„Felix“ Voiculescu ist und bleibt Securitate-Spitzel

Freitag, 15. Februar 2013

Bukarest (ADZ) - Dan Voiculescu, Ehrenvorsitzender der konservativen Zwergpartei, bleibt Securitate-Spitzel. Ein Bukarester Appellationsgericht wies am Mittwoch dessen Revision gegen ein 2011 gefälltes Urteil des Obersten Gerichts als nicht zulässig zurück. Der umstrittene Politiker ist schon seit Jahren bemüht, das Spitzel-Etikett loszuwerden, nachdem er vom Landesrat für die Erforschung der Securitate-Archive (CNSAS)  als langjähriger Mitarbeiter der ehemaligen Geheimpolizei entlarvt worden war, für di e er in den 70ern als „Mircea“ und in den 80ern als „Felix“ tätig war. Dabei verpfiff Voiculescu von Arbeitskollegen bis zu Familienmitgliedern. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Edda, 17.02 2013, 23:02
"Spaga" steht für Schmiergelder bzw . Korruptionszahlungen !

Es ist eine bekanntes Faktum das sich Frau Udrea im Jahr 2006/2007 ein 3,5 Millionen € Kredit besorgt hat um sich Immobilien/ Grundstücke in Bukarest zu kaufen, in der Hoffnung diese später mit Gewinn weiter verkaufen zu können. Leider ging die Spekulation nicht auf , Frau Udrea kam in Zahlungsschwierigkeiten.
Mit einem monatlichen Gehalt als Ministerin von 1.700,00 € ist ein solcher Kredit kaum abzuzahlen gewesen .
Die durchschnittliche "Spaga" für einen rumänischen Abgeordneten liegt zwischen 100.000 € bis 150.000 € um als Abgeordneter auf die Wahllisten gesetzt zu werden. Um ein begehrtes Amt als Minister zu erhalten muss man schon 300.000€ bis 500.000 € hinlegen.

Ist man als rumänischer Politiker vorbelastet , insbesondere wenn laufende Ermittlungsverfahren anhängig sind und eine parlamentarische Immunität dringend gebraucht wird , kann die "Spaga" je nach Schwierigkeitsgrad des begangenen Verbrechens, auch in die Millionen € Höhe gehen .
Rumänische Richter lassen sich ab 50.000,00 € kaufen. In kleineren Delikten reichen auch schon mal 2.000,-€ -5.000,- € . Das selbe gilt für rumänische Staatsanwälte. Die rumänische Polizei führt meistens eigene Tarife ein und ist vielfach ummittelbarer "Kopf" organisierter Kriminalität.

Beim rumänischen Geheimdienst SRI fangen die "Spaga" Einlagen bei 10.000,00 € an , drunter geht meistens nichts , da sind die Jungs hart.
Insgesamt bekommt man in Rumänien kaum einen staatlichen Job ohne vorher "Spaga" bezahlt zu haben.Jedwede Art von Anträge werden meist erst nach Zahlung einer "Spaga" korrekt behandelt.
Die rumänischen Grenzbeamte (Zollbeamte ) müssen pro Schicht im durchschnitt zwischen 500,-€ -1000,--€ an ihren Vorgesetzten liefern. Die wiederum müssen den größten Teil nach Bukarest in das zuständige Ministerium überweisen.

Bei allen staatlichen Ausschreibungen gibt es ohne "Spaga" keine Aufträge . Um die "Spaga" überhaupt zahlen zu können müssen Unternehmer an der Qualität der Arbeit sparen . Das Ergebnis sind z.B. neu gebaute Autobahnen (deren Kilometerpreis fünf mal höher ist als in der Schweiz oder Deutschland ) die aus Sicherheitsgründe leider geschlossen werden müssen ,da der aufgesetzte Asphalt nach kurzer Zeit auseinander bricht .

Die meisten rumänischen Politiker , bis hin zum Bürgermeister eines kleinen Dorfes , besitzen Anteile an Unternehmen die wiederum von Staatsaufträge leben. Falls der direkte Zusammenhang zu offensichtlich ist, arbeiten höher gestellte Politiker gerne über Mittelsmänner aus den Familien und Freundeskreis . So auch im Fall von Rumäniens President Basescu.

Es gibt auch qualitative Unterschiede bei der Handhabung und Abwicklung von "Spaga" . In Bukarest hat sich das Modell "Platest- Primesti " durchgesetzt. D.H. wenn man sich einmal auf eine Summe geeinigt hat erhält man meist auch das vereinbarte Ergebnis. In Landesinneren wird das nicht immer so gehandhabt . Manchmal einigt man sich auf eine Summe die später noch erhöht werden kann. Oftmals werden vereinbarte Spaga-Verträge nicht eingehalten,zurückgezogen oder in letzter Minute geändert. Insofern gibt es immer noch starke Unterschiede zwischen Bukarest und den übrigen Landesteilen.

Auch in den Krankenhäuser läuft meistens nichts ohne "Spaga" . In letzter Zeit tendieren Ärzte dazu erst unmittelbar vor einer Operation die "Spaga- Höhe" zu benennen . Da die meisten Patienten nicht mehr auf andere Krankenhäuser ausweichen können , nehmen sie es billigend hin (aus verständlichen Gründe ) ihre letzten Reserven zu Opfern um nicht auf den OP Tisch elendig zu verrecken.
Norbert, 17.02 2013, 20:47
Warum sollte ich den Helmut und Mamfred
nicht mal loben. Ihr könnts doch.Das könnte ja fast von mir geschrieben sein. Weiter so Jungs.
Manfred, 16.02 2013, 20:29
Helmut!Das unterschreibe ich!Allerdings frage ich mich,wer diesen Mann eigentlich gewählt hat,seine Vergangenheit ist seit längeren bekannt,ebenso sein Umgang mit der Justiz.
Helmut, 16.02 2013, 18:34
Es wird langsam Zeit,dass sich die anständigen Politiker innerhalb der USL von dieser Micropartei, mit ihrem Securitate-Spitzel Voiculescu, trennen.Diese Partei(PC) bringt nur schädlichen Einfluss in die USL und repräsendiert den Ungeist der Vergangenheit des Landes.Es zeigt sich auch,dass die Vertreter dieser Partei in der Regierung nicht die nötigen fachlichen und charakterlichen Fähigkeiten besitzen um einer Regierung Rumäniens anzugehören.Diese Personen sind die größten Minuspunkte innerhalb der Regierung.Sie schaden den Image des Landes sehr und machen das Land unglaubwürdig.

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