabel.
Diese Anträge sind aber das Hauptproblem. Um diese auch genehmigungssicher zu stellen, muss ein gewisses Maß an Verwaltungskenntniss vorausgesetzt werden und daran scheitert das ganze, wie die Vergangenheit gezeigt hat, EU-Gelder werden nicht abgerufen.
Eine andere Möglichkeit wäre sich der natürlichen Winderosion zu bedienen. Mit ca. 2,3 to/ha/Jahr Erosion wären, dass ca. 4565 Jahre je Hektar (10000 qm x 1,5 m =15000 kbm, mit einer Diche 0,7 to/ kbm sind das 10500 to/ha).
Für die Politiker heißt das: Eine Lösung auf natürlichem Weg.

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