„Fenster zu den Karpaten“

Frecker Brukenthal-Anwesen soll als Hauptattraktion für die gesamte Region entwickelt werden

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Freck - Zu einer Informationsveranstaltung über das EU-Projekt „CultTour“ lud das Bürgermeisteramt Freck/Avrig am vergangenen Samstag in die Orangerie der Brukenthal´schen Sommerresidenz. Die Frecker Stadtverwaltung ist Leadpartner des Projektes, dass heißt sie koordiniert alle Projektpartner und zeichnet für die ordnungsgemäße Verwaltung der Finanzen verantwortlich. Auf dem Podium saßen neben Bürgermeister Arnold Klingeis die Projektmanagerin Doina Luca, die Geschäftsführerin der Samuel von Brukenthal-Stiftung sowie Projektsprecher Scott Eastman.

Letzterer informierte, dass die Laufzeit von „CultTour“ um ein halbes Jahr bis Ende Juni 2014 verlängert wurde. In den vergangenen zwei Monaten seien er und Klingeis nach Velikovo Tarnovo in Bulgarien und Alexandroupolis in Griechenland gereist, die „einen langsamen Start hatten, wie übrigens alle Länder“, so Eastman. Mittlerweile gehe es mit der Planung der dortigen Pilotprojekte – einem Denkmal- und Museumsstandort sowie einem historischen Stadtpark – voran. Für Freck selbst soll bekanntlich ein Tourismuskonzept entwickelt werden, dass die Sommerresidenz als zentrale Attraktion mit weiteren touristischen Sehenswürdigkeiten und Nutzungsmöglichkeiten verknüpft.

Was die Fortschritte in Freck angeht, so ist ein Entwurf des Tourismuskonzeptes fertig, informierte Eastman. Die zentrale Rolle darin spielt die Brukenthal´sche Sommerresidenz, die im Konzept als „Fenster zu den Karpaten“ bezeichnet wird und die Attraktion des Ortes sei, mit der man um ausländische Gäste werben kann. Daneben seien im Konzept etwa 50 weitere größere und kleinere Projekte und Angebote im Umkreis von 50 bis 100 Kilometern aufgelistet, wie zum Beispiel die Entwicklung der Glasindustrie, Käseherstellung oder Wassersport auf dem nahen Stausee. Auch die Verbindung des historischen Frecker Stadtzentrums mit der Sommerresidenz und der Altaue sei ein zukünftiges Entwicklungsvorhaben.

In der Sommerresidenz hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Das Anwesen steht der Öffentlichkeit wieder offen und bietet darüber hinaus mit Gästezimmern und einem Restaurant in der Orangerie ein zeitgemäßes Angebot. „Nun geht es darum, dass um diesen Angelpunkt auch die lokale Gemeinschaft profitiert“, meint Eastman. Einige Frecker hätten in der Sommerresidenz eine Beschäftigung gefunden, aber das langfristige Ziel sei es, den Tourismus in einem weiteren Umkreis zu fördern. Ein zweiter, nicht zu unterschätzender Aspekt ist, dass eine gepflegte Sommerresidenz auch bei der Investorenwerbung helfe – ein Stichwort sind hier so genannte „weiche Standortfaktoren“. Mitarbeiter bräuchten Angebote für die Freizeit, die Verwaltung müsse Rahmenbedingungen schaffen, an denen sich Menschen wohlfühlen.

Auch die von der Brukenthal-Stiftung in Auftrag gegebenen Studien seien fast fertig ausgearbeitet, informierte Geschäftsführerin Feyer. Die Stiftung lässt die Standortbedingungen für die seit längerer Zeit angedachtet Hotelfachschule auf einem Areal direkt neben der Sommerresidenz untersuchen.

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